Wie Malerei auf Leinwand: Poetische Bilder von Leopoldine


Hier bei Lomography begegnen wir immer mehr talentierten Fotografen die unsere experimentelle analoge Überzeugung teilen. Die Lomografin Leopoldine a.k.a. Mademoiselleo ist eine solche Künstlerin, die mit ihrer Kamera malt und den Menschen mit ihrer eigenen farbenfrohen, surrealen Interpretation neue Sichtweisen und Blickwinkel auf Objekte und Umgebungen eröffnet.

Von: mademoiselleo

Leopoldine ist mit Kameras aufgewachsen. Das erste Mal bekam sie eine Kamera in die Hände, als sie sieben Jahre alt war und mit ihrer Großmutter auf ein Boot ging, um Delfine zu sehen. Leopoldine erinnerte sich an die liebevolle Erinnerung, zum ersten Mal ein Foto machen zu wollen, das sie so sehr wollte:

"Ich habe sie buchstäblich angefleht, mich fotografieren zu lassen. Mein Moment kam, als zwei Delfine direkt vor mich sprangen. Leider waren sie nicht nah genug, um einen schönes Ergebnis auf dem Film zu haben. Aber ich erinnere mich an den Rausch, es war ein unglaublicher Adrenalinschub!"

teilte Leopoldine. Ein paar Jahre später begann sie mit ihrem Fotografiestudium und machte sich sogar die Mühe, ihr Schlafzimmer in ein Filmlabor umzuwandeln. Leopoldine war der Fotografie bereits verfallen.

Von: mademoiselleo

Leopoldine sieht die Welt durch ihre Linse auf eine einzigartige, farbenfrohe und surreale Art, die reflektiert, wer sie ist und wie sie durch Licht, Farbtöne und Formen Geschichten vermitteln will. Sie nähert sich ihrem Handwerk zwischen Schärfe und Verspieltheit, das Foto selbst gleicht einem Puzzle, bei dem Leopoldine Elemente im Bild anordnet und neu arrangiert. Das zeigen vor allem ihre Kompositionen mit Mehrfachbelichtung, mit der Farbe und in ihrem geschickten Einsatz von Bokeh.

Die Lomografin ist inspiriert von Fotografen wie Alessio Albi, Arnaud Ele, Camille Sanson, Jeremy Everett, Steven Pippin, Wolfgang Tillmans, Sofia Coppola, Marcel Veldman, Hugh Holland, Akatre, Ugur Basaran, Ieva Saudargaite, Maria Maglionico, Julia Römer, Laurent Castellani.

"Ich mag es, Dinge zu fotografieren, die man mit bloßen Augen nicht sehen kann und Texturen im Allgemeinen. Ich konzentriere mich gerne auf ein einziges Motiv, um eine klare Komposition zu haben, ich halte sie einfach und füge ihr einen Hauch von Phantasie hinzu. Ich liebe gesättigte Farben wirklich, aber ich möchte nicht, dass die Komposition überladen wird. Also organisiere ich, um die perfekte Balance zwischen Formen und Farben zu finden. Auch das ist Teil meiner Persönlichkeit, ich möchte, dass alles seine Ordnung hat!"
Von: mademoiselleo

Leopoldine interessiert sich auch für alternative Fotografie, insbesondere für Cyanotypie. Sie erwähnte, dass eine der Herausforderungen, wenn man von Natur aus experimentell ist, die Qualitätskontrolle und der Aufwand für die Übereinstimmung mit dem Ergebnis ihrer Experimente ist. Nichtsdestotrotz glaubt sie, dass nichts verschwendet wird, solange die Arbeit aus Liebe und Leidenschaft getan wird. Selbstbewusst zu sein, würde vielen Lomographen helfen, mutiger und kühner mit ihrer Fotografie umzugehen.

"Tu, was du liebst. Trotz allem. Das ist das Wichtigste. Diese Bilder werden Erinnerungen an Dein Leben sein. Es muss etwas sein, an das Du Dich genauso gut erinnern wirst. Wenn Du tiefer gehen möchtest, sei neugierig, lass Dich von der Arbeit anderer inspirieren und höre nie auf zu lernen. Umgebe Dich mit positiven Menschen, die Dich immer antreiben. Dieser Rat ist für mich der Schlüssel zu einem blühenden Künstler."

Eine weitere Sache, die Leopoldine wichtig ist, ist eine Beziehung zu ihrem Partner aufzubauen - ihrer Kamera.

"Meine nächste Herausforderung wird sein, einen neuen Kamera-Partner zu finden. Der Körper meiner Kamera stirbt, weil das Plastik zu alt wird. Es ist nie leicht, seine erste Liebe zu ersetzen, aber ich versuche, es als eine Gelegenheit zu sehen, meine Ausrüstung zu verbessern!
Von: mademoiselleo

Anfang dieses Jahres nahm sich Leopoldine nach Abschluss ihres Studiums ein Jahr frei, um zu reisen und Orte außerhalb Europas zu besuchen. Die Quarantäne wurde jedoch an dem Tag bekannt gegeben, an dem sie ihren Flug buchen sollte. In letzter Zeit konzentriert sich Leopoldine auf ihr digitales Kunstwerk, da die Pandemie andauert. "Man passt sich an, um etwas Gutes aus diesem Chaos zu machen... Außerdem, unsere Welt in so viel Schmerz zu sehen, zu wissen, dass wir nichts tun können, macht mich wirklich traurig!"

Sie plant, alle ihre Projekte abzuschließen und arbeitet an ihrer Website. Sie lernt auch mehr über Drucktechniken, bevor sie sich in die Porträtfotografie stürzt.


Weitere Informationen über Leopoldines Arbeit findest Du auf ihrer Website und in ihrem LomoHome.

geschrieben von cielsan am 2020-11-14 in #Menschen

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