Hast du ein Konto? Anmelden | Bist du neu bei Lomography? Registrieren | Lab | Aktuelle Seite:

The Mask - ein selbstgemachtes Kamerakonzept (Teil 1)

Ich benutze unheimlich gerne Masken, also habe ich mich entschlossen, eine spezielle Kamera dafür zu bauen. Sie soll es mir ermöglichen, die Masken zu wechseln ohne die Kamera zu öffnen und mir so unendlich viele Möglichkeiten bei der Komposition, den Farben, doppelten Belichtungen usw. eröffnen. Das ist mein Traum!

Seit ich angefangen habe, Masken zu benutzen, habe ich das Gefühl, dass sie die sowieso schon unendlichen Möglichkeiten der analogen Fotografie noch vervielfachen! Doch noch fühle ich mich eingeschränkt durch die Schwierigkeiten, die das Wechseln der Masken während einer Rolle mit sich bringt, oder das Schießen von Doppelbelichtungen mit unterschiedlichen Masken.

Also habe ich mir eine Kamera vorgestellt, welche über einen “Maskenstreifen”, geprägt oder gezeichnet auf einem Streifen transparenten Papiers verfügen würde, der zwischen Film und Linse geschoben werden könnte, um die Maske wählen zu können, die ich gerade benutzen möchte.
Kombiniert mit doppelten Belichtungen würde diese Vorrichtung es erlauben, die Bilder wie eine Art “weiterentwickelter Splitzer” zu teilen und somit noch mehr Experimente ermöglichen.

Meine erste Idee war es, eine bestehende Kamera zu modifizieren: Dieser Maskenstreifen könnte vertikal zwischen dem Kameragehäuse und der Rückwand hindurchgehen. Ich hätte dafür, an der Stelle an der das Kameragehäuse für den Maskenstreifen offen ist, einen speziellen Schaum als Dichtung gegen Lightleaks benutzt.

Doch auch nach einiger Zeit fand ich nicht die richtige Kamera. Und je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr kam ich zu dem Schluss, dass eine speziell angefertigte Kamera Sinn machen würde:

  • Der Maskenstreifen könnte in die Kamera integriert werden, so würden die Probleme mit den Lightleaks verringert, es wäre eine bequemere und elegantere Lösung und die Masken wären geschützt.
  • Man könnte die aktive Maske im Sucher sehen, was bei der Komposition der Bilder behilflich wäre.
  • Ich liebe es, Bilder zu erfinden und zu bauen.

Also fing ich an, Skizzen über die Bauart der Kamera anzufertigen:

Ich habe mich für Mittelformatspulen für den Transport des Maskenstreifens entschieden. Dieser würde dann horizontal verlaufen, dank zwei Drehknöpfen, ähnlich denen, die wir bei der Sprocket Rocket verwenden, um den Film vor- und zurückzuspulen.
Der Weg des Maskenstreifens wäre durch den Sucher über der 35mm Filmrolle beobachtbar. Der untere Teil des Streifens wird dann tatsächlich als Maske genutzt, der obere Teil als Vorschau der Maske durch den Sucher. Dies bietet verschiedene Funktionen:

  • Eine von mehrere Masken auswählen
  • Die Maske dem Bildausschnitt anpassen
  • Bildkomposition

Um das Design und die Bauart zu vereinfachen, will ich eine Linse benutzen, in welche die komplette Mechanik integriert ist. Diese Art von “all in one” – Linse wird bei der Lubitel verwendet, oder wenn ich es einfacher halten will, bei der Holga und Sprocket Rocket.

Die meiste Arbeit liegt noch vor mir, also habe ich nun einen Weg gefunden, den langen dunklen Winter in Finnland zu überbrücken!

Hast du jemals eine Kamera gebaut? Hast du für mich Anmerkungen, Vorschläge, Ideen für eine Verbesserung oder Probleme, die ich vermeiden sollte?

geschrieben von aguillem, übersetzt von stacy_mcpommes

Es gibt noch keine Kommentare

Lies den Artikel in einer anderen Sprache.

Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English. Den Artikel gibt es auch auf: Français.