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360° Pinhole-Spaß mit der Panopticam

Bist du durch den diesjährigen World Pinhole Day auf den Geschmack gekommen und möchtest jetzt gerne mal etwas ganz Besonderes ausprobieren? Warum versuchst du es nicht mit verrückt zusammengewürfelten 360°-Panorama-Pinhole-Fotos? Wie das funktioniert erfährst du in dem Tipster!

Foto von stratski

Ich liebe die Spinner 360, und auch Pinhole-Kameras. Aus diesem Grund hatte ich die Idee, das Prinzip beider Kameras zu kombinieren und daraus eine 360°-Pinhole-Kamera zum machen, indem ich mehrere Löcher um eine runde Kamera mache. Sobald ich den Gedanken hatte, war mir auch klar, dass es so nicht funktionieren würde. Optik und so…

Weil ein Objektiv oder Pinhole das Bild umdreht, würde eine Reihe von Löchern kein durchgängiges Bild erzeugen sondern eher eine Serie an falsch zusammengesetzten Bildern.

Trotzdem, warum sollte man sich von der Realität zurückhalten lassen? Ich war neugierig, welche Ergebnisse mein Hirngespinst liefern würde, und deshalb habe ich meine 360°-Kamera trotzdem gebaut.

Ich habe mit zwei Keksdosen angefangen – einer großen und einer kleineren, die in die Größere hineinpasst.

Entlang der großen Dose habe ich sechs gleichmäßig verteilte Löcher gemacht. Ich habe angenommen, dass das die angemessene Menge wäre, um den Film zu belichten und gleichzeitig nicht zuviele Überlappungen zu bekommen. Der Dosenöffner von meinem Taschenmesser war dabei sehr hilfreich. Danach ist es gut, jedem Loch mit dem Hammer einen ordentlichen Schlag zu versetzen, um die Metallkanten zu glätten.

Als nächstes sollte man die große Dose innen und die kleine Dose komplett mit schwarzem Spray einfärben, um Reflexionen innen zu vermeiden.

Hinter jedes Loch muss man nun noch ein Pinhole machen. Sechs Streifen schwarzes Klebeband dienen als Verschluss.

Zum Schluss montiert man die kleine Dose noch in der großen.

Ich habe meinen Entwurf Panopticam genannt.

Ein Panopticon (tja, laut Wikipedia gab es das schon).

Um die Kamera zu laden, braucht man eine Dunkelkammer oder einen Wechselbeutel, und man wickelt eine Länge des Films um die kleine Dose. Dann befestigt man ihn mit einer großen Büroklammer. Ich schneide einfach ein Stück des Films ab, da ich ihn normalerweise selbst entwickle. Man könnte auch ein bisschen des Sehfelds einsparen und so den Film intakt halten. Auf diesem Weg würdest du den Leuten im Labor einigen Ärger ersparen schätze ich… Es bleibt dir überlassen, wie du die andere Hälfte des Films belichtest.

Um sie zu benutzen, musst du die Panopticam auf eine stabile Oberfläche setzen und nacheinander die einzelnen Verschlüsse abnehmen und wieder aufsetzen. Wenn du auf dem gleichen Platz bleibst, heißt das, dass du selbst auf dem Bild sein wirst (sogar mehrmals). Wenn du das vermeiden willst, geh im Kreis und halte dich von den offenen Pinholes fern. Wenn du die Klebeband-Verschlüsse nicht ganz runternimmst, kann das auch dazu führen, dass Teile deines Films nicht belichtet werden.

geschrieben von stratski, übersetzt von sisu14

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