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Tragetasche packt Cyanotypie ein

Die Cyanotypie ist ein wunderbares Handwerk und überraschend einfach. Das Tolle daran ist, dass ihr euch nicht auf Papierabzüge begrenzen müsst. Blaudrucke könnt ihr auf allen Arten von Oberflächen machen! Hier seht ihr, wie ich eine einfache, blaubedruckte Einkaufstasche herstelle.

Ihr alle habt in diesem wunderbaren Tipster gelesen, wie man Cyanotypien macht, nicht wahr? Wenn nicht, holt es nach, nachdem ihr diesen Tipster gelesen habt. Er erklärt die Grundlagen, wie man Cyanotypie macht. Und zwar viel besser, als ich es jemals machen würde. Hier sind einige Drucke, die ich nach dem Lesen des Tipsters gemacht habe:

Das macht Spaß, aber es gibt so viel mehr was ihr mit Blaudrucken machen könnt. Erstellt zum Beispiel eure eigene, einzigartige Tragetasche. Ihr benötigt dazu:

  • Cyanotypie-Lösung, welche in kdstevens Tipster beschrieben ist
  • Pinsel- oder Schwammschaum (ich habe ein einfaches Spülmittel verwendet)
  • Stofftasche (ich nahm eine einfache Baumwolltasche)
  • Zeitung, um die Arbeitsfläche abzudecken (die Cyanotypie-Lösung färbt alles ein!)
  • Große Negative, die durchs Drucken digitalisierter Negative auf ein transparentes Papier hergestellt werden
  • Großer Bilderrahmen (eine Glasplatte geht genauso)
  • Sonnenlicht

Zuerst müsst ihr die Tasche vorbereiten.

Am besten macht ihr das bei Nacht, da die Chemikalien lichtempfindlich sind. Arbeitet also ohne Sonnenlicht, UV- oder Leuchtstofflampen (das ist ebenfalls alles in dem Cyanotypie-Tipster erklärt). Eine nicht zu helle, normale Wolfram-Lampe ist in Ordnung.

Mit dem Pinsel oder Schwamm, tragt ihr eine Schicht von Chemikalien auf die Tasche auf. Du kannst eine Plastiktüte mit einem Stapel Zeitungen in die Tasche legen, um zu verhindern, dass die Chemikalien die Rückseite der Tasche einfärben. Ich legte die Tasche auf den Tisch und begann ein unebenes Rechteck zu kreieren, da ich die rauen Ecke liebe. Wenn ihr eine weniger raue Wirkung haben wollt, solltet ihr den Stoff fest an ein Stück Brett feststecken und eventuell die Kanten mit Klebeband abdecken. Passt auf, dass ihr nichts auf eure Kleidung oder Möbel verschüttet. Dieses Zeug kann einige böse Flecken hinterlassen!

Lasst eure Tasche im Dunkeln trocknen. Nun habt ihr Zeit, um eure Negative vorzubereiten. Wählt ein Schwarz-Weiß-Bild, öffnet die Datei (ihr habt all eure Bilder gescannt, um sie hier hochzuladen, oder?) in Photoshop oder Gimp und invertiert sie. Druckt es auf ein transparentes Blatt. Je größer, desto besser, da euer Bild die gleiche Größe haben wird, wie euer Negativ. Ich entschied mich für dieses Bild.

Foto von stratski

Legt eure Tasche in den Rahmen, mit dem Negativ nach oben, und legt sie direkt ins Sonnenlicht. Wie lange ihr sie liegen lassen müsst, hängt von der Sonnenintensität ab. Wenn ihr in Australien an einem hellen Tag seid, wird es etwa 3 Minuten dauern, wenn ihr in Schweden seid, wären 10 Minuten ein guter Anfang. An einem leicht bewölkten Tag, müsst ihr möglicherweise eine Stunde warten. Wenn ihr nicht sicher seid, nehmt euren Rahmen nach drinnen, öffnet ihn vorsichtig an der Rückseite, und hebt eine kleine Ecke der Tasche an. Achtet allerdings darauf, die Negative nicht zu verschieben, sonst erhaltet ihr ein verschwommenes Bild. Wenn ihr es zuerst mit ein paar Papierabzügen versucht, erhaltet ihr ein Gefühl für die richtige Belichtungszeit.

Wenn ihr mit eurem Druck zufrieden seid, nehmt die Tasche und spült sie solange gründlich unter kaltem laufendem Wasser, bis das Wasser klar wird. Lasst die Tasche trocknen und bestaunt euer Werk!

P.S. Ich weiß was ihr denkt: Vergiss Taschen. Das hier würde fabelhaft auf einem T-Shirt aussehen! Ja, aber das ärgerliche ist, dass Blaudrucke nicht gut halten, wenn man sie mit Seifen wäscht, welche Bleichmittel, Phosphate oder Natrium enthalten (z.B. die meisten Detergene). Also stellt sie entweder her um sie nie zu waschen (Igitt!) oder denkt stets daran, sehr milde und umweltfreundliche Seife zu verwenden.

Und hier ist noch einmal der erwähnt Tipster zur Einführung: Beat the Blues: Cyanotypien herstellen.

geschrieben von stratski, übersetzt von lenaschneider

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