Wien auf Metropolis - von Anton Vernydub

Anton fotografiert seit zwei Jahren analog und sein sanfter, verträumter Stil lässt Wien wie eine Märchenwelt erscheinen. Nun hatte er unseren LomoChrome Metropolis im Test und teilt in diesem Artikel seine wundervollen Aufnahmen, Gedanken und Erfahrungen mit uns.

© Anton

Hallo Anton und willkommen im Lomography Magazin! Erzähl uns bitte ein bisschen von, wie bist Du zur Fotografie gekommen? Was gefällt Dir daran besonders?

Fotografie hat mich schon seit meiner Kindheit interessiert. Ich habe mit meiner ersten digitalen Kamera SONY RX100 jahrelang herumprobiert und habe damit alle Grundlagen gelernt.

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Die richtige Faszination für Fotografie kam als ich Ende 2019 analoge Fotografie entdeckte. Da digitale Fotografie nach einiger Zeit ziemlich monoton wurde, entstand der Wunsch etwas anderes auszuprobieren. Mein Bruder (@arthur.verny) hat damals eine analoge Spiegelreflexkamera gekauft, mit der ich dann meine erste Rolle Kodak Gold 200 probierte. Meine Perspektive hat sich komplett verändert, weil der Vorgang bei der analogen Fotografie so anderes war.

Dazu müssen die Fotos auf der Filmrolle auch entwickelt werden, was auch Zeitaufwendig ist, und wodurch die Spannung noch mehr steigt. Fotografie ist noch ein relativ junges Medium (im Vergleich zur z.B. Malerei oder Bildhauerei) und ich bin gespannt, wie sie sich in der Zukunft entwickeln wird. Für mich bedeutet Fotografie meine Umgebung in einer ästhetisch ansprechenden Weise zu dokumentieren. Es erlaubt mir Momente festzuhalten, die nie wieder passieren werden. Ich versuche aus dem trivialen etwas interessantes zu machen.

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Warum hast Du begonnen analog zu fotografieren? Was macht den analogen Charme für Dich aus?

Einer der größten Gründe, die mich zur analogen Fotografie gebracht hat, war definitiv der „Film Look“.

Sie schauen meiner Meinung nach „timeless“ aus. Ich finde es auch erstaunlich, dass man mit der einfachsten Ausrüstung unglaublich gute Resultate erzielen
kann. Aufgrund dessen, dass die meisten analogen Kameras sehr einfach gebaut sind und keine komplizierten Einstellungen haben, liegt der Fokus mehr auf der Kreativität als auf den technischen Aspekten.

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Du hattest den LomoChrome Metropolis Film im Test – wie ist Dein Eindruck? Was hat Dir besonders gut gefallen?

Einer der größten Aspekte in meinen Fotos ist das Zusammenspiel der Farben. Da ich in den letzen Monaten fast ausschließlich mit Kodak Portra 400 und Kodak Gold 200 fotografiert habe, und diesen Filmen ziemlich gewöhnt bin, stellte der Lomochrome Metropolis eine neue Herausforderung und eine Möglichkeit zum Experimentieren dar.

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Welches Equipment und welche Einstellungen hast Du verwendet? Hast Du mit verschiedenen Lichtverhältnissen experimentiert?

Ich habe die Fotos mit einer Contax G1 auf ISO 200 fotografiert. Die meisten Fotos aus dieser Rolle habe ich während der „Golden Hour“ fotografiert, jedoch denke ich, dass sich dieser Film wegen der düsteren Farbgebung ziemlich gut für bedeckte und regnerische Tage eignet.

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Wie war Deine Herangehensweise? Wie hast Du Deine Motive gewählt? Hatten die Eigenschaften des Filmes Einfluss darauf?

Dieser Film hat einen sehr schönen Kontrast zur roten Farbgebung. Deshalb habe ich versucht, die rote Farbe in meinen Motiven einzubauen.

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Hast Du ein Lieblingsfoto aus der Serie? Wenn ja, welches und warum?

Mein Lieblingsfoto ist das Foto mit dem Restaurant Schild. Mir gefällt die Symmetrie und der Kontrast zwischen der dunklen und der hellen Seite des Gebäudes. Zudem gibt das rote Stop-Schild eine interessantes Detail. Mir gefällt auch das Bild mit dem roten Zug und den Bussen. Die rote und weiße Farbgebung wirken gut zusammen. Dazu schauen die Wolken im Himmel sehr schön aus.

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Vielen Dank an Anton, dass er seine Fotografien und Eindrücke mit uns geteilt hat! Schau auf seinem Instagram vorbei und lass ein bisschen Liebe da!

geschrieben von alinaxeniatroniarsky am 2021-05-01 in #Ausrüstung #Menschen

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