DIY-Spaß mit der Konstruktor F

Der Blogger Johannes von andjojo.de hat sich vor einiger Zeit mit unserer Konstruktor F DIY auseinandergesetzt und darüber auf seinem Blog berichtet. Da ihm der Zusammenbau der Konstruktor und das Fotografien so viel Spaß gemacht haben, haben wir ihn für ein kleines Interview in unserem Magazin eingeladen.

© Johannes Seitz

Hallo Johannes, willkommen im Lomography-Magazin. Erzähl uns doch ein wenig über dich!

Zunächst einmal vielen Dank für die Möglichkeit mich und meinen Blog hier ein bisschen näher präsentieren zu dürfen.
Ich komme aus Stuttgart und studiere im Moment. Außerdem betreibe ich meinen Blog andjojo.de als Hobby. Für mich ist mein Blog eine gute Möglichkeit mich intensiver mit Themen auseinanderzusetzen. Insbesondere sind das Filme, Klemmbausteine, und coole Produkte. Als Millenial lass ich mich da gerne von meinen aktuellen Hypes leiten. Manchmal erzähle ich aber auch einfach nur über Erlebnisse die ich wichtig oder cool fand. Hierbei ist mir aber immer wichtig schöne und natürlich auch passende Bilder zu haben.

Wie kamst du zum Fotografieren?

Ich kann mich eigentlich nicht an eine Zeit ohne Kamera erinnern. Ich habe schon als Kind meine eigene Digicam gehabt und damit immer viel fotografiert. Dabei war es mir nicht wichtig Dinge realistisch darzustellen, sondern auch Mal neue Perspektiven auszuprobieren. Einfach Mal den Blick nach oben richten oder die Kamera nah an den Boden halten. Klar gab es auch Phasen in denen ich weniger fotografiert habe. Nach dem ich mir vor ein paar Jahren dann eine spiegellose Systemkamera mit einem lichtstarken Objektiv gekauft habe, habe ich meine Leidenschaft dann so richtig entdeckt.

© Johannes Seitz

Was muss ein Motiv an sich haben, dass du den Auslöser drückst?

Ich mach in den verschiedensten Situationen ein Foto. Eine schöne Hauswand, ungewöhnliche Schatten oder Formen oder eben einfach eine Person mit einem coolen Hintergrund. Manchmal habe ich aber auch einfach Lust den Auslöser zu drücken und dann muss eben das Motiv erstmal gesucht werden.

Du hast ja eine unserer Konstruktor-Kameras zusammengebaut. Was hat dich gerade an dieser Kamera gereizt?

In einer Welt in der immer mehr Daten durch Algorithmen, Sensoren und Computerchips erzeugt werden ist es toll ein technisches Produkt Mal wieder richtig zu verstehen. Mechanische Bauteile zusammenzusetzen und zu sehen wie ein Mechanismus plötzlich funktioniert und wie genial alle Teile zusammenspielen. Das finde ich total faszinierend! Cool ist auch der Sucher, der eigentlich nur eine Mattscheibe ist. Die Kamera ist ja eine Spiegelreflex, somit wird der Film später mit dem gleichen Bild belichtet, das wir durch diesen Sucher sehen. Es macht noch dazu total viel Spaß durchzuschauen! All das hat den Aufbau der Konstruktor Kamera sehr aufregend gemacht. Am Ende konnte ich der Kamera durch die Sticker noch einen persönlichen Touch geben. Toll!

© Johannes Seitz

Wie hat dir das Fotografieren damit gefallen? Und hast du Tipps für unsere Leser?

Einfach den Spiegel hochklappen und die Kamera ist scharf geschaltet, das Motiv richtig ausrichten und dann abdrücken. Die Kamera ist zwar komplett aus Plastik, aber alles klappt wie am Schnürchen und fühlt sich wirklich gut an. Es gibt wenig Einstellungen, dafür kann man sich aber umso mehr auf die Auswahl des Motivs konzentrieren. Spannend zu sehen was dann dabei herauskommt! Wichtig ist mir, dass mein Motiv möglichst bildfüllend ist. Mit dem Sucher kann dann schön gesehen werden ob man vielleicht noch etwas näher zum Objekt gehen sollte oder sich lieber weiter weg bewegt. Am Ende aber ist es das beste, sich einfach auszuprobieren. Ein cooles Bild entsteht oft dann, wenn man gar nicht damit rechnet.

Hast du sonst schon Lomography-Produkte ausprobiert? Und wenn ja, welche?

Die Konstruktor Kamera war meine erste eigene Erfahrung mit einem Lomography Produkt. Durch meine Freundin habe ich aber die Marke kennengelernt. Sie hat die La Sardina mit dem Fritz The Blitz und die rosa Diana Mini The Evelyn von denen sie mir immer vorschwärmt.

Bist du auch digital unterwegs? Und was schätzt du an der analogen Fotografie?

Ich bin in einer komplett digitalen Welt aufgewachsen. Ganz früher waren analoge Kameras zwar noch verbreitet, selbst habe ich aber, soweit ich mich erinnern kann, kaum Berührung mit ihnen gehabt. Wenn ich in einer anderen Stadt bin fotografiere ich mit meiner Systemkamera, mit dem Handy, mit einer Instant Kamera und natürlich auch mit der Konstruktor. Egal was für einen Filter man über das Bild legt, an den einzigartigen Look einer analogen Kamera kommt man nie ran. Ich mag es, wenn die Bilder schön körnig sind und kräftige Farben haben. Oft schleichen sich zufällige Effekte ein, die das Bild zu etwas ganz besonderem machen. Analog zu fotografieren heißt auch, sich vor dem Abdrücken Gedanken über die Bildkomposition zu machen. Nicht fünf Mal abdrücken um zu schauen welches am besten wird, sondern einmal konzentrieren und dann das gewünschte Bild erhalten. Beim analogen Fotografieren wird also bewusster geknipst. Digital und Analog sind einfach zwei verschiedene Welten, ich will gerne in beiden leben.

© Johannes Seitz

Hast du Vorbilder oder Künstler, die dich besonders inspirieren?

Ich folge auf Instagram ein paar Künstlern und Magazinen. Hier entdecke ich oft Techniken und Stile die ich gerne nachahmen möchte. So hat sich mit der Zeit mein eigener Stil und Geschmack entwickelt. Ganz besonders cool finde ich Nguan, einen Fotografen aus Singapur. Von ihm habe ich wohl meine Leidenschaft zu hohen Gebäuden. Zusätzlich habe ich auch ein paar Freunde die sehr gerne fotografieren und auch von ihnen konnte ich viel lernen und mich inspirieren lassen.

Vielen Dank für die interessanten Antworten, Johannes!


Wenn ihr mehr von Johannes sehen und lesen wollt, dann schaut doch mal auf seinem Blog oder seinem Instagram-Profil vorbei.

Alle hier gezeigten Fotos wurden uns von Johannes Seitz zur Verfügung gestellt.

geschrieben von mausmitkrawatte am 2019-06-13 in

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