Diana F+ Showcase: Brock Sanders

Der Porträtfotograf Brock Sanders interessierte sich schon früh für die Filmfotografie. Er experimentierte mit der Diana F+ und spricht mit uns darüber, wie unterschiedliche Kameras und Bildformate den Aufnahmeprozess verändern und er gibt Tipps für neue Fotografen.

Was hat dich ursprünglich zur Fotografie gebracht?

Die Fotografie war für mich schon in jungen Jahren etwas Besonderes. Meine Eltern gaben mir im Alter von zehn Jahren meine erste Kamera. Ich benutzte die Kamera, um alles um mich herum festzuhalten und wurde schnell zum Familienfotografen ernannt. Die Fähigkeit, Momente festzuhalten und sie in meinen Händen halten zu können, hat mich immer fasziniert.

Bei der Wahl deiner Motive konzentrierst du dich hauptsächlich auf Porträts und Landschaften, was bringt dich zu diesen beiden sehr unterschiedlichen Dingen?

Landschaftsfotografie war in jungen Jahren meine erste große Leidenschaft. Ich lebte in Kalifornien und war in alle Himmelsrichtungen von jeder Menge Schönheit umgeben. Wir machten Ausflüge entlang der Küste oder wir gingen in die Berge. Porträts kamen erst viel später in meinem fotografischen Werdegang. Als ich anfing, sie zu machen, war mir nicht klar, wie sehr ich mich mit den Menschen und den Werken, die wir schaffen, verbinden würde. In der Lage zu sein, mit jemandem einfach da zu sitzen und ihn kennen zu lernen und seine Emotionen einzufangen, ist eine sehr intime Erfahrung, die mit nichts zu vergleichen ist.

Wie würdest du die Arbeit mit Film vs. Digital beschreiben?

Der gesamte Film-Prozess ist einfach unglaublich. Ich bin mit Filmfotografie aufgewachsen und ehrlich gesagt, ist es genau so, wie mein Gehirn funktioniert. Wenn ich eine Rolle Film in meine Kamera lade, weiß ich, dass die Anzahl der Aufnahmen, die ich machen kann, begrenzt ist. Ich schieße, was mein Auge sieht und der ganze Prozess ist viel langsamer und intimer. Es gibt mir Zeit, mit der Person vor mir zu interagieren und die Momente dazwischen, die ich erfassen kann. Ich habe eine Pause von der Filmfotografie gemacht, als die Digitalfotografie eine Option wurde. Ich steckte oft hinter der Kamera fest und knipste Hunderte von Fotos, ohne zu wissen, ob sie funktionierten oder ob ich das Motiv so aufgenommen hatte, wie ich es wollte. Als ich vor ein paar Jahren wieder angefangen habe Film zu nutzen, hat es mir wirklich geholfen, auch mit meinen digitalen Shootings langsamer zu werden. Das komische daran ist, dass ich bei 72 Bildern auf Film mehr Bilder habe, die ich gebrauchen kann, als wenn ich Hunderte von Aufnahmen digital mache.

Wie würdest du deine Erfahrung mit der Diana F + beschrieben?

Ehrlich gesagt, hatte ich nie mit einer Kamera wie dieser gearbeitet und es war ein riesiger Spaß! Ich wusste, dass ich viele Lightleaks und einige einzigartige und interessante Aufnahmen bekommen würde. Die Verwendung des kleinen Blitzes war eine wahre Explosion und etwas, das ich bei Portraitaufnahmen noch nie verwendet habe, aber in Zukunft definitiv verwenden werde.

Wie hat sich das Bildformat von 1:1 auf die Komposition ausgewirkt?

Es war zuerst ein bisschen merkwürdig und ich bemerkte, dass ich die Dinge ein wenig anders gestaltete als normalerweise. Das Format war mir nicht völlig unbekannt, da es noch nicht allzu lange her ist, dass alle Bilder auf Instagram quadratisch waren.

Wie war dein Ansatz bei der Arbeit mit der Diana F+?

Ich habe die Diana F+ auf verschiedene Arten benutzt. Ich nahm sie mit auf Tagesausflüge und machte da ein paar Fotos. Ich nahm sie aber auch zu Shootings mit Models mit und machte während des Shootings einige Schnappschüsse.

Was glaubst du passiert mit der Filmfotografie, wenn immer neuere und leichter zugänglichen Formen der Fotografie entwickelt werden?

Man sieht klar, dass die Filmfotografie wächst, selbst in den letzten ein oder zwei Jahren. Ich sehe immer mehr Leute mit Filmkameras. Tatsächlich haben wir vor nicht allzu langer Zeit in einer nicht-digitalen Kamerawelt gelebt. Ich glaube, viele Leute erkennen, dass Filmfotografie eine gute Möglichkeit ist, diese Kunst zu erlernen und etwas Physisches zu haben, das deine Arbeit abbildet.

Welchen Rat würdest du jungen Fotografen geben?

Ich sage immer allen, dass sie jeden Tag fotografieren sollten. Das hilft, den eigenen Stil zu entdecken und es zeigt einem auch, was man gerne fotografieren möchte. Die tägliche Fotografie führte mich von Landschaften zu Porträts und definiert mich wirklich als Fotografen. Ich freue mich darauf zu sehen, wohin sie mich als nächstes bringt!


Sieh dir Brock Sanders Werke auf seiner Website an und besuche ihn auf Instagram.

geschrieben von katphip am 2018-02-06 in #people
übersetzt von dopa

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