Tätowierte Frauenbeine und Mittelformat-Fotografie in Patrick Dinkfeld's 'Tattoos : Legs : Females'

Eine Woche vor dem Ende seines Kickstarter Projekts, zeigt der Fotograf seinen Bildband – eine Sammlung von Schnappschüssen in Mittelformat von tätowierten Frauenbeinen – festgehalten mit Diana Kameras.

Ein Selbstportrait von Patrick Dinkfeld aufgenommen mit seiner Diana

Tattoos : Legs : Women” ist die Sammlung von 5 Jahren Arbeit des Fotografen Patrick Dinkfeld aus Los Angeles, Kalifornien. Wie der Titel schon sagt, enthält der Bildband Bilder von tätowierten Rückansichten von Frauen, die der Fotograf mit der Diana+ und Diana F+ aufgenommen hat. Die endgültige Sammlung enthält 63 Fotografien, aber Dinkfeld hofft, dass er noch 10 weitere einbauen kann, bevor das Buch in den Druck geht. Der Fotograf suchte küzrlich nach finanzieller Unterstützung für die Veröffentlichung durch die beliebte Crowdfunding-Plattform Kickstarter.

Im Jahr 2009 hat Dinkfeld das allererste Foto der Serie aufgenommen. Der Fotograf erzählte Lomography, dass er die Idee bekam, nachdem eine Freundin angefangen hat, ihm komische Fotos ihrer täglichen Outfits zu senden, die sie nur von der Hüfte abwärts zeigten. Etwa zur selben Zeit fing er auch an, sich mit einer Frau zu treffen, die sehr viele Tattoos auf ihrem Körper hatte.

Fotos von Patrick Dinkfeld

Dinkfeld erklärt ausführlich, "Ich habe die Anonymität gemocht, die das Fotografieren der Beine mit sich bringt und gleichzeitig die Tatsache, dass Tattoos etwas sehr Persönliches und Identifizierendes sind und man so sehr einfach die Identität der Besitzer der sexy Beine feststellen kann. Ich dachte, dass es interessant ist, dass obwohl Tätowierungen immer mehr Mainstream sind und mehr und mehr akzeptiert werden, Frauen ihre Beine als etwas sehr Feminines betrachten und sie auf diese Weise verzieren.

“In Los Angeles ist es ganz normal Frauen mit Tattoos zu sehen, aber sogar viel-tätowierte Models neigen dazu die Mehrheit ihrer Werke auf den Oberkörper zu beschränken. Ich habe gesehen, dass die Beine noch immer ziemlich normal und feminin bleiben. Ich bin mir sicher, dass ich meine Perspektive in die Realität bringe, aber das ist das Privileg eines Künstlers. Es war etwas Seltenes, sogar in der Tattoo-Community,” sagt er.

Patrick Dinkfeld verwendet die Diana F+, um Fotos für seine Serie zu machen

Dinkfeld hat sich entschieden, rein analog und mit Mittelformat zu arbeiten, da er glaubte, dass es “sehr therapeutisch und ein lustiges Experiment in seiner Kunst sein würde.” Er benutzte die Diana+ für die erste Hälfte des Projekts und die Diana F+ für die andere – beide hatte er geschenkt bekommen. “Ich hatte Film seit dem College nicht mehr benutzt und die verträumten Bilder schienen mir das passende Medium für Beine [zum Fotografieren] zu sein!”

Dinkfelds Modelle sind ein interessanter und vielseitiger Mix aus professionellen Alternativmodels und erwachsenen Performern, die er durch Castings und Empfehlungen getroffen hat, aber auch Menschen, die er in der Öffentlichkeit getroffen hat. Dinkfeld hat eine Auswahl von Fotos auf seinem Handy gespeichert, die er potentiellen Models zeigt “damit sie sehen konnten, dass ich nicht nur ein komischer Typ war.”

“Die meisten Frauen waren höflich, als ich sie das erste Mal angesprochen habe, aber sie waren definitiv vorsichtig und skeptisch. Aber sobald ich ihnen die Bilder zeigte, liebten sie das Projekt und wollten sehr gerne mitmachen. Ich glaube nicht, dass je eine Frau, “Nein, danke.” gesagt hat," erzählt er.

Fotos Patrick Dinkfeld

Auf der anderen Seite war das lustigste was ihm passiert ist, erzählt Dinkefeld, dass er sich nach ca. der Hälfte des Projekts angewöhnt hat nach Tattoos zu sehen. “Jedes Mal, wenn ich an einer tätowierten Frau vorbeiging, würde ich mich umdrehen, um zu sehen, ob die Hinterseite ihrer Beine tätowiert war. Die Leute dachten, dass ich ohne Scham ihren Hintern anstarrte. Berufsrisiko, schätze ich mal.”

