Rolle Nummer eins - der Color Negative 100 120er Format von Ilias

Ilias zog vor 4 Jahren von Athen nach Wien, um Verfahrenstechnik an der TU Wien zu studieren. Als er das erste Mal nach Wien zog, besaß er eine billige Digitalkamera, um die Grundlagen der Fotografie zu erlernen, merkte aber bald, dass er sein Herz an die Fotografie verloren hatte. Später entdeckte er die analoge Fotografie und kaufte sich erst vor kurzem seine erste Mittelformatkamera. In diesem Artikel erzählt Ilias von den Serien, die er mit seinem ersten 120er-Film, einem Lomography Color Negative 100 , aufgenommen hat, und von seinen Gedanken über Fotografie und den Film.

© Ilias | Lomography Color Negative 100

Warum hast Du angefangen, analog zu fotografieren? Was macht den analogen Charme für Dich aus?

Nachdem ich meine gesamten Ersparnisse in eine Digitalkamera investiert hatte, war die analoge Fotografie für mich anfangs nicht wirklich von Bedeutung. Das änderte sich im Sommer 2020, als ich anfing, mit einigen Freunden abzuhängen, die analog fotografierten. Für mich eröffnete sich dadurch eine völlig neue Welt. Ich konnte nicht glauben, dass die Ästhetik, die ich mit viel Bearbeitung zu replizieren versucht hatte, so einfach auf eine noch authentischere Art zu erreichen war. Glücklicherweise besaß meine Familie einige alte analoge Kameras und so beschloss ich, es analog zu versuchen. Ich schoss meine erste Filmrolle mit einer Leica M2 in Athen. Alles war so anders, als ich es gewohnt war, alles war manuell, und die Kamera hatte nicht einmal einen Belichtungsmesser. Als ich die Scans von meinem Labor zurückbekam, war ich erstaunt. Wie konnte eine Kamera aus dem Jahr 1957 so großartige Ergebnisse liefern und das einzigartige athenische Licht auf eine Art und Weise einfangen, wie ich es nie zuvor gekonnt hatte. Das war der Moment, in dem ich süchtig wurde. Seitdem fotografiere ich fast ausschließlich analog.

© Ilias | Lomography Color Negative 100

Welche Ausrüstung benutzt Du?

Ich habe meine analoge Reise mit zwei fantastischen Kameras begonnen, einer Leica M2 und einer Nikon FM2, aber wie fast jeder in der analogen Community habe ich schnell angefangen, mich nach neuen Kameras umzusehen. Mein erster Kauf war eine Canon AF35M, die man leicht mit sich herumtragen konnte, um einige spontane und intime Momente mit Freunden und Familie mit der Stimmung einzufangen, die nur eine analoge Point-and-Shoot bieten kann. Nachdem ich mehrere Rollen 35-mm-Film aufgenommen hatte, begann ich über das Mittelformat nachzudenken. Obwohl die Glätte, die Klarheit, die genaue Farbwiedergabe und die geringe Schärfentiefe für sich sprechen, ist der Preis sowohl für Mittelformatkameras als auch die Kosten pro Bild deutlich höher. Trotzdem fing ich an, auf Gebrauchtkameraseiten nach einer Kamera zu suchen, mit der ich Mittelformataufnahmen machen konnte, ohne ein Vermögen ausgeben zu müssen. Nach ein paar Wochen fand ich eine Franka Solida von 1950 in hervorragendem Zustand und konnte einfach nicht widerstehen.

© Ilias | Lomography Color Negative 100

Warum hast Du Dich für den CN 100 entschieden? Was gefällt Dir daran besonders?

Nachdem ich die Mittelformatkamera gekauft hatte, musste ich mich für meine erste Filmrolle entscheiden und das ist eine schwierige Entscheidung. Obwohl die riesige Auswahl, die es vor ein paar Jahren noch gab, nicht mehr verfügbar ist, ist es für mich persönlich immer noch ein komplizierter Prozess, zu entscheiden, welchen Film ich in meine Kamera einlegen soll. Da ich wusste, dass ich die gesamte Rolle in einer sehr farbenfrohen Umgebung aufnehmen würde, habe ich Schwarzweißfilme sofort ausgeschlossen. Da ich versuche, sehr bewusst mit meinen Fotos umzugehen, begann ich, mir die Arbeiten anderer Fotografen anzusehen und mir vorzustellen, ob ein bestimmter Film das wiedergeben könnte, was ich mir vorstellte. Nach einigen Recherchen kam ich zu dem Schluss, dass der Lomography CN 100 genau das war, wonach ich gesucht hatte. Akkurate Farbwiedergabe, pastellartige Töne und ein beeindruckender Dynamikumfang zu einem Preis, der einfach unschlagbar ist.

© Ilias | Lomography Color Negative 100

Kannst Du uns ein wenig über die Fotografien erzählen? Wie entscheidest Du Dich für ein Motiv?

Wenn man analog fotografiert, muss man sehr wählerisch sein, was man fotografiert, da die Anzahl der Bilder begrenzt ist. Deshalb nehme ich mir gerne Zeit, bevor ich ein Foto aufnehme. Für mich ist das eine Art meditative Übung. Ich wähle mein Motiv nach dem Gefühl aus, das es mir vermittelt. Jedes Bild ist etwas, das ich persönlich als ästhetisch ansprechend empfinde und versuche, es auf die bestmögliche Weise einzufangen. Natürlich ist das Ergebnis nicht immer das, was ich mir vorstelle, wenn ich auf den Auslöser drücke, aber genau das macht die analoge Fotografie so spannend und voller Überraschungen.

© Ilias | Lomography Color Negative 100

Hast Du ein Lieblingsbild aus dieser Serie? Wenn ja, warum magst du es besonders?

Mein Lieblingsfoto auf dieser Serie ist dasjenige mit dem Tor. Für mich vereint dieses Foto alles, was ich an der analogen Fotografie und der Fotografie im Allgemeinen liebe, in einem Bild. Die bläulichen Farben, der Orangeton des Tores und der klare Himmel geben mir ein warmes Gefühl der Gelassenheit. Insbesondere das Zusammenspiel von Licht und Schatten und die Textur der Wand hat diesen gewissen ästhetischen Effekt, den nur analog erzeugen kann, und deshalb liebe ich dieses Foto.

© Ilias | Lomography Color Negative 100

Vielen Dank an Ilias für das Teilen seiner Arbeit und Gedanken mit uns! Schau auf seinem Instagram vorbei und lass ein bisschen Liebe da! Und wenn Du vom Look des Color Negative 100 begeistert bist, solltest Du in unserem Online Shop vorbeischauen.

geschrieben von alinaxeniatroniarsky am 2021-03-30 in #Ausrüstung #Menschen

Erwähntes Produkt

Lomography Color Negative 100

Lomography Color Negative 100

Der Lomography Color Negative 100 35mm Film liebt das Sonnenlicht! Freu dich auf lebendige Farben und gestochen scharfe Bilder!

Mehr interessante Artikel