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Lomography Film Guide: Einführung in die Filmformate

Ist es das erste Mal, dass du Fotos auf dem analogen Weg knipsen möchtest? Juckt es dich schon unter den Fingernägeln, weil du mehr erfahren möchtest? Die analoge Welt hält jede Menge Geheimnisse und interessante fotografische Erfahrungen für dich bereit. Um dir den Einstieg ein bisschen zu erleichtern, haben wir hier einen kleinen Guide erstellt, welcher dir alles zeigt, was du über Filmformate wissen solltest.

Die Welt der Fotografie hält geschichtlich gesehen jede Menge Filmformate, sowohl für normale Fotos als auch für Filme für dich bereit. In diesem Guide werden wir nur über Filmformate reden, mit denen du aktuell auch arbeiten kannst.

135 oder 35 mm Filmkassette

Das wohl heutzutage bekannteste Filmformat ist der 135er Film, welcher 1934 von Kodak eingeführt wurde und allgemein unter 35mm Film bekannt ist. Der Film ist 35mm (oder 1.4 inches) breit und hat beidseitige Perforationen, die sogenannten sprocket holes. Er variiert in seiner Länge, Anzahl der Belichtungen und Empfindlichkeit oder seinem ISO-Wert.

  • Länge: Die Standardlänge beinhaltet 36 Aufnahmen, aber es gibt auch Filme mit 24- und 12-Aufnahmen.
  • Filmtyp: Die bekanntesten Filmtypen sind die Farbnegativfilme, Farbumkehrfilme (Dia), und Monochrome oder S/W-Filme, aber natürlich gibt es auch einige Exoten und Überraschungen, wie den Infrarotfilm.
  • Filmempfindlichkeit: Die gebräuchlisten Werte sind: 100 ISO, 200 ISO, 400 ISO und 800 ISO; Filme mit einer Empfindlichkeit 25 ISO und 50 ISO, oder 1600 ISO und 3200 ISO wirst du eher selten finden.
Foto von clownshoes

120 Rollfilm

Ein anderer, ebenfalls von Kodak im Jahre 1901 produzierter Film, ist der 120er Rollfilm, welcher für die Brownie No.2 konzipiert wurde. Der unter dem Namen Mittelformat bekannte Film ist 60mm breit und dreht sich um eine offene Plastikspule. An der Rückseite des Filmstreifens ist der Film in Papier gehüllt. Auf diesem Filmschutz befinden sich die Markierungen für die Standard Bildrahmen, die bei diesem Film möglich sind.

  • Länge: Ein 120 Rollfilm ist typischerweise 76 cm breit (30 inches) und bietet Platz für 16 Bilder (6 × 4.5 format) oder 12 Bilder (6 × 6 square format). Mit vereinzelten Kameras kannst du auch 8 Aufnahmen im 6 × 9 Format und 6 Aufnahmen im 6×12 Panoramaformat belichten.
  • Filmtyp: Genau wie den 35mm Film bekommst du den Rollfilm üblicherweise als Farbnegativfilm, Farbumkehrfilm (Dia), und Monochrome oder S/W-Film.
  • Empfindlichkeit: 100 ISO, 400 ISO,und 800 ISO sind die typischen Werte. Manchmal bekommst du mit etwas Glück auch eher untypische Empfindlichkeiten wie 160 ISO, 50 ISO oder 64 ISO.
  • ähnliche Formate: Der 220er Film besitzt die gleiche Breite wie der Rollfilm, aber er ist doppelt so lang und kann demzufolge auch die zweifache Bildanzahl aufnehmen. Der 600er Film ist eigentlich identisch, er wird allerdings mit einer dünneren Spule geliefert.

110er Patrone

Pocket-Kassettenfilm (Typ 110), kurz Pocketfilm, war ein fotografischer Film, der 1972 von Kodak vorgestellt und in Pocketkameras verwendet wurde.
Er ist die kleinere Version des Kodak 126er Formates, der Negativstreifen ist 16mm breit und befindet sich in einer Plastikpatrone. 2009 stellte man die Produktion ein, aber seit 2012 wird der Film durch Lomopraphy wieder vertrieben (Orca Black und 100 ISO).