Erfahrungen und Favoriten

Dinkfeld erinnert sich an zwei amüsante Zwischenfälle, die ihm am Beginn seiner Serie passiert sind. Anfangs stellte der Fotograf sich das Projekt “ein bisschen mehr wissenschaftlich und mehr wie eine Dokumentation vor” wobei der sexy Faktor “auf ein Minimum beschränkt sein sollte.” Aber das änderte sich bei seinem dritten Shooting am Griffith Observatory in LA.

“[Mein Model und ich] fanden uns endlich auf einer Liegewiese und ich fand einen Platz, um die Fotos zu machen. Der Platz war neben einem sehr viel benützten Wanderweg. Während ich meine Kamera einstellte, bereitete sie ihr Outfit vor. Ich war bereit, deshalb habe ich gesagt, dass wir loslegen können, wenn sie fertig ist. Sie hat dann ihre Jogginghosen ausgezogen und sie hatte darunter das kleinste und sexieste rosa BIkinihöschen an, das ich je gesehen habe. Sie hat natürlich sofort einen kleinen Stau auf dem Wanderweg damit ausgelöst und mein erster Gedanke war “Gut… das wars also damit ‘sexy’ auszuklammern!” Mir hat es natürlich nicht viel ausgemacht, aber für mich ist es lustig, dass es die Models waren, die das ganze so sexy und verführerisch gemacht haben.”

Fotos von Patrick Dinkfeld

Der andere Vorfall hat sich auch in LA, am Hollywood Boulevard abgespielt und auch ziemlich viel Aufsehen erregt.

“Wir haben auf dem Main Strip fotografiert, wo alle Touristen hinkommen, um sich die Sehenswürdigkeiten anzusehen. Es war an einem Abend am Wochenende, deshalb war der Boulevard voller Autos und Menschen, die feiern wollten. Ich hatte meinem Model gesagt, sie solle einen langen geblümten Rock über dem anziehen, was sie eigentlich tragen wollte. So konnte sie den Rock einfach über ihren Kopf ziehen und musste nicht in Unterwäsche auf dem Boulevard stehen.

“Ich lag da also auf dem Gehsteig, sah durch den Bildsucher und mein Model zog immer wieder ihren Rock hoch. Die vorbeifahrenden Autofahrer hupten und jubelten uns zu. Als ich aufsah, sah ich zwei Polizisten, die auf uns zukamen und uns ansahen, als wären wir verrückt. Ich dachte schon, wir würden Probleme kriegen, aber sie sind einfach vorbeigegangen, als wäre es etwas ganz Normales am Hollywood Boulevard,” erzählt Dinkfeld

Fotos von Patrick Dinkfeld

Wenn man ihn nach seinen Lieblingsbildern aus der Serie fragt, meint er er hat keines, aber sehr wohl eine Top 10. “Wenn ich an die Bilder denke und die ganzen Erfahrungen, – ich liebe sie alle, mit jedem meiner Models. Jede Einzelne war einfach großartig und süß. Wenn ich an die Bilder aus künstlerischer Sicht denke, dann tendiere ich zu den sehr bunten Bildern, die sehr verträumt aussehen und den Beinen, die eine freche Pose voller Energie und Power zeigen.”

Zukunftspläne

Nach “Tattoos : Legs : Women,” möchte Dinkfeld eine andere Serie starten. “Ich muss noch entscheiden, ob ich analog oder digital fotografiere, aber es wird auf jeden Fall größer, auf Portraits basierend mit einer sehr viel größeren Gruppe als sexy Frauenmodels.”

Fotos von Patrick Dinkfeld

Abgesehen davon gründet der Fotograf auch gerade seine eigene Model-Agentur, Lovelight Models, die er noch vor dem Sommer starten möchte. “Es ist eine sehr bewusste Agentur für Models, die sich pflanzlich ernähren, regelmäßig meditieren und persönlich davon inspiriert sind mehr Liebe, Frieden und Verständnis auf diese Welt zu bringen.”

Patrick Dinkfeld ist ein Fotograf aus Los Angeles, Kalifornien. Er ist auch Videograph, Grafikdesigner, Drummer, Veganer und Meditationstrainer. Alle Infos und Fotos für diesen Artikel wurden Lomography von dem Fotograf zur Verfügung gestellt und mit seiner Erlaubnis verwendet. Mehr Infos über “Tattoos : Legs : Females,” gibt es auf Kickstarter, seiner Website und den folgenden Instagram Accounts: @tattooslegsfemales und @lovelightmagic.

geschrieben von Julien Matabuena am 2015-03-12 in #News #people #lifestyle

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