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Pinhole-Spaß: Deine eigene Pinhole-Sofortbildkamera

Wusstest du, dass am 28. April Welt-Pinhole-Tag ist? Wie könntest du den besser feiern, als deine eigene Pinhole-Kamera zu basteln? Wie wäre es mit einer Pinhole-Sofortbildkamera? Du brauchst nur einen Instant Back+ und dann ist es ein Kinderspiel!

Der Welt-Pinhole-Tag (oder WPPD; kurz für „World Pinhole Photography Day“) ist ein internationales Event, das veranstaltet wird, um die Kunst der Pinhole Fotografie zu fördern und zu feiern. Der WPPD findet jedes Jahr am letzten Sonntag im April statt und soll uns für einen Tag eine Auszeit von der technischen Welt bieten, in der wir leben. Man kann aus Schachteln oder leeren Dosen Pinhole-Kameras machen, eine Pinhole-Aufnahme machen und das Bild mit Menschen auf der ganzen Welt teilen.

Letztes Jahr hörte ich zu spät von diesem interessanten Projekt, deshalb wollte ich das Ereignis dieses mal richtig feiern… weshalb ich drei Pinhole Projekte gemacht habe, eine für jedes Filmformat, mit dem ich vertraut bin: 35mm, 120 und Instant Film.

Ich weiß, dass die Diana F+ einen Pinhole Modus hat und ich kenne auch den Diana Multi Pinhole Operator, aber mir war irgendwie nach Basteln und ich dachte, ich versuche es einfach.

Das Projekt ist so leicht und es dauert nur etwa eine Stunde. Das alles brauchst du, um eine Instant Pinhole Kamera zu basteln:

  1. einen Instant Back+ (Ich habe den Diana F+ Instant Back benutzt)
  2. eine Schachtel, die auf deinen Instant Back+ passt (etwa 12 × 9,5 cm, du kannst auch selbst eine aus Karton basteln)
    3. Karton (stelle sicher, dass der Karton dick genug ist, damit er lichtdicht ist und um den Verschluss zu basteln)
  3. eine kleines Stück dicke Aluminiumfolie (du kannst ein Stück aus einer Getränkedose ausschneiden oder den Deckel von einem Marmeladenglas benutzen, wie ich es gemacht habe)
  4. eine Nadel (du kannst das Pinhole mit einem Hammer durchschlagen, vor allem, wenn du einen Deckel und eine Wäscheklammer verwendest)
  5. schwarzes Isolierband
  6. Malerkrepp oder anderes Klebeband
  7. Schere und ein Cuttermesser
  8. Permanent-Marker
  9. schwarze Farbe und einen Pinsel
  10. einen Soundtrack
  11. Instant-Film

Und los geht’s…

Schau dir zunächst deine Schachtel an. In meinem Fall war sie nicht dick genug, deshalb habe ich drinnen noch Karton angebracht, damit kein Licht in meine zukünftige Pinhole-Kamera fallen kann. Schneide ein 12 × 9,5 cm großes Stück Karton aus und male eine Linie 2,5 cm über dem unteren Rand. Zeichne Diagonalen ein, um den Mittelpunkt des Kartons zu finden.

Der Bereich unter der Linie fällt nicht in diesen Bereich, weil der Instant Back+ nicht mit dem Platz übereinstimmt, wohin der Film kommt, deshalb musst du die Diagonalen einzeichnen, ohne den Bereich unter der Linie miteinzubeziehen. So findest du heraus, wo genau dein Pinhole hin muss.

Die Linie und die Diagonalen musst du auch auf der Rückseite einzeichnen.

Jetzt musst du ein kleines Fenster einschneiden, wo die zwei Diagonalen aufeinander treffen, auf dem Karton und der Schachtel selbst. Stecke den Karton in die Schachtel und klebe ihn fest. Klebe mit dem Isolierband die Seiten des kleinen Fensters ab.

Ich habe noch ein Stück Karton an den Bereich unten angeklebt, damit der Instant Back+ fest an der Schachtel hält, aber ich denke, dass kannst du überspringen.

Sieh nach, ob vielleicht Licht durch ein kleines Loch in die Schachtel fällt. Falls ja, klebe es mit Isolierband ab. Jetzt kannst du die Schachtel innen schwarz anmalen.

