Ein Traum von Babylon - von Holger Nitschke

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Der niedersächsische Fotograf Holger Nitschke fotografiert schon seit 17 Jahren mit dem Schwerpunkt auf Portrait und Fashion, aber erst seit anderthalb Jahren analog. Angefangen hatte der analoge Wahnsinn mit seinem Bekannten und Analogliebhaber Reimund Belling, der Anfangs auch noch für Holger entwickelte. Mittlerweile macht Holger vom Fotografieren bis zum Scannen alles selbst, auch mit dem Anfertigen von Papierabzügen probiert er sich gerade aus. Immer an seiner Seite ist dabei seine Partnerin Ilka, die für das Styling verantwortlich ist. Auf Lomography sties Holger bei seiner Recherche zu Experimenten mit abgelaufenem Film und teilt seine einzigartigen Portraits seitdem in seinem LomoHome.

© Holger Nitschke | Model: Lena

Für seinem letzten Shoot hatte Holger neben seiner Contax 139Quartz mit 50mm/1.7 Planar, unseren neuen Babylon Kino ISO 13 Film im Gepäck und teilt im folgenden Interview seine wundervollen Aufnahmen und auch seine Gedanken zu diesem super langsamen Film mit uns.

"Ich habe neben einigen gewollt defokussierten Bildern, extra die Belichtungszeit verlängert mit der Absicht „unscharfe“ (Traum)Bilder zu kreieren."
© Holger Nitschke | Model: Lena

Du hattest den Babylon Kino Film im Test – wie ist Dein erster Eindruck? Was hat Dir besonders gut gefallen?

Erstmal: die Verpackung ist total cool und stylisch (aber das ist sie ja bei jedem LomoProdukt). Ganz ehrlich, mir ist das total wichtig, wie Produkte (gerade solche die mit Fotografie, Musik, Kunst) zu tun haben verpackt sind.
Der Babylon ist ja ein absolut „lichtschwacher“ Film, was Sonnen oder Scheinwerferlicht nahezu unabdingbar macht. Wir hatten nun bei unserem Shooting das Problem das das vom Wetterbericht versprochene abendlich bombige-Sonnenlicht leider von Wolken verdeckt wurde. Da ich absolut ungern mit Stativen Arbeite (und meine Rotolights zuhause vergessen hatte) und am liebsten das vorhandene Licht On-Location nutze, blieb mir nichts anderes übrig als mich den örtlichen Lichtgegebenheiten anzupassen. Da ich sehr gerne Experimentiere hat mir neben der oben erwähnten Verpackung sehr gut gefallen, dass ich mich einmal mehr meine Arbeitsweise anpassen musste (einschränken wäre das falsche Wort).

"Als Fazit kann ich Behaupten, das ich solche Bilder (wie die dieser Serie) sonst wohl nicht erschaffen hätte."
© Holger Nitschke | Model: Lena

Hattest Du eine besondere Herangehensweise/ein spezielles Thema für die Serie?

Ich bin gerne spontan und improvisiere, gerade wenn ich ein Modell zum ersten Mal vor der Kamera habe, wie das bei Lena der Fall war. Ein helles und ein dunkles Outfit haben wir gewählt - um die Gegensätze von Schwarz und Weiß aufzuzeigen.

"Die ganze Serie gefällt mir sehr, mein Favorit ist das Foto, wo das Licht die Wolken durchbricht mit Lena unscharf im Vordergrund."
© Holger Nitschke | Model: Lena

Zu guter Letzt, Tipps und Tricks, für alle, die den Babylon Kino Film in Zukunft verwenden wollen?

Vergesst Eure Lampen nicht daheim - nein quatsch: Kamera, lichtstarkes Objektiv drauf und los geht's - Belichtet so lange wie Ihr wollt, haltet nach stärkeren Kontrasten im Umfeld Ausschau und überladet die Bilder nicht.

© Holger Nitschke | Model: Lena

Vielen Dank an Holger für die wundervollen Fotos und dafür, dass er seine Gedanken und Eindrücke zum Babylon Kino ISO 13 Film mit uns geteilt hat. Schau auf seiner Website , Instagram und in seinem LomoHome vorbei und lass Dich inspirieren! Vielen Dank auch an Model Lena.

geschrieben von alinaxeniatroniarsky am 2020-09-19 in #Ausrüstung

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