Traumlandschaften von Dora Kontha

Die unwiderstehliche Schönheit von Landschaften und die Unberechenbarkeit der analogen Fotografie treffen in Dora Kontha's Kreationen zusammen. Visuelle Kommunikation war schon immer ein großes Interesse der in Dänemark lebenden Filmfotografin, die oft an abgelegene Orte reist, um die rohe Schönheit der Natur in verschiedenen Filmformaten - 35 mm, Mittelformat und Sofortbild - einzufangen. "Ich verwende meine Bilder als Leinwand, um traumhafte Orte einzufangen und zu kreieren, an denen es schwierig ist, Realität und Traum, virtuelle und greifbare Umgebungen zu unterscheiden."

© Dora Kontha

Hi Dora. Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Alles begann, als ich vor einigen Jahren meine Hände auf die alte Praktika meiner Oma legte. Ich erinnere mich noch, wie fasziniert ich von dem Mechanismus dieser Kamera und dem ganzen Prozess der Filmentwicklung war. Mein Enthusiasmus und meine Aufregung sind heute noch genauso groß wie vor Jahren, wenn ich ein Foto mache. Die Herausforderung der analogen Fotografie besteht darin, das Ergebnis nicht sofort zu sehen und auch die Beschränkung auf eine bestimmte Bildmenge. Es dreht sich also alles um das Hier und Jetzt, da es keine Möglichkeit für Korrekturen oder zweite Aufnahmen gibt, aber es macht den Prozess authentisch, ehrlich und schön.

© Dora Kontha

Was bedeutet Fotografie für Dich?

Fotografie ist eine Form der Kommunikation, die es mir erlaubt, mich auf eine Weise auszudrücken, die kein anderes Medium bieten kann. Meine Fotografien sind Reflexionen meiner Visionen, Gefühle, Träume, Vorstellungen und meiner Umgebung. Der Entstehungsprozess eines Bildes verschafft mir gleichzeitig Erleichterung, Herausforderung, Unvorhersehbarkeit, Ruhe und Glück. Es ist wichtig für mich, dass ich mit meinen traditionellen Kameras in der Lage bin, besondere Momente, Orte, Emotionen und Menschen zu verewigen, damit sie für immer bei mir bleiben. 

Was magst Du an experimenteller und Landschaftsfotografie besonders?

Aus irgendeinem Grund habe ich mich schon immer zu abgelegenen, dramatischen und wilden Landschaften hingezogen gefühlt, daher konzentriert sich ein Teil meiner Arbeit auf raue, weite, offene Räume und die Form der unwirklichen Natur. Das Experimentieren war schon immer Teil meines Prozesses, und langsam begann ich auch Serien über innere Landschaften zu entwickeln.

© Dora Kontha

Welcher war bisher Dein Lieblingsort?

Alle Orte waren aus unterschiedlichen Gründen etwas Besonderes, aber die wohl abenteuerlichste Reise war die zum Li-Fluss in China. Als wir die ersten Karstberge aus den Zugfenstern sahen, war das ein Moment, den ich nie vergessen werde. Diese verträumten Landschaften sind völlig atemberaubend, und es fühlte sich wirklich wie in einer anderen Welt an. Trotz der Sprachbarriere gelang es uns, uns in der Region Yangshuo zurechtzufinden und die Gegend durch Wandern, Radfahren, Segeln und in einem Heißluftballon zu entdecken. Die Aussicht war völlig faszinierend.

© Dora Kontha

Wie beeinflusst die aktuelle globale Situation Dein kreatives Schaffen?

Dies sind seltsame, schwierige Zeiten, die wir alle durcherleben, und die Quarantäne kann für uns alle sehr unterschiedliche Dinge bedeuten. Ich persönlich schätze den Wert der Zeit viel mehr als je zuvor, und ich nutze sie, um mehr mit meinen Kameras zu experimentieren, neue fotografische Techniken zu erlernen, die Bücher zu lesen, die ich mir schon immer gewünscht habe, verschiedene alternative Verfahren auszuprobieren und an neuen Serien zu arbeiten. Das sind die Aktivitäten, die mir helfen, in diesen Monaten, in denen ich keine Zeit mit den Menschen verbringen kann, die ich liebe, konzentriert und positiv zu bleiben. 

© Dora Kontha

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2020-06-14 #Kultur #News #Menschen

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