Die Illustratorin Slinga mit der Lomo'Instant Automat

Der ein oder andere Leser kennt die Illustratorin Slinga vielleicht schon von ihrem Instagram-Account. Dort begeistert sie seit einiger Zeit zahlreiche Menschen mit ihren Illustrationen, die nicht nur hübsch anzusehen sind, sondern auch wichtige Botschaften beinhalten. Es geht um Feminismus, alltägliche Themen, kleine und große Probleme. Mit uns hat Slinga ein wenig über ihre Arbeiten geredet und zudem eine unserer Lomo'Instant Automat Sofortbildkameras verziert.

Hallo Slinga! Wir freuen uns, dich für unser Magazin interviewen zu dürfen. Vielleicht kannst du dich unseren Lesern ja erst mal kurz vorstellen.

Hallo, ich bin Slinga, 27 Jahre alt, lebe seit 11 Jahren in Leipzig, haben hier eine Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin gemacht, mein Fachabitur Richtung Gestaltung nachgeholt und dann Illustration studiert. Seit ca. einem Jahr bin ich selbständige Illustratorin.

Jetzt liegt dein Fokus vor allem auf Illustrationen und kleinen Comics. Darin greifst du ja sehr menschliche Themen auf. Es geht um Ängste, die du hast, aber auch um starke Frauen und ein positives Selbstbild. Wie kamst du dazu?

Auf Instagram beschäftige ich mich mit vielen Themen, wie zum Beispiel Körperbildern, Schönheitsnormen, Ängsten, Beziehungskram, ein bisschen Mental Health und Katzen. Diese Dinge thematisiere ich in kleinen Einzelillustrationen oder Minicomics, unter den Posts findet dann meist ein bereichernder Austausch statt. Angefangen hab ich damit vor ca. drei Jahren. Das ging auch eher unbewusst immer weiter in diese Richtungen. Anscheinend hat mein humorvoller Umgang mit ernsten Themen ein paar Leuten gefallen was mich natürlich gefreut hat. Und so hab ich immer weiter gemacht.

Durch deine Illustrationen bekommt man ja auch den ein oder anderen Einblick in deine Gedanken und Gefühle. Hat es dich anfangs Überwindung gekostet, deine Gefühle so mit der Welt zu teilen, oder tut es das vielleicht auch noch?

Anfangs war es nicht so ein großes Ding für mich, meine Gedanken und Ängste zu teilen. Wenn du deinen drei besten Freunden etwas anvertraust, ist das ein anderes Gefühl als vor einem Fußballstadion voller Menschen deine Gefühle preiszugeben, auch wenn das Fußballstadion in der Welt verteilt und du auf deinem Sofa bist. Zur Zeit ist es wieder ein bisschen schwieriger, aber dieser Weg ist ja auch ein Prozess und das eigene Selbstvertrauen ist an manchen Tagen präsenter als an anderen. Morgen ist es wieder anders. Das Internet ist Safespace-Bubble und offener Austragungsort in einem und das macht es sehr interessant, aber natürlich auch sehr anstrengend. Du findest Menschen mit der selben Wellenlänge und der selben Meinung zu bestimmten Themen recht einfach, allerdings sind im Internet die Menschen auch schneller bereit dir zu sagen, wie doof sie dich finden.

Du hast deine Lomo’Instant Automat verziert und den Prozess auch für uns festgehalten. Was war deine Inspiration für das Design?

In mein Design für die Kamera habe ich verschiedene Dinge einfliessen lassen. Zum einen die tropisch, pastelligen Farben, die ich einfach mag, weil sie sich nach Urlaub und Frühling anfühlen. Pflanzenähnliche, flächige Formen, abstrakt genug um auf den kleinen Flächen zu funktionieren und schwarze Akzente und Muster. Hinten wird es dann konkreter und eher so, wie man es von mir kennt: eine kleine nackte Person, eine Katze, Pflanzen, eine Happy-Kitsch Sonne, fröhlich, flächig, bunt.

Wie war es, mit der Lomo'Instant Automat zu fotografieren? Was hat dir besonders gefallen?

Ich finde es großartig, mit einer Sofortbildkamera zu fotografieren, da es nochmal etwas anderes und besondererer ist als mit einer analogen Kamera. Da kann man schließlich im Anschluss nochmal mehrere Fotos entwickeln lassen. Hier ist jedes Bild ein Unikat. Und bis jetzt sind tatsächlich auch alle Fotos schön geworden! Obwohl ich oft ein Auge zu habe oder so Aber man konzentriert sich mehr auf den Fotomoment.

Wie würdest du dich als Künstlerin definieren?

Ich würde mich eigentlich gar nicht als Künstlerin, sondern vielmehr als Illustratorin definieren. Ich liebe es zu zeichnen und bin sehr froh, mich damals entschieden zu haben, meine Leidenschaft zu meinem Beruf zu machen. Auch wenn das bedeutet, quasi immer zu arbeiten. Sonntags, nach 20 Uhr, und auch im Urlaub nie die Stifte beiseite zu legen. Und dadurch eben auch nie die Gedanken und den Stress ablegen zu können, die in der selbstständigen Arbeitswelt aufkommen... Segen und Fluch.
Ich bin Illustratorin, that's my job. Meine Karten und Zeichnungen findest du in kleinen Läden und im Internet, an der nächsten Straßenlaterne als Sticker und auf Shirts, die einem entgegenkommen und das fand ich – für mich persönlich – einen besseren Weg um Menschen zu erreichen.

Möchtest du unseren Lesern etwas mit auf den Weg geben?

Haha, vielleicht Yolo. Und entspannt euch, besinnt euch auf das was euch selbst wichtig ist.

Vielen Dank für dieses Interview und die tollen Fotos, Slinga!


Wenn ihr mehr von Slingas Arbeiten sehen wollt, schaut auf ihrem Instagram-Account vorbei oder ihrer Shop-Website vorbei.

geschrieben von mausmitkrawatte am 2018-11-30 in #people #diy #slinga #feminismus

Erwähntes Produkt

Lomo'Instant Automat

Lomo'Instant Automat

Vollautomatisch, einfach zu bedienen und voll bepackt mit kreativen Funktionen: Die Lomo'Instant Automat ist die ultimative Sofortbildkamera für alles und jeden!

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