Berlinportraits, eine Geschichte vom Suchen und Ausprobieren - von Sophie Makharadze

Sophie Makharadze ist Germanistikstudentin in Berlin. Ursprünglich aus Georgien stammend, zog sie vor drei Jahren in die pulsierende Stadt. Ihre Erfahrungen beim Kennenlernen Berlins und seiner Bewohner dokumentiert die 26-Jährige in ihrem analogen Portrait-Tagebuch. Sie fängt alle Arten von bunten Berlinern ein, egal welches Geschlecht oder Alter. Also lehn Dich zurück, lerne Sophie kennen und lass Dich von ihren Berlin-Portraits inspirieren.

© Sophie Makharadze

Hallo Sophie und willkommen im lomo Magazin! Wie hat deine Reise mit der Fotografie und speziell der analogen Fotografie begonnen?

Ich hatte eigentlich schon immer ein Interesse an der bildenden Kunst. Ich war von klein auf ein begeisterter Leser und habe Stunden damit verbracht, jedes Detail der reichhaltigen Illustrationen in meinen Bilderbüchern aufzusaugen. Meine Reise mit der Fotografie begann in der Highschool, als mir mein Vater meine erste Canon PowerShot SX 130 schenkte. In der Highschool und an der Universität wurde die Fotografie zu einer einfachen Möglichkeit, Punkte für den Kunstunterricht zu sammeln und Reisen zu dokumentieren. Später, als ich nach Berlin zog, traf ich viele interessante Leute und sie inspirierten mich, meine erste analoge Mittelformat-Filmkamera Mamyia 645 zu kaufen. Ich entdeckte, dass mir das Fotografieren mit Film sehr viel Spaß macht. Was ich an der analogen Fotografie am meisten mag, ist der Denkprozess, der zwischen dem Aufspulen eines Films und dem Drücken des Auslösers liegt.

© Sophie Makharadze

Welches Equipment hast Du für die Serie verwendet und warum?

Normalerweise benutze ich verschiedene Arten von Kameras und Objektiven, es hängt einfach davon ab, was für eine Art von Shooting es sein soll. Für diese Serie habe ich meine Lieblingskameras benutzt: Mamyia 645 (6cm x 4,5cm) Yashica Mat 124G (6cm x 6cm) und Canon 7 Messsucher mit Voigtländer 35mm F2 Ultron Objektiv. Mittelformat-Filmkameras haben ein weites Sichtfeld, die Negative bekommen einen schönen cremigen Hintergrund, scharfe Motive, wenig Korn und für die Streetporträtfotografie ist das alles, was ich brauche.

© Sophie Makharadze

Was ist die Inspiration hinter dieser Serie? Kannst Du uns einen Einblick geben, wie sie entstanden ist?

Klar! Menschen, Menschen haben mich inspiriert! Die Straßen von Berlin sind immer voll von faszinierenden Gesichtern, voller Individualität und kultureller Vielfalt. Ich erinnere mich, als ich zum ersten Mal nach Berlin zog, liebte ich es, mit der S-Bahn zu fahren. Sie ist praktisch, leicht zu benutzen, aber das Beste von allem, sie ist oft voll mit den unterschiedlichsten Menschen der Welt. Alle Größen, Altersgruppen, Stile und Ethnien, die man sich vorstellen kann. Ich wünschte, ich könnte sie fotografieren... Ich begann mit der Arbeit an dieser Serie letztes Jahr im Frühjahr, als die Pandemie in unser Leben trat. In dieser Zeit wurde die Fotografie für mich zu einem Weg, mit den Menschen in Kontakt zu bleiben. Ich habe angefangen, ein tägliches Fototagebuch über Menschen zu führen, die ich im Laufe des Tages getroffen habe. Jedes Portrait hat seine eigene kleine Small-Talk-Geschichte und diese Geschichten erzählen die Reise, wie ich die Berlin-Society kennen lernte.

Was ist Dein Lieblingsfoto aus der Serie?

So eine schwierige Frage, ich würde sagen, dieses hier, denn es war das erste aus dieser Serie und die Idee, diese Serie zu machen, kam mir, nachdem ich dieses Foto gemacht hatte.

© Sophie Makharadze

Last but not least: Hast Du ein paar Tipps/anregende Worte für unsere Leser?

Shoot and share, Probiere alles aus, was Du Dir in der Fotografie vorstellen kannst. Das Wichtigste ist der Prozess des Suchens und Ausprobierens.

© Sophie Makharadze

Vielen Dank an Sophie, dass sie ihre Geschichte und ihre Bilder mit uns geteilt hat! Schau Dir ihr Instagram an und lass ein bisschen Liebe da!

geschrieben von alinaxeniatroniarsky am 2021-02-19 in #Kultur #Menschen

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