  • Aufnahmen: Mit jeder Filmpatrone sind 24 Aufnahmen möglich.
  • Filmtyp: Während früher vor allem Farbnegativfilm vertrieben wurden, brachte Lomography auch einen s/w und Diafilm heraus.
  • Filmempfindlichkeit: 110er Filme werden typischerweise mit 100 ISO oder 400 ISO produziert, aber mit dem Lomography Peacock Diafilm kannst du auch mit 200 ISO fotografieren.
Foto von kashmir87

Sofortbildfilme

Entwickelt von Agfa, aber als erstes von Polaroid produziert, beinhaltet solch ein Sofortbildfilm alle notwendigen Chemikalien. Als Sofortbildfilme bezeichnet man Filme, die sich nach dem fotografieren sofort entwickeln, ohne dass man sie in ein Labor bringen muss.

Es gibt diese 2 Typen: Integral und Trennbildfilm.

  • Der Integralfilm entwickelt die Fotos automatisch. Die Fuji’s Instax Mini und Wide Filme seien als Beispiele genannt.
  • Beim "Trennbild"film werden die Polaroidbilder nach der Belichtung seitlich aus der Kamera gezogen, wobei der Film zwischen zwei Walzen hindurchläuft, die wiederum die Entwicklerpaste zwischen Positiv und Negativ verteilen. Nach ungefähr 30 bis 90 Sekunden Entwicklungszeit kann man das fertige Positiv abziehen. Beispielfilm ist die Polaroid’s Type 100 Serie und der Fujifilm’s FP-100C.
  • Filmempfindlichkeit: Fuji Instax Filme gibt es typischerweise mit 800 ISO, aber der Fuji’s FP-100C und FB-3000B haben 100 ISO und 3000 ISO.
  • Filmtyp: Sowohl farbige als auch s/w Filme gibt es zu kaufen.

Advanced Photo System (APS)

Der APS-Film ist ein fotografischer Film, der 1996 von den Kamera- und Filmherstellern Canon, Fujifilm, Kodak, Minolta und Nikon eingeführt und 2012 in seiner Produktion eingestellt wurde. Es gab ihn unter verschiedenen Markennamen: Advantix by Kodak, Nexia by Fujifilm, Futura by Agfa und Centuria by Konica. APS-Filme unterscheiden sich deutlich von verbreiteten Filmmaterialien wie dem 35-mm-Film; sie bestehen aus einer geschlossenen Kassette, in welcher der eigentliche Film dauerhaft verbleibt; nur zur Belichtung, Entwicklung sowie gegebenenfalls zur Weiterverarbeitung wird das Trägermaterial herausgeführt.

Der APS-Film verfügt außerdem über optische und magnetische Datenspuren, die einen Datenaustausch zwischen Kamera, Film und verarbeitendem Labor möglich machen (IX, Information Exchange) und sowohl für eine Verbesserung der Bildqualität bei der Erstbestellung, als auch eine gleichbleibende Qualität bei Nachbestellungen sorgen sollen.

Folgende Informationen werden bei einem APS-Film aufgezeichnet: Filmtyp, Filmlänge, Filmempfindlichkeit, Bildformat, Filmidentifikationsnummer, aufnahmespezifische Daten, gewählte Abzugsanzahl, vorgegebener oder individueller Titel.

Quellen: 135 Film, 120 Film, 110 Film, Instant Film und Advanced Photo System auf Wikipedia.

geschrieben von plasticpopsicle, übersetzt von baujulia

Ein Kommentar

  1. baujulia

    baujulia

    Hei meine Lieben,
    bei Facebook gab es eine Anmerkung zum Artikel, ihr die Korrektur: Der Erfinder und Erstproduzent der Sofortbildtechnik ist nicht Agfa sondern Edwin Herbert Land. Er hat das verfahren bereits 1944 entwickelte und erste Land Kamera 1948 unter dem Firmennamen Polaroid verkauft. Agfa hat ledeglich ab 1981 Sofortbildanbauteile für ihre eigenen Kameras produziert, die auch noch mit Kodak Packfilme bestückt wurden die widerum 1986 ein Verfahren wegen Patentverletzung bei Polaroid verloren haben. Ich hoffe jetzt stimmt es?!

    vor 7 Monate · Spam melden

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