Fesselnde Lomo'Instant Wide Portraits von LomoAmigo Marit Beer

Die Fotografin Marit Beer liest gerne Schauerromane und erzählt mittels ihrer Bilder geheimnisvolle Geschichten. Mit der neuen Lomo’Instant Wide machte sie einen Ausflug in dunkle Gebiete und lässt unsere Nackenhaare mit ihren fantastischen überirdischen Aufnahmen zu Berge stehen. Wer es gruselig mag, sollte jetzt unbedingt weiterlesen!

Name: Marit Beer
Webseite: www.maritbeer.de
Facebook: Maritbeer.Fotografie

Hallo Marit! Bitte stelle dich der Lomography Community vor.

Ich lebe in Berlin und habe mich der erzählenden Fotografie verschrieben. Wenn ich nicht fotografiere lese ich und am liebsten Schauerromae. Ich mag es die Oberfläche eines Menschen anzukratzen und darin einzutauchen, mit der Fotografie kann man das sehr gut. Ich glaube, in jedem Menschen gibt es einen dunklen Wald.

Bei deinem letzten Shooting hattest du die Gelegenheit mit der Lomo'Instant Wide zu fotografieren. Wie war dein erster Eindruck von ihr?

Sie ist groß aber nicht so schwer wie meine anderen Kamreas, was gut ist. Ich habe sie schnell kennengelernt, sie ist intuitiv bedienbar und fühlt sich überhaupt nicht fremd an.

Welche Erfahrungen hast du beim Fotografieren mit der Lomo’Instant Wide gemacht? Bist du auf Herausforderungen gestoßen?

Mir war klar, das ich alles was diese Kamera kann ausprobieren, gleichzeitig aber auch in meine übliche Arbeitsweise mit einfließen lassen wollte. Das ich mit ihr Doppelbelichtungen und Langzeitbelichtungen anfertigen kann, kam dem sehr entgegen und es ist auch die Funktion, die ich am häufigsten genutzt habe. Auch schlechte Lichtverhältnisse kann die Kamera mit dem 800 ISO Film gut händeln. Ich arbeite normalerweise nur mit natürlichem Licht, im Winter ist das oft schwierig und ich greife nachmittags dann eher zu einem guten Buch statt zur Kamera. Mit der Lomo'Instant Wide war das aber kein Problem, sie kam mit dem Dämmerlicht gut zurecht. Was mich anfangs aber irritierte ist die Paralaxe – das, was ich durch den Sucher sah, war nicht genau das, was sich dann auf dem Foto befand. Ich brauchte einige Versuche um mich daran zu gewöhnen und gegen zu steuern.

Erzähl uns mehr über die Bilder, die du gemacht hast.

Ich wollte mit den Bildern eine bestimmte Stimmung festhalten. Die ersten Fotos machte ich bei einem Freund im Hausflur. Es kam nur wenig Licht durch das Flurfenster und wir mussten leise sein um die Nachbarn nicht zu stören. Also flüsterten wir und fühlten uns durch die Spione der Türen dennoch beobachtet. Als ich die Kamera ein zweites Mal benutzte war ich allein zu Hause und sollte mich eigentlich auskurieren. Aber ich hatte keine Lust weiter im Bett rumzuliegen und arrangierte mir sehr vertraute Dinge – Knochen, Blüten, Stoff – miteinander. Jetzt hatte ich nur noch zwei Filme und ich überlegte mir gut was ich damit anstellen wollte. Das Jahr rückte dem Ende zu und es gab eine Einladung auf einen Bauernhof, ich nahm Filme und Kamera mit und machte dann doch nur ein paar wenige Aufnahmen. Die letzten Bilder hob ich mir für zwei Menschen auf, mit denen ich zusammen arbeite, aber mit denen mich auch die Fotografie verbindet. Wir experimentierten, begutachteten zusammen die Ergebnisse und feilten weiter und weiter an den Bildern. Das hat großen Spaß gemacht, denn mit jedem Bild entfernte ich mich von meiner eigentlichen Idee und überließ das Spielfeld unserer Phantasie.

Welches ist dein Lieblingsbild und warum?

Mein Favorit ist der Nebelwald. Es ist das erste Bild des neuen und noch so jungen Jahres. Ich war auf einem Bauernhof und es war unglaublich still. Der Nebel draußen hüllte alles ein und ich wollte unbedingt im Wald spazieren gehen. Wenn ich das Bild betrachte erinnere ich mich an diese Stille.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der die Kamera zum ersten Mal benutzt?

Benutze sie wie deine eigene Kamera, als hättest du sie schon Jahre bei dir, bleib aber offen für neues und betrete auch andere Wege. Experimentiere!

Wofür würdest du die Kamera gerne zukünftig verwenden?

Ich würde damit Serien erstellen und den Menschen vor der Kamera in meine Überlegungen mit einbinden. Die Ergebnisse zusammen bewerten, Ideen weiter spinnen bis zum finalen Bild. Die Polaroids würde ich dann gern weiter verarbeiten, liften, kolorieren, Collagen anfertigen usw. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Danke für das Interview!


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Wir freuen uns die Lomo'Instant Wide vorstellen zu dürfen — die kreativste Kamera der Welt im Instant Wide Format! Sie verbindet hochwertiges Handwerk mit vielseitigen Funktionen. Die Lomo’Instant Wide ist die Sofortbildkamera für all diejenigen, die darin schwelgen jeden schönen, bizarren und verblüffenden Moment auf eine kreative, super große, gestochen scharfe und perfekt belichtete Art festzuhalten.

geschrieben von zonderbar am 2016-01-20 in #people #marit-beer #lomoamigo #lomo-instant-wide

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