Raven.Graphy mit dem Berlin Kino in Hamburg

Marleen aka Raven.Graphy hat die Seiten gewechselt - einst vor der Kamera, findet man sie jetzt dahinter. Sie hat für uns den wunderbar stimmungsvollen Berlin Kino B&W Film in der Hansestadt getestet.

© Raven.Graphy

Hi Marleen und willkommen im Lomography Magazin! Kannst du uns ein bisschen von dir und über dich erzählen?

Vielen lieben Dank, ich freue mich über unsere Zusammenarbeit! Ich bin 37 Jahre alt und lebe zusammen mit meinen zwei wundervollen Katern in der Hansestadt Hamburg, nun schon seit 13 Jahren. Ich liebe visuelle Sachen wie Filme, Kunst, Natur – alles Schöne in seiner eigenen Form fasziniert mich. Darin könnte ich wirklich versinken. Ich übe einen kreativen Beruf aus und mache nebenberuflich eine Ausbildung im Foto- und Mediendesign.

Wie bist du zur Fotografie gekommen? Bist du eher klassisch schon quasi schon mit der Kamera in der Hand auf die Welt gekommen ist oder hast du erst später im Leben gefallen daran gefunden?

Ich stand selbst viele Jahre vor der Kamera und habe dadurch tolle Kontakte geknüpft. So kam es auch, dass ein Fotograf mich zur analogen Fotografie gebracht hatte. Mir war klar, dass ich selbst fotografieren möchte, aber die digitale Fotografie nicht das Richtige für mich war. Er bot mir an, seine Kamera zeitweise auszuleihen (eine Kowa Six) und kurze Zeit danach habe ich sie ihm schon abgekauft. Nach den ersten Gehversuchen und Entwicklungen im Drogerie Markt, habe ich nun – so denke ich zumindest – meinen Look und meinen Qualitätsanspruch gefunden.

© Raven.Graphy

Wie würdest du deinen Fotografie-Stil beschreiben? Wer oder was inspiriert dich dabei?

Ein Freund sagte mal, dass man das Gefühl hat, man blicke durch meine Augen und es wäre der Moment des Blinzelns indem so ein Foto entstehe – man würde den intimen Moment zwischen dem Modell und mir spüren können. Ich würde schon auch sagen, dass meine Fotos nah an der Persönlichkeit des Menschen sind, den ich portraitiere. Ich bin immer auf der Suche nach Licht und wie es sich auf dem Körper oder dem Gesicht formt. Was mich inspiriert und was sich sicherlich (hoffentlich) in meiner Fotografie zeigt, sind Einflüsse von alten Fotografien, alte Geschichten, Vintage Looks und Styles aus den 1940er Jahren und früher, meine französischen Wurzeln mütterlicherseits und natürlich der Mensch, der vor meiner Kamera sitzt.

Was darf für dich bei keinem Shooting fehlen?

Meine Prismen und Musik.

© Raven.Graphy

Wie waren deine Erfahrungen mit dem Berlin Kino 35 mm?

Da ich ausschließlich mit vorhandenem Licht arbeite, habe ich den Film jahreszeit-bedingt zur dunkleren Tageszeit eingelegt, bei einem der Shootings aber auch etwas Tageslicht einfangen können. Hierfür eignet er sich wirklich richtig gut, ich bin begeistert über die Graustufen, die beim Tageslicht so schön herauskommen. Das Korn und die tollen Grauabstufungen, erinnern mich enorm an einen Retro Look – vielleicht sogar ein bisschen an Zeitungsfotos. Bei den Fotos, die im Dunkeln entstanden sind, gefallen mir die wirklich schwarzen Tiefen und die Grauabstufungen in den Lichtern. Ich habe hierfür den Film auf ISO 800 gepusht. Leider gab es hier vermehrt Bilder, die ich aussortieren musste – für Nachtfotografie würde ich den Film eher nicht nochmal einsetzen. Bei Tageslicht ist er aber wirklich toll, vor allem, wenn man einen Retro Look sucht und das Korn mag.

Welches ist dein Lieblingsbild vom Shooting?

Es gibt mehrere Lieblingsbilder, aber die Tageslicht Reihe finde ich wirklich toll. Da hat einfach alles gepasst und ich fühle mich in eine andere Zeit versetzt.

© Raven.Graphy

Was ist dein Soundtrack zum Shooting?

Wenn ich den Reihen einen Musiktitel zuordnen müsste, würde ich mich wahrscheinlich so entscheiden: Nachtbilder: Heartbeats – José González, Tageslichtreihe: La Javanaise – Madeleine Peyroux.

Kannst du etwas aus dem Nähkästchen plaudern, auf was für spannende Projekte man sich in der Zukunft freuen darf?

Aktuell habe ich noch Cinestill Rollen für meine Mittelformat (Kowa Six) hier liegen. Ein Motiv habe ich noch nicht dazu, aber das kommt, wenn ich weiß, welchen Menschen ich dazu fotografiere möchte. Als nächstes auf meiner Einkaufsliste ist dann der Lomo 400 für die hoffentlich bald heller werdenden Tage – einer meiner Lieblingsfarbfilme für meine Mittelformatkamera, damit habe ich echt schon richtig tolle Bilder gemacht – die Farben sind der Oberknaller. Sieht also nach etwas Farbe für mein Feed aus!

© Raven.Graphy

Vielen Dank Marleen, für diesen wunderbaren Einblick! Wenn du mehr von ihr sehen willst, dann folge ihr auf Instagram!

geschrieben von Kathi am 2022-04-15 in #Ausrüstung #Menschen #Orte #analog #hamburg #schwarz-weiss-fotografie

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