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Meine acht Tricks für gute Bilder bei schlechtem Licht

Ich möchte euch ein paar meiner Tricks zeigen, um auch bei schlechtem oder wenig Licht gute Bilder zu erhalten. Also lest weiter, los geht's!

Jetzt, wo die Blätter wieder fallen und die Nächte länger werden, wird es schwerer, ausreichend belichtete Negative zu machen. Natürlich könnte man einfach einen Blitz zu Hilfe nehmen, aber der zerstört oft die schöne Atmosphäre. Also müssen andere Hilfsmittel und Techniken her, hier meine Tipps:

Foto von inrod

1. Benutze eine Kamera, die automatisch belichtet.

Mir gibt es immer ein Gefühl der Sicherheit, wenn ich weiß, dass die Kamera Blende und Zeit selber einstellt. Das einzige, was man dann noch machen muss, ist die Kamera möglichst still zu halten. Meine LC-A macht genau das und so kommt immer soviel Licht an den Film, wie er braucht.
Wenn Du eine La Sardina hast, bleibt dir nur die “B” Einstellung, was grundsätzlich auch funktioniert, aber um einiges komplizierter ist.

Foto von inrod

2. Besorg Dir ein Objektiv mit f2 oder schneller.

Wenn ich mit meiner SLR unterwegs bin, habe ich meistens ein schnelles Objektiv dran. Dadurch wird die Belichtungszeit kürzer und die Gefahr zu verwackeln wird wie von selbst kleiner.
Leider gibt es wenige Kompaktkameras, die solche Objektive haben. Immerhin hat die LC-A oder auch eine Minox 35 GT eine 2 vor der Blendenzahl. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Minolta CLE oder Leica M mit passenden Objektiven.

3. Hol dir ein kleines Stativ.

Es gibt kleine Stative, die extra dafür gedacht sind, sie auf Tischen aufzustellen. Damit kann dann eigentlich nichts mehr verwackeln.

4. Kein Stativ dabei? Stell Deine Kamera auf eine Flasche oder etwas Ähnliches.

Oft habe ich kein Stativ dabei, also schaue ich mich nach etwas anderem um. Sei es ein Tisch, eine Stuhllehne, eine leere Flasche – eigentlich geht fast alles, was grade zur Hand ist.

5. Benutze Film mit ISO 400 oder mehr.

Nun, das erklärt sich irgendwie von selbst. Je höher der ISO Wert, desto lichtempfindlicher ist der Film und umso kürzer werden die Belichtungszeiten.

6. Mache Silhouetten.

Wenn es dunkler wird, stelle dein Motiv vor etwas, das noch hell ist und mach ein Bild im Gegenlicht.

7. Lass dich nicht unterkriegen.

Dieser Tipp ist schwer, ich weiß. Selbst, wenn man sein Bestes gegeben hat, sind die Bilder manchmal nicht so, wie man sie sich vorgestellt hat. Sei aber nicht gleich frustriert, sondern schau den Abzug an und überlege, woran es gelegen haben könnte, dann wirst Du es beim nächsten Mal besser machen.

8. Sei mutig und benutze deine Kamera.

Ich finde, dass das der wichtigste aller Tipps ist. Irgendwann, wenn es sehr dunkel ist, braucht man einfach Mut, um weiter Bilder zu machen, auch wenn die Belichtungszeiten schon sehr lang werden. Lass Dich aber nicht abschrecken, drück weiter auf den Auslöser und versuche auch diese Momente festzuhalten. Meistens wird es besser klappen, als Du denkst!!

Ich dachte, es wäre zu dunkel um ein Photo zu machen – wurde aber eines Besseren belehrt…

geschrieben von inrod, übersetzt von jw77

2 Kommentare

  1. ck_berlin

    ck_berlin

    Kleine Anmerkung zu "2. Besorg Dir ein Objektiv mit f2 oder schneller."

    Die Blende >f< hat (direkt) nichts mit Schnelligkeit zu tun, sondern sagt an, wie viel Licht die Optik durchlässt. Da Lichtmenge aber direkt mit der Zeit gekoppelt ist um richtig einen Film zu belichten, kann man natürlich sagen, dass ein lichtstarkes Objektiv bei Offenblende (z.B. f2) schnellere Zeiten zulässt, als eines mit einer Blende von f8.

    Kurzum:
    Ein Objektiv ist nicht schnell oder langsam. Das sagt man nur bei Filmen.

    vor 10 Monate · Spam melden
  2. inrod

    inrod

    @ck_berlin: Das ist vollkommen korrekt. Das englische Original ist so formuliert, daß es nicht von Schnelligkeit spricht, sondern von Bende 2 oder besser. Damit lassen sich dann wie erwähnt kürzere Belichtungszeiten realisieren. Danke für den Hinweis.

    vor 10 Monate · Spam melden

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