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Selbstgemachte Bokeh-Schablonen

Diesmal möchte ich euch einige nächtliche Bokeh-Fotos der LA-Skyline zeigen, die ich von einigen der besten Aussichtspunkte gemacht habe und schreibe auch ein Tutorial über selbstgemachte Bokeh-Schablonen.

Niemand in meiner Familie liebt die Feiertage mehr als ich. Ich drehe richtig durch, biete allen an, ihre Geschenke einzupacken, singe aus voller Kehle Weihnachtslieder im Auto und gucke sogar Tatsächlich … Liebe und Wiederholungen von Charlie Browns Weihnacht im Fernsehen. Sobald die Feiertage vorbei sind, freue ich mich schon aufs nächste Jahr, wo alles wieder von vorne losgeht.

Sobald ich etwas von Weihnachten höre, werde ich ganz aufgeregt. Sobald ich also den Artikel über festliche Bilder mit Bokeh von hannah_brown kurz vor Weihnachten entdeckte, war ich hin und weg und bin seitdem richtig besessen davon. Und das Beste: die Bilder werden nicht nur festlich, sondern auch noch spaßig und ganz einfach verdammt anbetungswürdig!

Weihnachten ist nun schon wieder lang vorbei (ich kann kaum glauben, dass wir jetzt wirklich wieder ein Jahr warten müssen), aber ich denke immer noch über verschiedene Arten nach (schau hier und hier), diese besondere Technik zu nutzen. Daher werde ich, auch wenn es schon eine ganze Reihe von Tipstern zu diesem Thema gibt (siehe hier und hier) meine eigene Serie hier nutzen, um meinen Tipster dazu zu schreiben und euch zu zeigen, wie ich diese wundervoll kreativen Schablonen mache. Immerhin heißt die Serie " ANALOGUE Girl About Town" und analoger als selbstgemachte Bokeh-Schablonen geht ja wohl nicht!

Wie dem auch sei, in dieser Serie geht es vor allem um Los Angeles. Also dachte ich mir, ich zeige euch einfach einige meiner Bokeh-Nachtaufnahmen, die ich von verschiedenen Aussichtspunkten mit Blick auf die Skyline von L.A. aufgenommen habe, damit Ihr wisst, wo ihr hinfahren müsst, wenn ihr mal nach L.A. kommt!

Blick vom Ostrand des Tals vom North Sunset Canyon Drive in Burbank
Eine berühmte Ansicht von Los Angeles aus dem Griffith Park
Eine meiner liebsten Ansichten von LA, von einer Brücke bei Figueroa und 2nd aus.
Einer der Lieblingsplätze vieler Fotografen, der einem einen tollen Blick über die Stadt bietet, ist das DWP Gebäude.
Ein herrlicher Blick auf LA vom Ende des Buena Vista View Drive im Elysian Park
Blick auf den Freeway und die entfernte Innenstadt von der Brücke über den Arroyo Seco Historic PKWY
San Fernando Valley bei Nacht vom Universal City Aussichtspunkt am Mulholland Drive

So, jetzt hast Du im Crashkurs die besten Blicke auf LA gesehen, also ran ans Tutorial.

Natürlich brauchen wir ein paar günstige Materialien, bevor wir loslegen können:

  • schwarzes Tonpapier
  • Lineal
  • Bleistift
  • eine Fotokamera mit einem 50mm-Objektiv und einer möglichst großen Blendenöffnung (f/1.7, f/2, oder f/2.8)
  • Locher mit verschiedenen Stanz-Mustern (ich habe hier schon törtchen- oder entenförmige Löcher gesehen!), den man für ca. 5 Euro in Bastelläden kaufen kann
  • Schere
  • Klebeband, das dir nicht die Frontlinse versaut

Jetzt haben wir alles. Los geht’s!

  1. Ganz wichtig zu Anfang: du musst herausfinden, wie groß das Loch für die Schablone sein soll. Wenn du es zu groß machst, wird es nicht funktionieren.
  2. Also, bevor du jetzt losgehst und alle möglichen Locher kaufst (und glaub mir, es ist schwer zu widerstehen), mußt du erst die nötige Lochgröße errechnen. Ja, rechnen. Keine Sorge, es ist nicht schwer.
    Nimm dein Objektiv, finde die größtmögliche Blendenöffnung heraus und teile dann die fokale Länge durch die Zahl der Blende, um den richtigen Durchmesser zu erhalten (fokale Länge/Blende= Durchmesser). Ein Beispiel: mein Objektiv hat 50mm und die die Blende von f/1,7. Die richtige Größe ist also 29,41mm.
    Einfach, oder? Jetzt, wo der richtige Durchmesser bekannt ist, kannst du losgehen und Locher kaufen. Stelle nur sicher, dass die Löcher, die der Locher macht, in den Durchmesser passen.
  3. Jetzt nimm dein Tonpapier und dein Objektiv. Stell das Objektiv mit der Frontseite auf das Papier und umfahre es mit dem Bleistift, um den Durchmesser der Frontlinse auf das Papier zu übertragen. Jetzt malst du noch 3 Laschen an die Außenseite der Schablone, die werden dir später helfen, diese am Objektiv zu befestigen. Schneide nun die Schablone mit den Laschen aus. Da ist er, dein neuer “Filter”!
  4. Nun müssen wir die Schablone mit einem Loch vervollständigen. Such die Mitte der Schablone mittels des Lineals raus und mache dort ein Loch mit deinem tollen, neuen Locher! Welche Form ist es eigentlich geworden? Ach, und herzlichen Glückwunsch! Deine erste eigene Bokeh-Schablone ist fertig. Yeah!
  5. Zum Schluß pappe die Schablone auf die Frontlinse, indem du sie an den Laschen mit Klebeband am Objektiv befestigst. Wenn du eine Spiegelreflex benutzt, kannst du den Effekt sogar schon sehen!

Jetzt gibt es nichts weiter zu tun, als raus in die Nacht zu gehen und deinen neuen Filter zu testen! Ich bin mir sicher, du wirst viel Spaß dabei haben. Ich hatte ihn jedenfalls!

Alle Fotos von Michelle Rae. Sie lebt, atmet und spukt in der Stadt Los Angeles.

geschrieben von blueskyandhardrock, übersetzt von marcel2cv

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English. Den Artikel gibt es auch auf: Československy.