Eine etwas andere Aussicht

Man muss nicht unbedingt durchs Fenster schauen, um die Welt draußen zu betrachten. Wenn Du passend zum Tag der Pinholefotografie (am 25. April - schreib es Dir am Besten gleich auf!) mal eine etwas andere Sichtweise ausprobieren willst, lernst du in diesem Artikel wie Du Dein zu Hause in eine riesige Camera Obscura verwandelst!

Miriel

Was ist eine Camera Obscura?

Eine Camera obscura ist im Grunde ein dunkler Raum, in den nur durch ein kleines Loch Licht dringt - oder einfach eine sehr große Lochkamera. Sie wird oft als Metapher für die menschliche Wahrnehmung, aber auch für die Herstellung von Bildern verwendet. Das technische Prinzip der Camera Obscura war schon in der Antike bekannt, wurde aber erst in der Renaissance zur Bildherstellung eingesetzt. Auch Leonardo Da Vinci kannte die Camera Obscura und stellte an ihrem Prinzip die Funktion des Auges dar.

Miriel

Material

  • Klebeband, am besten schwarzes Isolierband
  • dicke, schwarze Müllbeutel
  • stabiler Pappkarton, idealerweise schwarz
  • eine Schere
  • ein Zimmer mit einer Aussicht - funktioniert am besten in einem kleinen aber hellen Raum mit einem Fenster, einer gut schließenden Tür und einer weißen Wand gegenüber dem Fenster (hast Du keine weiße Wand, kannst Du auch ein helles Stück Stoff wie ein Bettlaken aufhängen)
Miriel

Anleitung

1. Schichte die Müllbeutel doppelt oder 3-fach übereinander, je nachdem wie dick sie sind. Du solltest nur sicher gehen, dass kein Licht durchkommt. Schneide dann ein Loch mit einem Durchmesser von 5 cm in die Mitte eines dieser Pakete. Daraus wird später Dein Pinhole.

2. Klebe nun die Müllbeutel ans Fenster und dichte sie mit schwarzem Isolierband ab, sodass kein Licht einfällt außer an Deinem Pinhole-Ausschnitt.

Schneide den Pappkarton in Stücke, die groß genug sind um das Loch im Müllbeutel zu verdecken. In diese schneidest Du dann wiederum unterschiedlich große Löcher so erstellst Du verschiedene Pinhole-Masken!

3. Bedecke das Loch im Fenster mit einer Pinhole-Maske. Probiere die unterschiedlichen Masken aus, um zu sehen welche am besten für dein Zimmer funktioniert. Je größer das Loch, desto heller das Bild, welches aber unscharf sein wird.

4. Wenn du dich für eine der Masken entschieden hast, kannst Du sie am Loch festkleben und das Zimmer auf weitere kleine Lichtquellen überprüfen (zB.: Schlüssellöcher,…) und diese abdecken. Um die Tür abzudichten reicht ein Stück Stoff meist aus (dann musst Du kein Isolierband verwenden ;-))

Miriel

In den ersten Minuten wird man vielleicht fast nichts sehen können. Sobald sich Deine Augen an die Lichtverhältnisse gewöhnt haben, wird ein auf dem Kopf stehendes Panorama an der Wand sichtbar. Genieße einfach die schöne Aussicht und mach mit Stativ und Kabelauslöser ein paar Fotos. Wir sind schon gespannt was Du zauberst - teile Deine Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!

Miriel

geschrieben von miriel am 2021-04-27 in #Ausrüstung #tutorials

Mehr interessante Artikel