Die 10 Goldenen Regeln von Lomography - Die Herausforderung (erster Teil)

Anlässlich zum heurigen Film Photography Day am 12. April, haben wir einige unserer talentierten, um den Globus verteilten Lomograph:innen eine ganz besondere Aufgabe zugeteilt: eine Rolle Film in Anlehnung an eine der 10 goldenen Regeln von Lomography zu verschießen. Die Resultate dieses Experiments haben die Teilnehmer:innen in ihren LomoHomes unter dem Hashtag #goldenrulechallenge mit uns geteilt. Wie nicht anders von unserer Community zu erwarten war, sind dabei wunderbar eigensinnige, überraschende und originelle Aufnahmen entstanden, die wir euch hier nicht länger vorenthalten wollen.

Von: chaucharliechau, gaz & niklaswag

Regel #1 - Nimm deine Kamera überall hin mit

Die erste der goldenen Regeln haben wir Lomograph:innen @CORINNE-CAMIADE aus Frankreich und @GAZ aus dem Vereinigten Königreich zugeteilt. Die Resultate sind sehr unterschiedlich, aber beide übermitteln das Gefühl der Spontaneität, das mit dem Befolgen dieser Regeln einhergeht.

@CORINNE-CAMIADE's Fotos liefern intime Einblicke ins alltägliche Leben. Schnappschüße von Freunden mischen sich unter Aufnahmen von Essen, Haustieren und Ausflügen ans Meer.

Von: corinne-camiade
“Dieser goldenen Regel sollte eigentlich jeder ständig folgen [...] Ich hatte gar keine Zeit mir im Vorhinein über den Prozess Gedanken zu machen. Durch diese Aufgabe ist mir bewusst geworden, wie schwer es ist, die eigene Komfortzone zu verlassen. Sich dafür zu entscheiden, die Kamera rauszuholen und eine alltägliche Szene festzuhalten bzw. sich für ein bestimmtes Motiv zu entscheiden ist ein präziser und bindender Akt. Und sich dann noch gleichzeitig durchgehend an die goldene Regel zu halten, war schwerer als gedacht.“

@GAZ’s Bilder sind um einiges surrealer und beweisen, dass Experimente nicht immer durchdacht sein müssen. Er erzählt uns: “Ich habe mich zum Fotografieren für die Lomo LC-Wide im endlos Panorama-Modus entschieden, in dem alle Aufnahmen nahtlos ineinander übergehen, was zu wirklich coolen Resultaten geführt hat.”

Von: gaz

Diese Panoramen vermitteln instinktives, alltägliches Fotografieren und sind gleichzeitig unglaublich originell und spannend.

“Ich nehme meine Kamera eigentlich immer überall hin mit. Die LC-A+ oder LC-Wide sind klein genug, um sie immer in meiner Tasche verschwinden zu lassen. [. . .] Ich liebe es teil der Lomography Community zu sein. Als ich über cross-entwickelte Aufnahmen auf der Lomography Homepage gestolpert bin, war mir klar, das ist das, womit ich mich in Zukunft beschäftigen werde!“

Regel #2 – Verwende sie zu jeder Tages- und Nachtzeit

Massimiliano, AKA @FINASTERIDE ist ein 53-jähriger Krankenpfleger aus Ladispoli, einer Stadt an der Nordküste von Rom. Dieser Regel zu folgen, war nicht sonderlich schwer für ihn, da - wie er sagt - kombiniert mit Regel #1, das wohl die Regel ist, der er beim Fotografrieren ohnehin immer folgt.

“Ich habe meine Kamera immer in meiner Lomography Tasche dabei und immer, wenn mir was ins Auge fällt, schieße ich. Ich bin keinem speziellen Konzept bzw. Prozess gefolgt. Ich habe einfach beim Spazierengehen nach interessanten Motiven und gutem Licht gesucht.”
Von: finasteride
“Die Combo Sprocket Rocket und LomoChrome Purple Film ist fantastisch. Ich bin sehr froh, über die Resultate. Die Farben des Films verleihen den Aufnahmen eine ganz eigene Stimmung und das besondere Format der Sprocket Rocket erledigt den Rest.”

