[NSFW] Niklas Wagenbrenner auf den Spuren der analogen Porträtfotografie

Analoge Portraitfotografie und Familienerbstücke. Wir haben uns mit Niklas Wagenbrenner über seinen Zugang zur Fotografie und seine Eindrücke vom Schießen mit einigen unserer liebsten Filme unterhalten.

© Niklas Wagenbrenner mit Color Negative 800

Hi Niklas und willkommen im Lomography Magazin! Kannst du uns ein bisschen von dir und über dich erzählen?

Hello! Super cool, dass ich hier sein darf! Ich komme aus der Mitte Deutschlands aus einem kleinen Dorf und studiere aktuell in Fulda „digitale Medien“. Ich bin selbstständig als Fotograf, mache aber eigentlich alles, was mit Pixeln, Filmen, und Fotos zu tun hat. Wenn das Wetter passt, trifft man mich im Skatepark, ansonsten im Fotostudio (aka mein Dachboden).

© Niklas Wagenbrenner mit Color Negative 800

Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Ich habe 2011 - ganz typisch - meinem großen Bruder eine Spiegelreflexkamera nachgekauft. Diese habe ich dann mehr und mehr verwendet und bin so circa 2016 zu ersten klitzekleinen Aufträgen gekommen. 2018 habe ich dann Papas alten Kameraschrank gefunden und dadurch mit analoger Fotografie angefangen.

Wie würdest du deinen Fotografie-Stil beschreiben? Wer oder was inspiriert dich dabei?

Mittlerweile habe ich mich sehr in der Conceptual Portrait Photography wiedergefunden. Von ganz simplen Headshots in der Natur bis zu aufwendigen Sets im Studio ist alles dabei.

Kannst du etwas aus dem Nähkästchen plaudern, auf was für spannende Projekte man sich in Zukunft von dir freuen darf?

Gerade arbeite ich an einem Print Editorial für eine Uni-Abgabe. Darin geht’s natürlich um Fotografie und ich plane, dieses auch in kleiner Auflage zu releasen. Ansonsten will ich dieses Jahr (solange es die Situation zulässt) mal wieder mehr reisen, vor allem Großstädte haben es mir angetan.

© Niklas Wagenbrenner mit Metropolis 120

Welches ist dein Lieblingsbild vom Shooting?

Hier gefällt mir das Studiobild von Celeste am besten, aber auch die Doppelbelichtung ist super cool geworden, auch wenn diese nicht beabsichtig war.

Was gefällt dir an der Mittelformatfotografie?

Ich shoote mit einer Yashica-A aus den 50ern von meiner Oma, deshalb hat das schonmal einen kleinen emotionaleren Wert für mich. Da auf dem Mittelformatfilm noch weniger Bilder drauf passen und ich bei dieser Kamera alles komplett manuell einstellen muss (und auch immer dran denken muss, den Film passend weiter zu spulen), komme ich noch mehr zur Ruhe und drücke nur sehr überlegt ab. Außerdem sind die Details, die bei 120 rauskommen, im Vergleich zu 35 mm immer wieder sehr überwältigend.

Was war deine Idee hinter der Location / Models bei dieser Fotoserie?

Ich war über Silvester in Berlin wollte den Film unbedingt dort shooten. Es ergab sich ein Editorial Shooting mit Celeste und weitere Street Photography Fotos in einem alten Stadtteil Berlins, wozu der Film meiner Meinung auch sehr gut passt. Die Fotos mit Celeste sind stilistisch einfache Studioportraits mit einem maskulinen Touch.

Hast du mit verschiedenen ISO Werten experimentiert?

Nein, ich habe immer die Einstellungen immer auf ISO 400 angepasst, das hat auch super funktioniert.

© Niklas Wagenbrenner mit Color Negative 800 120

Welches ist dein Lieblingsbild vom Shooting?

Mit dem CN 800 120 habe ich ein Akt-Shooting mit Max gemacht. Hier gefällt mir das Foto mit der Kamera sehr, aber auch mit der Doppelbelichtung bin ich super zufrieden.

Wen würdest du gerne mal mit diesem Film ablichten?

Ein Studio-Shooting mit Sarah wäre sehr cool! Sie ist schon länger eine große Inspiration für mich und shootet auch viel ISO 800 Filme.

Hast du zuvor schon mit ISO 800 fotografiert? Was gefällt dir daran? Wie waren deine Erfahrungen?

Nur auf 35 mm habe ich bisher den CN 800 fotografiert. Ich liebe es, dass man damit etwas mehr „einfach drauf los“ shooten kann, da ISO 800 nicht so viel Licht braucht. Auch für Point & Shoot Kameras mag ich diesen Film sehr. Vor allem für Indoor Situationen macht die höhere ISO Sinn und ich bin auch echt sehr zufrieden mit den Ergebnissen.


Wir danken Niklas für dieses Interview für das Magazin. Wenn du mehr von ihm sehen willst, folge ihm auf Instagram .

geschrieben von Kathi am 2022-02-22 in #Ausrüstung

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