Light Painting Zauberer "Lumenman" Bernhard Rauscher über seine Erfahrungen mit dem Pixelstick

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Bernhard Rauscher ist ein passionierter Light Painting Fotograf, der gerne auch mal eine Wasserflasche oder Weihnachtslametta zum Light Painting Tool umfunktioniert. In seiner Sammlung darf dabei auch ein ganz besonderes Werkzeug nicht fehlen – der Pixelstick. Wie ihm das Fotografieren mit dem magischen LED Tool gefällt und was er bereits damit angestellt hat, erfahrt ihr hier im Interview.

© Bernhard Rauscher

Hallo Bernhard! Bitte stell dich doch kurz unserer Community vor.

Hallo liebe Vanessa und Lomo-Enthusiasten! In mein Berufsleben startete ich mal als Ingenieur. Duch langjährige Agenturarbeit bin ich aber zum „Kreativen“ mutiert. Meine Brötchen verdiene ich mittlerweile mit Marketing, kreativen Konzepten und Fotografie. Vom Herzen her inspirieren mich aber freie Foto-Projekte am meisten. Und hier im Speziellen auch das Light Painting, was in den letzten Jahren immer mehr in mein kreatives Epi-Zentrum gerückt ist.

Du bist leidenschaftlicher Light Painter. Was fasziniert dich am Malen mit Licht?

Light Painting eröffnet ganz neue Möglichkeiten für mich. Nachdem da draußen ja schon vieles fotografiert wurde, suche ich nach Wegen abseits ausgetrampelter Pfade. Ausserdem bin ich ein Bastler, löte und frickel gerne im Keller an eigenen Tools und denke mir viel aus. Klappt oft nicht. Aber wenn… jeehaw, dann schaust du nach einer 5-Minuten-Belichtung auf’s Foto und es rockt. Das ist es, was mich fasziniert.

Welche Werkzeuge/Techniken nutzt du für das Light Painting?

Viele Leuchten und Lichtformer baue ich selbst. Das muss nicht teuer sein, 1-Euro-Shops sind eine tolle Fundgrube! Die besten Effekte bekam ich immer, wenn ich alles mögliche an Taschenlampen montierte. Das kann eine leere Wasserflasche, das alte Geodreieck oder auch eine handvoll Weihnachtslametta sein. Einerseits suche ich Locations, die ich mit Licht kombinieren kann (letztens sogar mal unter Wasser), andererseits male ich auch gerne im komplett dunklen Raum (z.B. meine Serie Lightplanets). Die klassischen Figuren wie Orbs und Ufos vermeide ich.

© Bernhard Rauscher

Du hast bereits mit dem Pixelstick gearbeitet. Wie gefällt dir die Arbeit damit? Hattest du irgendwelche Schwierigkeiten im Umgang mit dem Stick?

Tech-Talk? Ne, nicht wirklich. Der Pixelstick ist sehr einfach zu bedienen. Grafiken auf eine SD-Karte spielen, anschalten und damit bei offenem Verschluss durch’s Bild laufen. Das gibt jedem einen super schnellen Anfangserfolg. Gefällt mir gut, früher bastelte ich für ähnliche Effekte Arduino-Boards zusammen, das war eher zum Verzweifeln ;-)

Du hast den Pixelstick beim diesjährigen Fotomarathon in München eingesetzt. Warum und wie hat dir der Stick bei der Umsetzung der Themen geholfen?

Die Challenge bei einem Foto-Marathon ist ja, dass man die Themen nicht kennt und sehr schnell kreativ werden muss. Ich plante generell Light Painting, ok. Aber, was wenn die Themen nicht geeignet waren? Viele Teilnehmer bereiten sich mit Hilfsmitteln vor: kleine Kreidetafeln, Legomännchen oder anderen Accessoires. Mit dem Pixelstick hatte ich (ausser einen dunklen Raum und meinen Lampen) auch ein universelles Tool, um letztlich alles darzustellen. Mein Anspruch war aber, so wenig wie möglich reine Pixelstick-Grafiken zu verwenden, das wäre langweilig. Die Kombination mit den anderen Lichtern war mir kreativ wichtig. In den Bildern sind somit nur die einfachen weissen Symbole vom Pixlstick, alles andere ist “klassisch” mit Licht gemalt. Am 19.9.2015 gibt’s die Siegerehrung, ich bleibe gespannt…

© Bernhard Rauscher

Was würdest du Anfängern für den Umgang mit dem Pixelstick raten?

Die ersten Schritte sind bestimmt ein sauberes Bild in die Luft zu malen oder mit den Streifen-Presets wild schwingend durch die Gegend zu laufen. Danach rate ich jedem, sich zu überlegen, wie man den Pixelstick mit der Umgebung und anderen Elementen kreativ kombinieren kann. Gute Effekte entstehen beim Light Painting (generell) oft mit Spiegelungen (in Wasser oder Glas) oder wenn auch vor den Lichtquellen Objekte sind (Menschen, Pflanzen, etc.). Genau dann sieht nämlich auch der Laie, dass es nicht einfach nur Photoshop sein kann.

Hast du generell irgendwelche Tipps und Tricks für Light Painting Anfänger?

Es gibt mittlerweile tolle Anregungen im Web. Gerade auf Facebook gibt es unzählige Gruppen zu dem Thema, aber auch Flickr bietet einiges. Wenn man etwas tiefer rein liest entdeckt man auch viele Tools und Making-ofs. Das war vor fünf Jahren noch nicht so, da hat jeder gegeizt mit seinen “Tricks”. Mittlerweile ist die wachsende Light Painting Gemeinschaft aber viel offener. Ihr wollt sofort starten? Dann schreibt was mit einer Wunderkerze in die Luft. Ein simpler und toller Effekt!

Danke dir für das Interview, Bernhard!

Wenn du noch mehr über Bernhard und seine Light Paintings erfahren möchtest, schau doch mal auf seiner Webseite oder auf www.bernhard-rauscher.de vorbei!


Der Pixelstick ist ein unglaubliches Lightpainting Tool! Er besteht aus 200 bunten RGB LED-Lichtern in einem leichten Aluminiumgehäuse. Der eingebaute Controller liest Bilder von SD-Karten und zeigt sie auf den LEDs an. Dabei entspricht jede LED einem Pixel des Bildes. Lade farbenfrohe Bilder auf deine SD-Karte und sieh, wie der Pixelstick deine Langzeitbelichtungen für immer verändert. Hol ihn dir jetzt im Online-Shop!

geschrieben von petit_loir am 2015-09-08 in #News #people #lifestyle #interview #light-painting #pixelstick #bernhard-rauscher #lumenman

3 Kommentare

  1. the-lomosapien
    the-lomosapien ·

    Danke für das tolle Interview!
    Tolles Magazin hier, bin gerade am (wieder)entdecken ;-)

  2. zonderbar
    zonderbar ·

    @the-lomosapien Willkommen zurück! :)

  3. lomuc
    lomuc ·

    auch hier noch mal ..... feiner Bericht über einen feinen Kerl und seine Lichtbilder :)

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