Fotografin Marie Yako mit der Daguerreotype-Art-Lens

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Marie Yako ist eine französische Fotografin, die sich vor einigen Jahren in Berlin niedergelassen hat. Ihre große Leidenschaft ist das Visual Storytelling. Gemeinsam mit der Daguerreotype Achromat Art-Lens hat sie das Pop-Kultur-Festival in Berlin besucht und dort Fotos aufgenommen, die sich das Licht der alten Kulturbrauerei zunutze machen und wunderbar spontan und verträumt wirken.

© Marie Yako

Hallo Marie! Bitte erzähl uns doch ein bisschen was über dich. Wer ist Marie Yako?
Ich bin eine freiberufliche Fotografin aus Paris, wohne nun aber hauptsächlich in Berlin. Ich beschäftige mich viel mit kulturellen Dokumentationen und Porträtfotografie.

Wie kamst du zur Fotografie?
Meine Mutter hat damals wirklich jeden unserer Schritte auf Film festgehalten und mir auch gezeigt, wie ich selbst Film in Kameras einlegen kann. So hat es damals angefangen, würde ich sagen. Ich war früher hin- und hergerissen zwischen dem Filmemachen und der Illustration, hatte aber irgendwie immer eine Kamera dabei. Mit 20 bin ich dann nach Berlin gezogen und die Fotografie hat überhand genommen.

© Marie Yako

Wie wir rausgehört haben, bist du eine treue Analogfotografin. Gibt es einen Grund, warum du analog fotografierst?
Das ist alles, was wir zuhause hatten! Die ersten digitalen Kameras erschienen, als ich mich schon mit dem Analog-Virus infiziert hatte und jegliche Rettung zu spät war. Ich hab mich schon an der digitalen Fotografie versucht, aber ich kam schnell drauf, dass die Ergebnisse so anders sind, dass ich die digitale Fotografie schon fast als anderes Medium bezeichnen würde.

Wie würdest du deinen Fotostil beschreiben?
Ich würde behaupten, dass ich ziemlich instinktiv arbeite. Ich bin auf der Suche nach Storytelling und Poesie, da ist es für mich nicht relevant, mit welchem Format ich arbeite und ob es nun farbig oder Schwarz/Weiß ist. Bei der Porträtfotografie sehe ich es als oberste Verantwortung, mein Model richtig einzufangen. Dafür ignoriere ich auch, wenn das dann nicht ganz zum Rest meiner Werke passen sollte.

© Marie Yako

Hast du schon vor der Daguerreotype Achromat Art-Lens Erfahrungen mit unseren Produkten gemacht? Wenn ja, mit welchem und was war dein Favorit?
Als ich 12 oder 13 war hat mir mein großer Bruder eine pinke Fisheye-Kamera gegeben. Die war lustig! Dann wurde es eine Tradition, dass ich zu jedem Geburtstag und zu Weihnachten eine neue Lomo-Kamera von ihm bekam. Damals konnte man die nur im Urban Outfitters in Amerika kaufen, deshalb fühlte sich das immer sehr exklusiv und besonders für mich an. Viele der Kameras habe ich bis heute. Mein Favorit ist, denke ich, die Diana Mini. Ich würde sie gerne mal für die Arbeit benutzen. Die La Sardina hat mir auch immer viel Freude bereitet.

© Marie Yako

Du hast die Daguerreotype Achromat Art-Lens mit aufs Pop-Kultur-Festival in Berlin genommen. Warum genau dieses Festival?
Ich wollte sie schon lange mal ausprobieren und fand, dass es eine interessante Challenge darstellen würde, sie für die Musikfotografie zu verwenden. Ich habe das Gefühl, dass sie dafür eher selten benutzt wird. Normalerweise würde ich für ein solches Event eher eine leichte Kamera benutzen, eine Point-and-Shoot. Das Pop-Kultur-Festival ist sehr vielseitig und hat alle Komforts, die so ein Stadtfestival braucht (wie zum Beispiel echte Toiletten!). Es findet in der Kulturbrauerei statt. Das ist eine alte Brauerei, die heute für viele kulturelle Angebote, Vereinigungen und Geschäfte verwendet wird. Ich wohne gegenüber davon und gehe dort oft einkaufen, also musste ich ja quasi hin!

© Marie Yako

Wie war deine Erfahrung mit dem Objektiv?
Ich hab das Objektiv auf einem Body benutzt, den ich nie zuvor probiert hatte. Deshalb war ich mir nicht ganz sicher, ob ich es richtig benutzen können würde. Aber es hat alles problemlos geklappt. Die Blendenplatten machen das Experimentieren sehr verspielt. Es hat etwas, so ein anachronistisch wirkendes Objektiv mit sich herumzutragen. Du siehst irgendwie aus, als würdest etwas im Schilde führen. Ich wurde dort ständig von anderen Pressefotografen darauf angesprochen.

Okay, letzte Frage: Hast du einen Tipp für angehende Fotografen?
Fang nur mit der Fotografie an, wenn du gar nicht anders kannst!

Vielen Dank für deine Zeit und die Fotos!


Alle Fotos wurden von Marie Yako mit der Daguerreotype Achromat Art-Lens und ihrer Canon EOS 650 mit dem Lomography Color Negative 800 gemacht. Um mehr von Maries Arbeiten zu sehen, schau dir ihr Instagram oder ihre Website an.

© Marie Yako

geschrieben von mausmitkrawatte am 2018-09-18 in #gear #daguerreotype #art-lens #2018 #pop-kultur-festival-berlin

Daguerreotype Achromat 2.9/64 Art Lens

Die Daguerreotype Achromat 2.9/64 Art Lens ist mit Canon EF, Nikon F, oder Pentax K Bajonetten sowohl für digitale, als auch analoge Kameras erhältlich. Mit einem passenden Adapter, kannst du sie auf viele weitere Kameras montieren.

2 Kommentare

  1. untergrund-banane
    untergrund-banane ·

    Tolle Fotos!
    Darf man fragen welcher Film verwendet wurde?

  2. mausmitkrawatte
    mausmitkrawatte ·

    @untergrund-banane Aber klar doch! Unser Lomography CN 800 :) Ich werde es auch gleich noch am Ende des Artikels einfügen.

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