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Mach mehr aus deiner Rolle 120er Film: Kleb nen Spickzettel auf deine Kamera!

Filme in größeren Formaten sind eine größere Herausforderung für die Fähigkeiten von Fotografen. Wenn du üblicherweise 35mm Film verwendest und dich einer neuen Herausforderung stellen möchtest, oder wenn deine 120er Negative nie so gut werden wie du erwartet hast, weil du mal wieder vergessen hast eine Einstellung an deiner Kamera anzupassen, dann probiere diesen einfachen Tip aus und verbesser deine Erfolgsquote.

Foto von digitaljunk

Großer Minuspunkt! Im Format 6×12 zu fotgrafieren heißt, dass du nur sechs Bilder auf eine Rolle 120er Film bekommt.

Je größer das Filmformat auf das du dich eingelassen hast, desto unerbittlicher kann deine Ausrüstung sein. Ausstattungen die für 35mm Kameras Standard sind, sind bei Kameras für großere Filmformate vielleicht garnicht erst vorhanden. Dinge an die du dich gewöhnt hast, wie zum Beispiel dass es beim Filmtransport einen automatischen Stopmechanismus gibt, dass nur einmal ausgelöst werden kann um Doppelbelichtungen zu vermeiden oder ein integrierter Belichtungsmesser werden zum Luxus. Und um die Sache noch komplizierter zu machen, hast du weniger Schüsse zum experimentieren, bevor du schon wieder zu einer neuen Rolle Film wechseln musst.

Mein erster Versuch mit größeren Fimvormaten war so ähnlich wie Autofahren lernen – es gibt so viele Dinge an die man sich gleichzeitig erinnern muss und man kann sich kaum vorstellen, wie das irgendjemandem möglich sein soll.

Einer meiner Tips ist sich einen “Spickzettel” zu machen und diesen an die Kamera zu kleben. So ähnlich wie wenn man sich Matheformeln auf die hand schreibt um die Prüfung zu bestehen, außer das dieser Spickzettel erlaubt ist.

Kritzel dir eine Liste mit den Abläufen als Gedächtnisstütze und orientiere dich daran während du fotografierst. Das ist nicht nur eine praktische Erinnerungshilfe was als nächstes zu tun ist, sondern auch eine gute Hilfe um die einzelnen Schritte einzuüben. Nach einer Weile wirst du merken, dass du Routine entwickelst und den Spickzettel nicht mehr brauchst.

Hier mein Vorschlag für eine koplett mit der Hand zu bedienende Kamera für 120er Film:
1. Objektivdeckel abnehmen*
2. anvisieren
3. Blende wählen
4. Belichtung einstellen (f, 1/X, >1s?)
5. Click
6. spulen

*das brauchst du wenn du eine Sucherkamera verwendest, bei der man auch dann durch den Sucher sehen kann, wenn die Linse noch vom Objektivdeckel abgedeckt wird

  • f = Blende
  • 1/X = Belichtungszeit einstellen
  • >1s? = wenn die Belichtungsdauer größer als eine halbe oder eine Sekunde (oder mehr, je nach Film) ist, musst du länger belichten als normal.

Du kannst diese Liste verwenden, oder deine eigene erstellen, je nach Kamera und Reihenfolge die dir gefällt. Zum Beispiel bevorzuge ich es die Belichtungszeit unmittelbar bevor ich das Foto mache einzustellen. Ich spule den Film immer direkt weiter nachdem ich ein Bild gemacht habe, außer ich möchte eins doppelt belichten, so weiß ich vor der nächste Aufnahme immer, dass das schon gemacht ist.

Wenn man alle Schwierigkeiten überwunden hat wird man durch gute Aufnahmen belohnt. Und das 120er Format ist so vielseitig, dass von 16 bis vier oder drei Aufnahmen auf jede Filmrolle passen, je nach Ausstattung.

Vergleich von 120er Format Größen (photos 1 to 5): 6×4.5, 6×6, 6×7, 6×9 and 6×12:

Warte! Es gibt noch einen anderen Weg wie du das Meißte aus einer Rolle Film herausholst. Auch wenn du ganze 16 Aufnahmen zur Verfügung hast, frag dich bevor du Schritt 5 ausführst, ob du dieses Bild wirklich machen willst. Denn das wunderbare daran viele mittelmäßige bis grauenhafte Fotos gemacht zu haben (ich spreche hier für mich) ist, dass du ein weiteres Schlechtes schon auf dich zukommen siehst, lange bevor es an deinem Finger ankommt der auf dem Auslöser liegt!

geschrieben von digitaljunk, übersetzt von elenya-y

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.