Der Berlin Kino im Test bei Markus Iofcea

Fotograf, Youtuber und Zukunfts-Archäologe Markus Iofcea hat unseren Berlin Kino ISO 400 35 mm Film in seine Leica M6 gepackt und für einen Fotowalk mit seinen 35mm und 50mm Summicron Objektiven kombiniert. Lehn Dich zurück und lass Dich von seinen emotionalen Kreationen inspirieren!

© Markus Iofcea

Kannst Du uns ein bisschen von Dir erzählen? Wie bist Du zur analogen Fotografie gekommen? Was gefällt Dir daran besonders?

Ich bin beruflich Zukunfts-Archäologe und beschäftige mich tagsüber mit der Mitte des 21 Jahrhunderts und ergründe neue Herausforderungen und Möglichkeiten für die Gesellschaft der Zukunft. Fotografisch bin ich aber eher in der nostalgischen Ecke zu finden. Ich fotografiere sehr leidenschaftlich seit 2005 und habe damals digital angefangen. 2016 habe ich mir meine Leica M-D gekauft, eine digitale Leica ohne Bildschirm und habe so zum ersten Mal erlebt wie mich Fotografie entschleunigen kann, aber mich zeitgleich durch die starke Reduktion in der Funktionalität der Leica M-D sehr schnell macht - so habe ich mich in der Straßen-Fotografie wiedergefunden. Die Leica M-D hat mir den Weg in eine intuitive und emotionale Fotografie erleichtert. Eins führte zum anderen und so war der Weg zu meiner ersten analogen Kamera ein Kurzer. 2018 war es soweit und ich habe mir meine erste analoge Leica M6 gekauft. Mein neuester Zuwachs in der Analogfamilie war dieses Jahr eine Mamiya RZ67 und damit der Einstieg in das Mittelformat. Ich entwickle und scanne meine Fotos mittlerweile selbst.

© Markus Iofcea

Was bedeutet Analog-Fotografie für Dich?

Analoge Fotografie bedeutet für mich in erster Linie Emotion. Durch Auswahl des Films, der eigenen Entwicklung und das Scannen gibt mir die Analoge Fotografie eine große Freiheit und Flexibilität. Durch Sie habe ich nicht das Gefühl einen Computer kompensieren zu müssen, sondern darf selbst entscheiden wie ich das Fotomotiv einfangen und interpretieren möchte.

Wie waren Deine Erfahrungen mit dem Berlin Kino ISO 400 35 mm Film? Wie fandest Du ihn im Vergleich zu anderen B&W Filmen?

Der Film ist relativ flach und deshalb vielseitig in der Nachbearbeitung. Das Korn ist relative grob im Vergleich zu vielen anderen ISO 400 B&W Filmen und an manchen Stellen habe ich Kratzer und Streifen in den Negativen gefunden.

© Markus Iofcea

Was war die Idee hinter der Serie? Hatte der Film Einfluss darauf?

Da ich in dieser Serie den Film das erste Mal geschossen habe, habe ich am Anfang relativ neutrales Licht gewählt um den dynamischen Umfang zu testen. Gegen später habe ich mich an größere Kontraste gewagt um hier zu sehen, wie gut der Film die Highlights und Schatten halten kann. Mein Genre ist die Straßenfotografie und deshalb war auch diesmal ein Fotowalk selbstverständlich.

In Seinem Youtube-Video kannst Du den Ganzen Fotowalk mitverfolgen und noch mehr der dabei entstandenen Fotografien sehen:

Tipps und Tricks für zukünftige Berlin Kino ISO 400 35 mm Film Nutzer?

Da der Film vom Korn her relativ grob ist wäre mein Tipp Motive zu suchen, die zeitlos und klassisch sind. Motive, wo die Zeit keine Rolle spielt und die die 1960er Jahre widerspiegeln oder retrofuturistische Motive. Der Film gibt einen schönen, nostalgischen Look.

© Markus Iofcea

Hast Du ein paar inspirierende Worte für unsere Leser?

Ich halte es hier einfach mit Elliott Erwitt: „All the technique in the world doesn’t compensate for the inability to notice.“


Vielen Dank an Markus für die eindrucksvollen Fotografien und seine Meinung zum Berlin Kino ISO 400 35 mm Film! Folge Ihm auf Instagram und schau auf seinem Youtube-Kanal vorbei um keine seiner Arbeiten zu verpassen.

geschrieben von alinaxeniatroniarsky am 2020-11-22 in #Ausrüstung #Menschen #Videos

Mehr interessante Artikel