Around the World in Analogue: Sich in Seoul verlieren

Der Lomograf Luis Rivera, aka eyeofagamotto hat in der südkoreanischen Hauptstadt eine urbane Selbstfindung durchlaufen. Auf der Suche nach dem immateriellen Etwas, das ihn im Inneren berühren wird, nahm er Farbnegativ- und Schwarz-Weiß-Filme und lud sie in seine Canon AT1, um jede Erinnerung und jedes Detail einzufangen. Erfahre mehr davon in unserer Serie "Around the World in Analogue".

Mein erster Eindruck von Seoul war, ihn als einen geheimnisvollen Ort zu betrachten, der in der Lage war, innere Erfahrungen zu kreieren, die lange anhalten würden. Auf dieser Reise war ich auf der Suche nach dem Unsichtbaren, nach den persönlichen Dingen, die kaum jemandem etwas mitteilen, aber irgendwie tief mit uns selbst verbunden sind. Das heißt, ich baue Erinnerungen durch Menschen auf, die ich getroffen und nie wieder gesehen habe, folge Einheimischen in ihrem alltäglichen Leben, versuche Orte zu erreichen, die nicht touristisch zu sein scheinen, und probiere, das Wesen der Dinge herauszufinden, die mir vertraut sind. Ich bin der festen Überzeugung, dass Fotografie manchmal nur eine Ausrede ist, um in Abenteuer und Wissen einzutauchen. Deshalb würde ich jedem empfehlen, auf Reisen eine Kamera mitzunehmen.

Was mich nach Seoul brachte, war mein besonderes Interesse an koreanischer Gegenwartskunst und ihren Künstlern wie Kimsooja, Nam June Paik, Noh Suntag und vielen anderen. Ich wollte Museen besuchen, um ihre Werke ausgestellt zu betrachten. Außerdem interessierte ich mich für die Stadtlandschaften von Seoul. Schließlich hatte ich die Möglichkeit, durch Sponsoring an der Korea University im Ausland zu studieren. Ich nutzte die Gelegenheit und ging Übersee, um Korea kennenzulernen.

Einige meiner Lieblingsspots waren jene, in die Touristen kaum gehen. Indem ich mich von der Menge abgrenzte, entdeckte ich viele interessante Orte. Schau dir einfach die U-Bahn-Karte an und wähle nach dem Zufallsprinzip eine Station aus. Erkunden dann die Umgebung der Station und du befindest dich an exotischen Orten. Wie auch immer, ich erwähne mal ein paar Orte: Gireum, Ausfahrt 9, 2 Häuserblocks links von Eujiro 4 (sa)-ga und Yongmasan.

Meine Lieblingsrestaurants: Jeder Ort, an dem Knödel verkauft werden, war fantastisch. Anam hat auch mehrere Restaurants und Imbissbuden.

Versuche koreanische Freunde zu finden, sie bringen dich zu Orten, an denen Einheimische rumhängen. Besuche so viele Museen wie möglich. Versuche, nicht nach Itaewon oder Gangnam zu reisen, um ein umfassendes kulturelles Erlebnis zu haben. Probier stattdessen, die Stadt, in der die Landschaften einzigartig sind, so weit wie möglich zu verlassen. Sei immer nett, höflich und freundlich gegenüber Koreanern. Auf diese Weise kannst du möglicherweise Porträts aufnehmen und Freunde finden.


Willst du auch bei Around the World in Analogue mitmachen? Schick uns einfach eine Mail an ciel.hernandez@lomography.com mit dem Titel Around the World in Analogue und teile deine unvergesslichen Reisen mit der Community. Hier sind die Guidelines.

geschrieben von cielsan am 2019-06-21 in #culture #places

Mehr interessante Artikel