Wurstelprater - ein Album von grunrader

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Communitymitglied Gerald, aka grunrader , hat mit unserem Lomochrome Metropolis einen Ausflug in den Wiener Wurstelprater unternommen. Hier erzählt er von seiner Reise mit der analogen Fotografie und was seine Aufnahmen inspiriert.

Von: grunrader

Ich bin wahrscheinlich einer der älteren Lomografen - ich habe zuerst (vor mehr Jahrzehnten als mir lieb ist) mit einer Asahi Pentax ME Super zu fotografieren begonnen, schon damals meistens in Wien (wo ich aufgewachsen bin und noch immer lebe) und natürlich auf Reisen. Nach einigen Jahren habe ich mir dann eine Canon EOS 50 geleistet.

Von: grunrader

Irgendwie habe ich dann, so um 2000 herum, das Interesse am Fotografieren verloren und meine gesamte Ausrüstung verkauft. Die darauffolgenden Jahre habe ich eher halbherzig mit digitalen Point-and-Shoot Kameras herumgeknipst. Vor sechs oder sieben Jahren bin ich zufällig auf den Lomo-Store, den es damals auf der Wieden (dem vierten Wiener Bezirk) gab, gestoßen, bin so auf die Lomographische Gesellschaft aufmerksam geworden und habe auf diesem Weg wieder zum Fotografieren mit Film zurückgefunden.

Von: grunrader

Mich interessiert besonders, wie die Jahre und Jahrzehnte ihre Spuren in einer Stadt hinterlassen haben - das sind sowohl die großen Dinge (Bauten, die errichtet werden, irgendwann verfallen und schließlich abgerissen werden) als auch die Details, die man jeden Tag sieht, aber doch auch jeden Tag übersieht. Wenn ich Zeit finde, dann bin ich oft mit der Kamera zu Fuß unterwegs - da beschränke ich mich auf ein Objektiv (und einen Film) und versuche Motive zu finden, die eben zu dieser Brennweite und zu den Eigenschaften dieses Films passen.Obwohl ich nun auch recht viel digital fotografiere, finde ich die analoge Fotografie mit Filmen oft spannender. Die Ergebnisse sind nicht immer so wie ich es erwartet habe, aber mitunter besser als erhofft.

Von: grunrader

Im Prater (oder genauer gesagt, im Wurstelprater), der mein Motiv für diese Serie war, habe ich auch in der Vergangenheit immer wieder sehr unterschiedliche Motive gefunden - Bewegung und Statik, Licht und Farben, die technische Konstruktionen der Fahrgeschäfte. Im Album wollte ich die Farben eines sonnigen Wintertags und den menschenleeren Vergnügungspark an einem Wochentag im Lockdown einfangen.

Von: grunrader

Der grundsätzlich kühle Farbton und die gewisse Fahlheit der Farben des Lomochrome Metropolis waren dafür, denke ich, recht geeignet. Von den zeitgenössischen fotografischen Klassikern mag ich am ehesten William Eggleston und Martin Parr. Und wenn ich mir was wünschen darf: Eine Wiederauflage des LomoChrome Turquoise - das war ein toller Film, von dem ich mir ein paar Rollen in den Tiefkühlschrank hätte legen sollen!

Von: grunrader

Vielen Dank an Gerald, für diese wundervollen Aufnahmen und dass er seine Fotos und Gedanken mit uns geteilt hat! Schau in seinem LomoHome und im Album Wurstelprater vorbei um noch mehr seiner wundervollen Kreationen zu entdecken.
Falls Du Dich auch schon in den LomoChrome Metropolis verliebt hast, findest Du ihn hier in unserem online Shop!

geschrieben von alinaxeniatroniarsky am 2021-02-21 in #Ausrüstung #Menschen #Orte

Ein Kommentar

  1. candeeland
    candeeland ·

    @grunrader Super schöne Bilder! Deine Foto~Geschichte ist meiner sehr ähnlich, viel Spaß noch bei all deinen Lomo-Abenteuern.

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