Regel #3 – Die Lomographie ist nicht Unterbrechung deines Alltags, sondern ein integraler Bestandteil desselben

Der spanische Fotograf @ALEX_PELLICER machte seine fotografischen ersten Schritte digital, bevor er dem Film verfiel. Reisen nach Kuba und New York haben seinen Stil sehr beeinflusst. "Street Fotografie hat mich immer mehr eingenommen und jetzt verlasse ich das Haus nie ohne eine meiner Kameras."

Seine Leidenschaft für Street Fotografie ist in den Ergebnissen unserer Challenge ganz klar zu spüren, es sind subtile und fesselnde Aufnahmen seiner Stadt.

“Die Idee war es, innerhalb einer Woche alle alltäglichen Szenen einzufangen, die meine Aufmerksamkeit verlangten; Spaziergänge durch die Stadt, Museums- und Shopbesuche und die Feierlichkeiten zur Heiligen Woche, in der Katholiken ihre Heiligen durch die Straßen tragen.”
“Die Fotos sind zwar unzusammenhängend [. . .] aber mit einigen der Straßenszenen bin ich sehr zufrieden. Ich bin auch positiv überrascht über einige der Fotos, die im Origami Museum entstanden sind, sehr experimentell und abstrakt.”

Regel #4 - Übe den Schuss aus der Hüfte

“"Übe den Schuss aus der Hüfte" bedeutet für mich nicht nachzudenken, bevor ich auslöse. Im Vergleich zu bedachteren Shootings, müssen diese Fotos weder gut ausgeleuchtet noch perfekt in Szene gesetzt sein. Sie müssen nur den Moment einfangen. Was meiner Meinung nach zu den größten Stärken der Fotografie zählt.”

Dieser spielerische Ansatz verleiht @NIKLASWAG's Fotos eine jugendliche Energie und Leichtigkeit. Kombiniert man diesen Ansatz dann mit einem Schwarzweißfilm, entstehen ganz besonders aufregende Resultate.

Von: niklaswag
“Das Konzept war einfach meine kleine Point&Shoot Kamera überall hin mitzunehmen und nicht jeden Shot zu überdenken. Ich habe meine Freunde und meinen Alltag festgehalten und ein paar Fotos "behind the scenes" bei einem meiner Shootings gemacht.”
“Ich liebe die Ergebnisse! Weil ich einen kleinen Fehler gemacht habe, ist die ganze Filmrolle überbelichtet, aber ich finde das war eher ein glücklicher Zufall. Wenn das mit einem Mittelformatfilm bei einem ordentlichen Shooting passiert wäre, wäre ich enttäuscht gewesen. Aber wenn es darum geht aus der Hüfte zu schießen, gibt es auch keine wirklichen Fehler, solange man den Moment einfängt.”

Regel #5 - Nähere dich den Objekten deiner Lomographischen Begierde so weit wie möglich!

Hong Kong ansässige Fotografin @CHAUCHARLIECHAU hat eine starke Vorliebe für die zehn goldenen Regeln von Lomography. Besonders Regel Nummer 6 "Don't think." und Regel Nummer 8 "Du musst nicht im Vorhinein wissen, was dabei heraus kommt." haben es ihr angetan. “Die Fotos, die ich mag, entstehen immer zufällig.”

Von: chaucharliechau
“Diesmal habe ich mich an Regel Nummer 5 "Nähere dich den Objekten deiner Lomographischen Begierde so weit wie möglich" gehalten. Diese goldene Regel hat mir neue Perspektiven eröffnet, weil beim Fotografieren von kleinen Objekten aus Winkeln geschossen habe, aus denen ich normalerweise nicht fotografieren würde. Dabei sind wunderschöne Fotos entstanden.”
“Ich bin sehr zufrieden mit den Resultaten! Ich war sehr von ihnen überrascht, weil ich selten so nah an meine Motive rangehe. Es fühlt sich ganz anders an, wenn man Dinge ganz aus der Nähe sieht.”

Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben! Wenn du mehr von den Resultaten sehen willst, besuche die LomoHomes der Teilnehmer:innen.
Welche ist deine Lieblingsregel der 10 goldenen Regeln von Lomography? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

geschrieben von alexgray am 2022-05-23 in #Kultur #Menschen

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