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9 Tipps für den perfekten Portrait-Hintergrund

Schmeichle deiner portraitierten Person mit dem perfekten Hintergrund, selbst wenn du keine professionellen Hintergründe oder Lichtquellen hast. Ein wenig Hintergrundwissen über Belichtung und Komposition können dich schon ganz nah an einen schönen Portrait-Hintergrund bringen.

Geschrieben von Valerie Robinson

Diese Anleitung ist voller hilfreicher Ideen für Fotografen jeglichen Wissenstands. Ich hatte die Idee, dass du, wenn du alle Techniken beherrschst, viele Tricks für deine Aufnahmen auf Lager hast. Verwende einen Tipp oder kombiniere mehrere und du kannst sie schnell auf alle Arten von Lichtsituationen oder Modelle anwenden und ein wunderbares Portrait machen. Viele Techniken sind am besten für eine oder zwei Personen geeignet. Je größer eine Gruppe wird, desto weniger Optionen bleiben dir. So ist das Leben für Portraitfotografen!

Schritt 1: Vermeide Ablenkungen

Hast du dich schon einmal umgeschaut und warst von der Umgebung deines Models nicht besonders begeistert? Vielleicht war es eine unaufgeräumte Wohnung oder ein unscheinbarer Hinterhof. Ein Ort mag zunächst langweilig wirken, aber das kannst du verbessern, indem du darüber nachdenkst, was deine Kamera „sieht“. Blicke durch den Bildsucher und achte darauf, was man im Hintergrund sieht. Halte die Kamera weiter nach unten oder oben. Gehe nah ran oder zur Seite. Achte auf die Auswirkung deiner Bewegungen im Bildsucher.

Eins der wichtigsten Dinge, die du tun kannst, um Ablenkungen im Hintergrund zu vermeiden, ist, näher an dein Model ranzugehen. Du legst so den Bildausschnitt schon bei der Aufnahme mit der Kamera fest.

In den beiden Bildern unten kannst du dir ansehen, wie das Foto sich verändert hat, als ich nah ranging und man die Mutter nicht mehr sah. Alle möglichen Ablenkungen wurden entfernt und der Fokus des Bildes lag ganz auf dem Baby. Zudem ist auch wichtig, was aus dem dunkelvioletten Pullover der Mutter wurde, das kommt nämlich einem professionellen Hintergrund ganz nahe.

Foto von PhotoTuts+

Licht: Indirektes Licht durch das Fenster. Ein nach Norden gerichtetes Fenster, aber wichtig ist nicht die Himmelsrichtung, sondern dass die Sonne nicht direkt hineinschien.
Objektiv: 85mm Brennweite bei einer Blende von f/1,8. Die Verschlusszeit ist nicht wirklich wichtig. Diese muss nur schnell genug sein, dass das Bild nicht verwackelt.

Schritt 2: Blicke nach unten oder oben

Wenn du über deinem Model stehst und nach unten blickst, wirst du in beinahe jeder Situation einen anständigen – oder sogar großartigen – Hintergrund finden. Auf jeden Fall vermeidest du so Hochspannungsleitungen, Straßenschilder oder ähnliche Ablenkungen. Ich bin nicht groß, deshalb bedeutet das manchmal, dass mein Model auf den Boden muss, knien, kriechen oder wie auch immer. Oder ich muss auf Bäume klettern oder auf Mauern, Stühlen, Parkbänken etc. stehen. Du machst ein Bild von einem Kind oder Baby? Perfekt! Eine andere Idee ist, nach oben zu blicken und Blätter oder den Himmel als Hintergrund zu verwenden.

Das ist kein Tipp für den Hintergrund, aber wenn du jemanden schlanker erscheinen lassen willst und nach unten auf sie blickst, dann lass sie ein wenig ihr Kinn recken, das kann sehr effektiv sein.

Foto von PhotoTuts+

Schritt 3: Bokeh, Baby!

Dieser Schritt ist kritisch, aber deine Möglichkeiten ändern sich je nach dem Objektiv, das du verwendest und dessen Eigenheiten: Blende und Brennweite. Das Bokeh erhöht sich mit der Brennweite und der Größe der Blendenöffnung. Aber egal welches Objektiv du benutzt, in jedem Fall wird das Bokeh stärker, wenn du nah an dein Model rangehst und es gleichzeitig weit vom Hintergrund entfernt platzierst. Öffne die Blende und fotografiere mit der größten Blendenöffnung, die du verwenden kannst. Wenn du nur ein Model hast, kannst du mit einer Blende von f/1,8 oder f/2 arbeiten. Wenn die Umgebung so sehr wie möglich verschwimmt, kannst du alles, Boden, eine Mauer, alles um dein Model herum, in einen tollen Hintergrund verwandeln.

Foto von PhotoTuts+

Schritt 4: Trickse bei der Belichtung

Ich erinnere mich daran, wie verzückt ich war, als ich herausfand, dass man einen Hintergrund komplett dunkel oder hell erscheinen lassen kann, wenn man die Belichtung richtig inszeniert. Was für ein cooler Trick! Wenn du hellen Himmel oder dunkle Schatten nutzt, kannst du überall sein und keiner weiß, dass du keinen professionellen Hintergrund benutzt hast. Zu diesem Trick könnte man allein eine Anleitung oder ein ganzes Buch verfassen, aber ich werde es einfach halten: deine Kamera kann nur eine begrenzte Bandbreite an Licht aufnehmen. Btrache also das Licht, das auf dein Model fällt. Vergleiche dies nun mit der Menge Licht im Hintergrund. Wenn es ein großer Unterschied ist, egal ob sehr viel mehr oder weniger, dann wird deine Kamera das als ganz schwarz oder ganz weiß festhalten.

