Schwarz-Weiß-Fotos mit der LC-A+ von Garry Jones

Garry Jones, ein in Großbritannien ansässiger Fotograf, teilt mit uns seine Erfahrungen mit der LC-A+ und einigen Berliner Kino B&W Filmen.

Hey Garry, erzähl uns ein bisschen von dir?

Ich verbringe den größten Teil meiner Zeit damit, Dinge zu fotografieren, die mir am Herzen liegen, Livemusik und Skateboarden. In meinen zehn Jahren als Fotograf war meine Überzeugung, dass ich bessere Fotos produziere, wenn ich mich voll und ganz für das Thema begeistere. Ich habe das Glück, an einigen großartigen Projekten beteiligt zu sein und mit fantastischen Unternehmen zusammenzuarbeiten, die mir dabei helfen, meine Fotografie immer wieder in neue Richtungen zu lenken, von den größten und verrücktesten Festivals bis hin zu Plattenlabels, bei denen ich die Möglichkeit habe, Cover zu entwerfen. Momentan studiere ich auch für meinen Master in visueller Kommunikation an der Birmingham City University, wo ich wieder Zugang zu einer Dunkelkammer habe, die meine Liebe zur Filmfotografie neu entfacht hat. Als ich meinen Bachelor of Arts abschloss, war mir nicht klar, wie sehr mir die Möglichkeit fehlen würde, Filme zu entwickeln und zu drucken.

Wie bist du zum Fotografieren mit der LC-A+ gekommen?

Die LC-A + war so großartig, dass ich sie in der Tasche hatte, wenn ich meinem Alltag nachging. Diese kleine, kompakte 35-mm-Kamera gab mir die Gelegenheit, ein bisschen Freiheit zu haben und Fotos zu schießen, die nicht für einen Kunden bestimmt waren. Das Gefühl der Aufgeschlossenheit, das ich mal besaß, war für eine Weile verlorengegangen, wahrscheinlich nur, weil ich mich in einem Kundenauftrag so verwickelt hatte. Während meiner Zeit in Kanada oder in ganz Europa fotografiere ich gerne Schwarz-Weiß-Straßenfotos mit einem Weitwinkelobjektiv und bin sehr von einem meiner Lieblingsfotografen, Ed Templeton, inspiriert. Die LC-A + hat ein erstaunlich weites Objektiv, was bedeutet, dass man so ziemlich aus der Hüfte schießen und trotzdem großartige Ergebnisse erzielen kann. Ich konnte sie sehr schnell aus meiner Tasche ziehen und jedes interessante Ereignis festzuhalten, das sich vor meinen Augen abspielte. Ich muss zugeben, als ich die Kamera zum ersten Mal bekam, hatte ich mich auf das Erstellen einer großen Serie von Bildern von Konzertfotografien festgelegt, aber es wurde langsam mehr zu meiner alltäglichen Kamera, die ich an Orte mitnehmen würde, an wo ich sie einfach herausziehen und einfach tolle Bilder schießen konnte. Am Ende nahm ich sie mit zu einem eintägigen Rockfestival, einem Rave in London, zu Konzerten und ganz allgemein auf die Straßen. Es wurde für ein paar Wochen mehr zu einem visuellen Tagebuch meines täglichen Kommens und Gehens.

Photos: Garry Jones

Wie unterscheidet sich die Filmfotografie von der digitalen? Warum möchtest du weiterhin damit arbeiten?

Ich denke, jeder Fotograf spricht von dem langsameren, unterhaltsameren Prozess, den der Film mit sich bringt, aber ich bin es wirklich gewohnt, manchmal 6x6-Mittelformate oder sogar Großformate aufzunehmen.

Photos: Garry Jones

Wie bist du mit dem Berlin Kino B&W Film zurechtgekommen?

Der neue Berlin Kino B&W Film war eine wahre Freude zu benutzen und zu entwickeln. Der Look mit seiner schönen Körnung und einer gewissen Filmqualität aus den 1940er/50er Jahren. Meine Arbeit war im Laufe der Jahre hauptsächlich digital, abgesehen von meinen Leidenschaftsprojekten, bei denen ich immer versucht habe, meine Liebe zum Medium am Leben zu erhalten, obwohl ich in letzter Zeit begonnen habe, meine Filmfotografie in meine professionelle zu verweben. Film wird immer noch ein Gefühl und einen Look haben, um Hauttöne eines Porträts oder die Farben einer Landschaft abzubilden, die kein Lichtraumfilter bieten kann, und aus diesem Grund habe ich immer ein Fach in meinem kühlschrank voll mit Film bereit für das nächste Projekt.

Hast du irgendwelche Tipps für andere Fotografen, die mit Film fotografieren möchten?

Egal ob mit einer alten 35-mm-Kamera, einer Hasselblad-Mittelformatkamera bis zu allem dazwischen kannst du etwas Wunderschönes aufnehmen, das du vielleicht auf digital letztendlich nur löschen würdest. Nimm dir die Zeit, um die das Fehlen der Dringlichkeit von Film zu genießen, Dinge zu fotografieren, die dir am Herzen liegen und die Welt um dich herum zu dokumentieren. Behalte jeden Frame, damit du am Ende des Tages als Fotograf wachsen kannst.

Photos: Garry Jones

Weitere Informationen zu Garrys Arbeiten findest du auf seiner Website

2019-06-27 #places

Erwähntes Produkt

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