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LomoAmigo Ike Levy und seine Leidenschaft für die analoge Welt

Ike Lecy stammt aus São Paulo, wo er eher durch Zufall mit der Fotografie begann und heute kann er nicht mehr ohne Kamera in der Tasche leben. Mit seinem analogen Spielzeug hält er seine Familie, Reisen, Freunde, Landschaften und alles, was ihm über den Weg kommt, fest. Triff diesen Fotografen, der die Lomographie in seiner DNA trägt.

Erzähl uns ein wenig von dir. Wie verdienst du deinen Lebensunterhalt? Welche Interessen hast du?

Mein Name ist Ike Levy und ich bin 1975 in São Paulo geboren. Ich liebe Harley-Davidson Motorräder und Kombis. Ich bin Fotograf und Ninas Vater. Ich schreibe auch über Fotografie für die Bico Fino Website. Heute fotografiere ich viele CD Cover, Schauspielerinnen, Top Models und Familien.

Wie bist du zur Fotografie gekommen? Und wer oder was hat dich zu inspiriert, so eine Karriere zu beginnen?

Ich habe die Fotografie immer geliebt. Meine erste Kamera hatte mir mein Vater gegeben, als ich noch ein kleines Kind war. Ich war erst fünf. Einige Jahre später… erhielt ich eine Einladung Formula Indy Race zu fotografieren, als ich in Miami lebte. Die Bilder, die ich machte, wurden vom Fahrer Raul Boesel verwendet. Ich habe die Herausforderung angenommen und danach heuerte mich Raul selbst für einen weiteren Job an.

Dann hatte ich die Möglichkeit in Frankreich, Ungarn, Deutschland, Österreich, Tschechien, Tansania und vielen anderen Ländern herumzureisen und zu fotografieren… Als ich nach Brasilien zurückkehrte, eröffnete ich die Ike Levy Photo Gallery, wo ich meine Bilder und Erinnerungen verkaufe.

Wie lange bist du schon Lomograph und wie hast du von der Community erfahren?

Ich habe meine Fisheye vor acht Jahren in London gekauft, glaube ich. Nachdem ich meine erste Filmrolle verknipst hatte, entdeckte ich die Macht der Lomographic Society. Ich sah all die Kameras und Accessoires und wurde süchtig danach.

Was war deine erste Analogkamera und wie viele besitzt du jetzt?

Die erste schenkte mir der Nikolaus (mein Vater). Später als ich älter wurde, hatte ich eine Canon, die meine Mutter auf einer Parkbank in Südfrankreich fand und wohl jemand vergessen hatte. Sie versuchte den Besitzer ausfindig zu machen, aber fand ihn nicht. Deshalb bekam ich sie und so begann meine Karriere damit. Jahrelang habe ich nur diese Canon verwendet, aber mit der Zeit kaufte ich andere Objektive, Blitze etc.

Heute besitze ich zwanzig Analogkameras. Siebzehn davon stammen von Lomography.

Ich weiß, das ist eine schwierige Frage, aber wenn du ein Lieblingsbild unter deinen gezeigten Bildern hier wählen könntest, welches würdest du nehmen und warum?

Das ist eine SEHR schwere Frage, aber versuchen wir es… Ich mag das Schwarz-Weiß-Foto aus Paris sehr. Ich habe eine Fisheye benutzt und das Bild hat eine interessante Tiefe. Die Schatten der Bäume sind auch schön. Mir gefällt auch das Bild von meiner Frau Luciana sehr gut, das sie schwanger zeigt, das auch in Paris gemacht wurde. Sie trug ein pinkes Shirt und der Himmel war sehr blau. Das war ein sehr glücklicher Moment, den ich nie vergessen werde.

Leute, die dich kennen oder deinen Blog bei Bico Fino lesen, wissen, dass du immer eine Kamera bei dir trägst. Dazu gehören auch Eskapaden am Wochenende, Familienreisen etc. Gibt es interessante Fakten oder witzige Geschichten, die durch diese Angewohnheit zu Stande kamen?

Ich versuche meine Kameratasche auch an normalen Tagen mitzunehmen. Einige Leute fragten mich einmal, ob die Lomo Kameras meiner dreijährigen Tochter gehören (lacht).

Und warum bist du so besessen von Kombis? Woher kommt diese Manie? Hast du ein Fotoprojekt hierzu?

Hier ist der Kombi :)

Ich muss gestehen, dass ich Kombis einfach liebe. Aber dafür gibt es keinen besonderen Grund.
Es ist einfach ein bezauberndes Auto. Ich hatte ein Modell aus den 70ern, das ich bei meiner Hochzeit benutzt habe. Viele Leute fragte mich, wenn ich damit auf der Straße war, ob ich es verkaufen würde.
Eines Tages erhielt ich ein sehr gutes Angebot und verkaufte es. Aber ich suche nach einem Neuen und habe ein sehr interessantes Projekt für das Auto. Das ist aber noch geheim.

Sprechen wir erneut über deine Inspirationen und Einflüsse. Welche Fotografen und/oder Künstler bewunderst du und inspirieren deine Arbeit?

Mir gefällt der Spruch von dem meisterhaften Fotografen Ansel Adams sehr:

Wir machen eine Fotografie nicht nur mit einer Kamera, wir bringen zum Akt der Fotografie all die Bücher, die wir gelesen haben, all die Filme, die wir gesehen haben, all die Musik, die wir gehört haben und all die Menschen, die wir geliebt haben.

Aber um ein paar Fotografen zu erwähnen, die mich beeinflussen: Henri Cartier Bresson, Robert Capa, Sebastião Salgado, Ansel Adams, João Bittar, J.R. Duran, Érico Hiller, Don McCullin und viele weitere…

Hast du zum Abschluss eine Nachricht für die Lomography Community?

Ich unterstütze absolut den Lomographischen Lebensstil. Es ist großartig, einen Film zu wählen, eine gute Emulsion, die Fotos zu machen und die Entwicklung abzuwarten. Aber noch besser ist es, die Bilder durchzusehen und sie mit den Leuten zu teilen, die dir wichtig sind.

Einmal habe ich ein Interview mit dem Kriegsfotografen Don McCullin gesehen, als ihn der Journalist fragte: Was hast du einer neuen Generation an Fotografen zu sagen, die bei Kriegen fotografieren wollen?
Er antwortete, „Ich bin zu meinen eigenen Bildern verdammt. Fotografiere nicht Krieg, fotografiere Frieden.“ Das hat mich sehr beeindruckt und mir eine Lektion erteilt.

Ihr seid alle herzlich eingeladen, mehr meiner Arbeiten auf meiner Webseite anzusehen. Ich habe sogar eine Fanseite auf Facebook.

geschrieben von lgs_saopaulo, übersetzt von wolkers

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