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Papiernegative: Analoge Abzüge deiner gescannten Negative auf Lo-Fi Art

Dieser Tipster zeigt dir, wie du analoge Abzüge deiner gescannten Negative in der Dunkelkammer entwickeln kannnst, ganz ohne teure Ausrüstung. Alles was du brauchst ist ein Drucker, Fotopapier, Entwickler und eine Dunkelkammer.

Du möchtest gerne analoge Bilder deiner gescannten Negative haben? Du willst in der Dunkelkammer spielen, hast aber keinen Vergößerer? Kein Problem mein Freund: du kannst deine Dateien als Kontaktabzüge drucken und zwar ganz einfach! Mit dieser Methode kannst du sogar analoge Bilder deiner digitalen Dateien erstellen.

Schritt 1: Beginne mit einem digitalen Bild (entweder einem gescannten Negativ, einem echten Digitalbild, sogar Handyfotos funktionieren) und öffne dieses in Photoshop oder Gimp. Wenn es ein Farbbild (oder -negativ) ist, dann muss es entsättigt werden, ein Schwarzweiß-Positiv muss invertiert werden, so dass du ein Negativbild erhältst (du solltest das Bild auch vertikal spiegeln, ansonsten wird das fertige Papierbild spiegelverkehrt sein).

Schritt 2: Drucke dein Negativ auf normales Office-Papier. Achtung: der Ausdruck muss die gleiche Größe haben wie dein Fotopapier, auf das du das Bild belichten willst.

Schnapp dir einen Papierentwickler (in meinem Fall benutzte ich Caffenol, aber jeder Papierentwickler taugt), das Papiernegativ, eine Glasplatte (aus einem Bilderrahmen) und Fotopapier und geh damit in die Dunkelkammer (in meinem Fall ein fensterloses Badezimmer, das von einer roten Fahrradrückleuchte erhellt wird). In diesem Rotlicht öffnest du das Fotopapier und nimmst ein Blatt heraus. VERSCHLIESSE DAS PAPIERPÄCKCHEN WIEDER SORGFÄLTIG!!! Lege das Fotopapier auf eine ebene Oberfläche (Klodeckel!) und lege das Papiernegativ mit der Druckseite nach unten darauf. Bedecke das Negativ-Papier-Sandwich mit der Glassplatte (du kannst es auch in einen Bilderrahmen einspannen). Nun musst du einen Teststreifen belichten.

Schritt 4: Decke das Papier mit etwas lichtundurchlässigem ab (einer Zeitschrift zum Beispiel) und zwar so, dass nur ein schmaler Streifen unbedeckt ist. Schalte das Badezimmerlicht an, zähle langsam “eins, zwei” und decke einen weiteren Fotopapierstreifen auf. Wiederhole diesen Schritt, bis jeder Teil deines Fotopapiers für ein Vielfaches von 2 Sekunden belichtet wurde und schalte dann das Licht wieder aus. Entwickle und fixiere deinen Abzug.

Schritt 5: Bestimme die korrekte Belichtungszeit anhand dieses Teststreifens und belichte so viele Abzüge deines Papiernegativs wie du möchtest!

Diese Methode ergibt eine leicht körnige, lo-fi Atmosphäre, weil die Fasern des Papiernegativs auf dem fertigen Abzug sichtbar werden.

geschrieben von analogue_rogue, übersetzt von analogue_rogue

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