OTAMP: Anna Breit über ihr Spiel mit der Realität

One Thousand And More Pictures - unter dem Motto haben sich in Wien Fotografen zusammengeschlossen um gemeinsam mit einem spannenden Projekt ihre Liebe zur Analogfotografie zu teilen – und ihre Bilder mit der Welt.

What you see is what you get klingt nicht nur super albern, sondern ist auch schon lange nicht mehr spannend. Das Schöne an der Analogfotografie ist eben genau die Tatsache, dass man es erst einmal nicht so genau weiß, wie das Resultat am Ende aussehen wird. Ein Gruppe von Fotografen hat sich vor einer Weile in Wien zusammengeschlossen und mit One Thousand And More Pictures, kurz OTAMP, ein Projekt ins Leben gerufen, dass genau diese Besonderheit der Analogfotografie zu feiern scheint. Ähnlich wie bei Crowd Funding Projekten, zählt die Idee als Kunst, in die zu investieren gilt. Von dem gesammelten Geld wurden die Filme der Fotografen schließlich entwickelt und jeder Unterstützer durfte sich am Ende aus dem Pool der Resultate sein Lieblings-Print aussuchen.

Wir haben mit den teilnehmenden Fotografen gesprochen und nachgefragt, wie sie das Projekt erlebt haben.

Credits: Anna Breit

Heute im Gespräch: Anna Breit

Anna, erzähl uns bitte kurz ein bisschen von dir und deiner Arbeit.

Meine fotografische Arbeit ist sehr persönlich und beschäftigt sich stark mit mir selbst, meinem Umfeld, Freunden und Menschen die ich mag. Ich finde das Spannende an Fotografie ist mit der Realität zu spielen. Ich denke meine Fotos vermitteln ein gewisses Gefühl und man erfährt auch ein bisschen über mich. Ich bin seit kurzem bei Curated By Girls vertreten, da könnt ihr einen Teil meiner Serie Youth2017 sehen – es macht mehr Sinn meine Fotos für sich sprechen zu lassen.

Credits: Anna Breit

Was ist für dich das Wichtigste beim Fotografieren? Worauf achtest du besonders?

Das kann ich schwer sagen, denn das hängt immer von der jeweiligen Situation ab. Aber was sicherlich wichtig ist, ist nicht stehen zu bleiben und immer neue Sachen auszuprobieren!

Kannst du uns etwas über das Projekt OTAMP erzählen und wie du darauf gekommen bist?

OTAMP ist ein Projekt für FotografInnen die analog fotografieren. Ich arbeite eigentlich ausschließlich analog und darum hat es mich gefreut, dass mich Paul direkt angeschrieben und gefragt hat, ob ich mitmachen möchte.

Was hat dich an dem Projekt speziell gereizt?

Ich kannte bisher kein vergleichbares Projekt und fand die Idee schön. Außerdem lernt man dadurch neue FotografInnen kennen und die Fotos erlangen eine andere Reichweite.

Hat dich der Hintergrund des Projektes beim Fotografieren deiner Serie beeinflusst?

Teilweise – ich war mit meinem Freund in Athen und habe schon darauf geachtet nicht ausschließlich ihn zu fotografieren. Es sind daher für mich auch eher untypische Fotos, wie Landschaften, dabei.

Credits: Anna Breit

In einem Interview hast du mal erwähnt, dass du immer hinter den Fotos stehst, die du veröffentlichst. Wie empfandest du das bei diesem Projekt? Immerhin konntest du selbst deine Arbeit nicht vor der Einreichung zu Gesicht bekommen. Warst du diesbezüglich zuverlässig oder nervöser als sonst?

Da ich das mal in einem Interview gesagt habe, stehe ich auch hinter diesen Fotos. Aber klar, ich war schon neugierig auf die Filme. Das bin ich eigentlich immer. Vielleicht fotografiere ich nur deshalb analog.

Findest du, dass Mut und Selbstvertrauen für einen guten Fotografen notwendig sind?

Ich hoffe nicht, denn sonst wäre ich eine schlechte Fotografin.

Gab es nach der Entwicklung für dich Überraschungen in deiner Serie?

Eigentlich nicht – ich habe die Filme knapp davor geschossen, also hatte ich die Bilder noch im Kopf.

Credits: Anna Breit

Wodurch entwickelst du dich als Fotografin weiter?

Durch ständiges fotografieren. Und natürlich auch durch den Austausch mit anderen Menschen – seien es andere Künstler oder meine Freunde. Über meine Arbeit zu reden hilft mir auch dabei mich selbst wieder zu ordnen und neue Anregungen zu bekommen.

Hat dir die Erfahrung des Projektes OTAMP etwas gelehrt?

Sie hat mich motiviert selber etwas zu machen! Und nun arbeite ich gerade mit drei Fotografinnen an einem Magazin über Fotografie.

Kannst du zum Abschluss noch dein Lieblingsbild aus deiner Serie für OTAMP auswählen und uns erzählen weshalb du es so gerne magst?

Mein Lieblingsbild ist Green. Es ist Nachts am Strand von Griechenland entstanden. Vielleicht gefällt es mir nur wegen der Erinnerung, ich weiß es nicht.

Green von Anna Breit

Folge Anna und ihrer Arbeit auf ihrem Tumblr und auf Instagram

geschrieben von birgitbuchart am 2017-10-13 in

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