Mike Walrond's Blumenportraits auf LomoChrome Metropolis

Die Isolation zwang uns Fotografen, in Innenräume und in uns selbst zu suchen, um zu schaffen. Eine Herausforderung, aber keine unmögliche Mission, besonders für den in San Diego ansässigen Fotografen Mike Walrond. Seine frühere Gefangenenlager-Serie "5.000 Miles Away: A Facetime Film Series" verwischte die Grenzen zwischen digital und analog und erforschte die neue Norm der Entfernung und der Fernverbindungen. Mit unserem "LomoChrome Metropolis"-Filmen:https://shop.lomography.com/en/films/lomochrome-film/lomochrome-metropolis-film-35mm-5pack und anderen Sofortbild- und Kleinbildfilmen nahm er nun Stillleben auf, behielt seinen Portraitstil aber bei.

"Die COVID-Quarantäne war in vollem Gange, und ich wurde verrückt, weil ich nicht in der Lage war, Porträts von Menschen zu schießen. Eines Tages hatte ich eine Offenbarung und dachte daran, Blumen auf dieselbe Weise zu fotografieren, wie ich Portraits von Menschen fotografiere.

Wir sprachen mit Mike über seine Blumenporträts und darüber, was es bedeutet, in einer Zeit der Einsamkeit und Enge kreativ zu sein.

©Mike Walrond

Willkommen im LomoMagazin! Kannst Du uns ein bisschen über Dich und Deine Arbeit erzählen?

Ich habe eher zufällig mit dem Fotografieren angefangen. Ich mochte dieses Medium eigentlich gar nicht, weil es in der Schule so schlecht vermittelt wurde. Vor drei jahren habe ich in LA an einem großen Projekt gearbeitet. Christopher Everett war der Creative Director und wir freundeten uns direkt an. Ich hab damals viel Grafikdesign und Editing gemacht und Christopher said "Hör auf die Fotos von anderen Leuten zu verwenden!" Kurz danach hat er mir eine Leica D-lux geschenkt. Seitdem ist es meine Mission, Fotos ohne Nachbearbeitung zu manipulieren.

©Mike Walrond

Was ist die Bedeutung hinter der Serie?

Hauptsächlich verkörpert die Serie meinen unstillbaren Drang kreativ zu arbeiten

Wie hast Du die belichtet?

Ich habe ein Stage Ape LED light verwendet, es beinhaltet das ganze Farbspektrum. Ich habe die Blumen in einer Vase auf einem schwarzen Podest vor weißem Hintergrund inszeniert.

©Mike Walrond

Warum hast Du Dich für analoge Fotografie und diese speziellen Filme entschieden?

Ich habe mich für analoge Fotografie entschieden, weil sonst nichts an diesen wundervoll hypnotischen Look ran kommt. Ich habe Kodak (Ektachrome) E100 (cross processed C41), Kodak Portra 160, Polaroid SX70, and Lomography Metropolis (shot at 100 ISO) verwendet, weil ich slide Film liebe und all diese Filme ähnliche Eigenschaften haben.

Obwohl Blumen für gewöhnlich eine bunte und frühliche Ausstrahlung haben, wirkt Deine Serie eher dunkel und mysteriös, Warum?

Schönheit ist für mich nicht das, was man auf den ersten Blick sieht. Man muss schon etwas graben, das Vertrauen eines Models gewinnen, um die wahre Schönheit des Subjektes auf ein Foto zu bannen. Die Schönheit der Natur ist mysteriös und durch meine eher dunkle Belichtung ergibt das einen dunklen, mysteriösen Vibe der auch super zu den Blumen passt.

Tripps und Tricks für Stilllebenanfänger?

Probiere verschiedene Winkel. Experimentiere und verlasse Deine Comfortzone!

©Mike Walrond

Folge Michael auf Instagram und schau auf seiner Website vorbei um keiner seiner Arbeiten zu verpassen.

geschrieben von tamarasaade am 2020-10-03 in #Ausrüstung #Menschen #tutorials

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