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Weit und Infrarot – die Plastik-SLR

Spiegelreflexkameras (SLR) waren für Liebhaber und professionelle Fotografen jahrezehntelang die erste Wahl in Sachen Kameraausrüstung. Scharfe Objektive, ideale Belichtungsmessung und ein präziser Autofokus sind nicht unbedingt die Eigenschaften, nach denen man bei der Lomographie sucht. Aber sie sind gerade bei der Infrarot-Fotografie sehr nützlich.

Bei Spiegelreflexkameras blickt der Bildsucher direkt durch das aufnehmende Objektiv. Während das gerade bei Makrofotografie äußerst praktisch ist, ist es in der Infrarot-Fotografie auch ein Hindernis. Die Filter, die man für Schwarzweiß-Fotografie benötigt, blocken das meiste Licht, so dass man im Bildsucher gar nichts sieht.

Eine offensichtliche Lösung wäre eine Sucherkamera zu benutzen, aber die sind meist ziemlich teuer, besonders mit einem Ultra-Weitwinkelobjektiv. Deine LC-A ist auch in Ordnung, aber man braucht einen besonderen Trick, um den IR-Filter anzubringen, und noch schwieriger ist es, die richtige Belichtung hinzubekommen.
Seit es SLRs gibt sind auch viele Weitwinkelobjektive im Umlauf. Diejenigen, die mit einem Filter verwendet werden können, sind auch für diesen TIpster geeignet.

Was man braucht:

  • Eine SLR-Kamera mit automatischer Belichtung. Stellt sicher, dass die Belichtung durch das Objektiv gemessen wird, und dass es zumindest eine vollautomatische Belichtungsfunktion gibt.
  • Ein Weitwinkelobjektiv für die SLR-Kamera. Stellt sicher, dass man vorne Filter anbringen kann.
  • Rollei IR400s Film. Ein anderer Film funktioniert auch, aber versichert euch, dass ihr dafür die richtigen Filter kauft.
  • IR 720nm Filter mit einem Gewinde, das zum Objektiv passt.
  • Fisheye 2 Bildsucher oder jeder andere Fisheye- oder Ultraweitwinkel-Bildsucher. Im Idealfall hat er das gleiche Blickfeld wie das Objektiv. Wenn nicht seht ihr unten, wie ihr einen improvisierten Rahmen herstellen könnt.
  • Schwarzes Isolierband, einen CD-Stift, Schere und ein Stativ.

Wie man vorgeht:

Den Bildsucher auf die Kamera montieren und beides auf ein Stativ setzen und gegen eine Wand, Fenster etc. ausrichten – etwas, bei dem du das Blickfeld des Objektivs beurteilen kannst.

Sicherstellen, dass es horizontal ist.

Wenn ihr eine Vergrößerungslinse benützt, stellt sicher, dass sie nur auf Fokus-Länge eingestellt ist.

Schaut danach durch den SLR-Bildsucher und prägt euch das Ende des Sichtfelds ein. Seht durch den Fisheye-Bildsucher und versucht den gleichen Punkt zu finden. Nehmt nun ein Stück Isolierband und klebt es auf der Seite an – versucht dabei, das Blickfeld auf den gleichen Bereich einzugrenzen.

Macht das gleiche auf den anderen Seiten – Vorsicht vor allem oben und unten, ihr wollt schließlich, dass eure Fotos horizontal sind.

Zeichnet den Rahmen auf das vordere Glas des Bildsuchers.

Danach könnt ihr das Isolierband entfernen.

Den Filter an der Linse anbringen.

Bei gedämpften Licht den Film einlegen.

Das ist kein Witz. Direktes Licht wird euren Film vernebeln.

Stellt die Filmempfindlichkeit auf 400 ISO ein – der Belichtungsmesser in der Kamera wird den Filter ausgleichen. Mit der Hand in vollem Sonnenlicht auslösen.

Normal Scannen und entwickeln.

Viel Spaß!

geschrieben von adash, übersetzt von sisu14

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.