Wenn der Hintergrund schattig ist, dann wird nicht genug Licht in die Kamera reflektiert und der Film nimmt dies nicht auf. Wenn dein Hintergrund viel heller als dein Model ist, selbst bei blauem Himmel, trifft an diesen Stellen soviel Licht auf deinen Film, dass der Bereich weiß dargestellt wird. Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass dieser weiße Hintergrund etwas anderes ist, was als “Ausbrechen von Lichtern” bezeichnet wird. Das ist ein Fehler, der durch Überbelichtung entsteht, und bei dem Details in den Lichtern verloren gehen, weil an diesen Stellen einfach nichts mehr aufgenommen wird. Natürlich willst du, dass der Film weiße Stellen aufnimmt und nicht nichts, wenn das Sinn macht.

Denke bei der Belichtungsmessung einfach daran, das Licht deines Models zu messen, nicht das des Hintergrunds, und alles läuft gut!

Foto von PhotoTuts+

Schritt 5: Mache das Beste aus den verfügbaren Hintergründen

Du kannst wahrscheinlich sehen, wie dieser Trick auf dem vorherigen aufbaut. Wenn du nicht den großen Unterschied zwischen der Helligkeit des Models und des Hintergrund hast, den man für Schritt 4 braucht, dann kannst du verfügbare Materialien verwenden, um einen hellen oder dunklen Hintergrund zu erhalten. Diese absorbieren entweder Licht, so dass es nicht in deine Kamera fällt, oder reflektieren es. Auch hier verlassen wir uns auch wieder darauf, dass die Kamera nur eine begrenzte Bandbreite an Licht aufnimmt und du kannst immer noch den gleichen Effekt erhalten wie in Schritt 4.

Suche nach dunklem Schwarz oder hellen Mauern. Erschaffe einen Hintergrund, indem du deine Kunden fragst, ob sie ein helles Laken oder ein dunkles Samtkleid haben (Samt ist perfekt, weil es noch mehr Licht absorbiert als anderer Stoff). Sogar ein einfaches schwarzes oder helles T-Shirt kann schon für so einen Effekt sorgen.

Foto von PhotoTuts+

Schritt 6: Abstand vom Model zum Hintergrund

Oft ist es eine gute Idee, die Distanz zwischen Model und Hintergrund zu vergrößern. Die Vorteile sind stärkeres Bokeh (siehe Schritt 3) und die höhere Wahrscheinlichkeit, dass der Hintergrund hell oder dunkel wird [stärkerer Kontrast zwischen Helligkeit des Models und Hintergrunds (siehe Schritt 4 und 5)]. Zudem gewinnt dein Bild an Tiefe, was die Komposition interessanter macht.

Foto von PhotoTuts+

Schritt 7: Licht und Schatten

Helle Lichtflecken oder diffuses Licht können ein großartiger Hintergrund sein. Lichtflecken können unruhig wirken, wenn sie auf das Gesicht oder den Körper deines Models fallen, wenn man sie nicht bewusst einsetzt. Aber wenn du an einem sonnigen Tag draußen daran denkst, dann verwende das Licht, das durch die Blätter fällt, und nutze es als Hintergrund.

Foto von PhotoTuts+

Schritt 8: Blendenflecken

Als ich an der Fotoschule war, wurde mir beigebracht, dass Blendenflecken das Ergebnis schlechter Komposition sind und ich bin mir sicher, dass es Leute gibt, die es immer noch hassen, wenn sie Blendenflecken auf Fotos entdecken. Bei Hochzeits- und Verlobungsfotos verwendet man Blendenflecken jedoch oft bewusst, um etwas interessant zu gestalten, was sonst vielleicht ein langweiliger Hintergrund wäre oder um eine Ablenkung im Hintergrund zu kaschieren. Das beste ist, dass billigere Objektive hierfür besser geeignet sind als teure, die ja solche Blendeflecken eher nicht zustande kommen lassen.

Tipps:

  1. Positioniere die Sonne im Bild (aber blicke nicht direkt in die Sonne, nicht dass mich später jemand verklagt, weil er blind wurde, nachdem er den Artikel gelesen hat!)
  1. Verwende ein billiges Objektiv.
  1. Verwende eine kleinere Blende, um Flecken zu bekommen, die eher an Sterne erinnern. (Merke: kleine Blende, große Zahl.)
Foto von PhotoTuts+

Schritt 9: Hebe die Augenfarbe deines Models hervor

Zu guter Letzt, finde Farben, die deinem Model schmeicheln, also in der Regel ihre Augen betonen. Baumrinde im Hintergrund oder nur Erde oder Sand kann eine Person mit braunen Augen viel lebendiger wirken lassen. Grüne Blätter oder verschwommene Pflanzen oder ein blauer Himmel kann blaue oder grüne Augen richtig zur Geltung bringen.

Foto von PhotoTuts+

Phototuts+ ist eine Quelle, um zu allen Aspekten der Fotografie etwas zu lernen. Wenn du Fotografie liebst, wird Phototuts+ eine wahre Schatztruhe mit hilfreichen Ratschlägen sein. Wirf auch immer weider einen Blick auf Phototuts+, weil sie jeden Monat einen Lomography Tipster vorstellen. Deiner könnte schon der nächste sein!

geschrieben von plasticpopsicle, übersetzt von wolkers

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.