Während du darauf wartest, dass die Farbe trocknet, kannst du das richtige Pinhole anfertigen. Du brauchst ein Stück dickes Aluminium: schneide ein kleines Stück aus einer leeren Getränkedose aus oder verwende den Deckel eines Marmeladenglas. Das Pinhole muss sehr klein sein (je kleiner das Pinhole, desto schärfer das Bild) und der Rand des Lochs muss so scharf wie möglich sein. Wenn du ein Stück einer Getränkedose verwendest, lege es flach auf den Tisch (achte darauf, dass die Tischplatte geschützt ist, nicht dass du Kratzer hinein machst) und steche mit der Nadel hinein. Du kannst die Nadel mit einer Wäscheklammer halten (eine aus Holz), falls du zittrige Hände hast.

Wenn du den Deckel eines Marmeladenglases verwendest, dann empfehle ich einen Hammer zu benutzen, damit der Rand des Lochs so klar wie möglich ist. Du musst wieder mit der Nadel einstechen, damit du nicht wie irre mit dem Hammer zuschlagen musst. Wenn du ein wenig frustriert bist, kannst du immer eine Pause machen und mit dem Hammer auf etwas anderes einschlagen (nur Spaß!).

Wenn die Farbe ganz trocken ist, kannst du die Ecken, Löcher oder Risse in der Schachtel abkleben.

Klebe das Pinhole auf die Schachtel. Achte darauf, dass es genau da liegt, wo die beiden Diagonalen aufeinander treffen (dass siehst du, wenn du die Schachtel und das Pinhole gegen das Licht hältst).

Deine Kamera braucht nun einen Verschluss. Du kannst ein Stück schwarzes Isolierband benutzen, dass du abnehmen kannst, wenn der Film belichtet werden soll und dass wieder angebracht wird, wenn du fertig bist. Du kannst aber auch etwas basteln. Weil ich nicht so begabt bin, habe ich diesen verschiebbaren Verschluss aus zwei Stücken Karton gebaut, die etwa genauso groß waren, wie der Deckel des Marmeladenglas. Dann habe ich sie zusammengeklebt und einen großen Teil ausgeschnitten, damit mein Pinhole nicht mehr bedeckt wird und so dass man ein Stück Karton hindurch schieben kann, damit man es als eigentlichen Verschluss benutzen kann. Auch diese Teile müssen schwarz bemalt werden. Davon habe ich kein Bild gemacht, aber das wirst du verstehen, wenn du das Endergebnis siehst.

Jetzt kannst du den Instant Back+ anbringen. Der Film wird später eingelegt, aber denke daran, neue Batterien einzulegen!

Du wirst viel Klebeband brauchen, um den Instant Back an seinem Platz zu halten, dafür würde ich normales Klebeband verwenden oder zuerst Malerkrepp und dann Isolierband, um sicherzugehen, dass deine Kamera lichtdicht ist. Achte darauf, das Pinhole selbst nicht abzukleben und auch nicht den Schlitz, durch den der Film herauskommt, die Rücktür des Instant Backs oder das Stativgewinde unten… Das wirst du brauchen, wir sprechen schließlich von Pinhole Fotografie!

Und hier ist endlich deine Pinhole-Sofortbildkamera. Sie sieht wie ein hässliches Entlein aus, aber du kannst Aufkleber draufkleben, etwas süßes malen oder andere Dinge ankleben… und immerhin kannst du schöne Bilder damit machen!

Alles, was du jetzt machen musst, ist den Film einzulegen und ein Bild machen. Fuji Instant Mini ist ein Film mit 800 ISO, aber ich konnte keine Belichtungsanleitung finden, im Moment belichte ich meine Bilder halb so lange, wie man 400 ISO Film belichten soll. Die Informationen hierzu habe ich aus der Anleitung, die beim Diana Multi Pinhole Operator dabei ist. Du kannst auch einen Farbfilter vor das Pinhole kleben, aber dann musst du den Verschluss ein wenig länger offen lassen.

Hier kannst du ein paar Testaufnahmen sehen, die ich drinnen am Mittag gemacht habe; die Belichtungszeit war 3, 4 bzw. 5 Minuten.

Lass mich wissen, wenn du dieses einfache Projekt ausprobierst. Ich würde nämlich gern eure Ergebnisse sehen!

geschrieben von sidsel, übersetzt von wolkers

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