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Mittelformatfilme bei Sportveranstaltungen optimal nutzten

Ich liebe es, Sportveranstaltungen zu fotografieren. Immer mit Film, nie digital. Manchmal benutze ich 120er Filme, wo nur zwölf Bilder drauf passen. Hier ein paar Tipps, wie man aus diesen wenigen Fotos das Meiste herausholt.

Mittelformat ist fantastisch. Wunderbar plastisch, wenig Korn, großartige Details auf den Negativen, vor allem, wenn man eine professionelle Kamera wie eine Hasselblad oder eine mit einem scharfen Objektiv, wie eine Rolleiflex oder sogar Lubitel, benutzt. Mit diesen Kameras hat man die volle Kontrolle über Verschlusszeiten und Blende; wenn man sich also schon damit auskennt, wird man kaum noch Bilder verschwenden. Anders sieht es aus, wenn man Toy-Cameras benutzt, wie die Diana, Holga oder Ferrania Euro, denn hier gibt es wenig Einstellmöglichkeiten. Alle diese Kameras haben eine feste Verschlusszeit und wenig Auswahl bei den Blenden (zwei bei der Holga, drei bei der Diana).

Vor allem brauchen wir daher einen passenden Film für die Veranstaltung. An einem sonnigen Tag kann man z.B. einen ISO 100 Film nehmen, wenn es wolkig oder sogar winterlich ist, wird man eine höhere Empfindlichkeit brauchen und besser einen ISO 400 oder sogar 800 nehmen.

Foto von sirio174

Starkes Gegenlicht würde ich vermeiden, da die Plastiklinse einer Toy-Camera sehr anfällig für Lichtreflexe ist. Manchmal kann hier eine Gegenlichtblende helfen, wenn das Licht direk von der Seite kommt. So etwas kann man sich leicht basteln, indem man ein Stück Kartonpapier in Kegelform rollt.

Foto von sirio174

Die Fotos werden scharf in der Mitte und verschwommen am Rand. Folglich muß man den Mittelpunkt des Interesses in die Bildmitte setzen.

Foto von sirio174

Wenn Wolken am Himmel auftauchen, muß man die Blende der Kamera auf die Wolkeneinstellung umstellen. Denke dran, aus einem überbelichteten Foto kann man immer mehr machen als aus einem unterbelichteten. Heutige mittelempfindliche Filme tolerieren nur eine Blende Unterbelichtung, aber von einer bis zu vier Blenden Überbelichtung.

Foto von sirio174

Bleibe nah am Motiv, wenn du kein Teleobjektiv hast (für die Diana F+ gibt es sowas).

Vermeide starke Kontraste zwischen hellem Licht und dunklen Schatten, versuche, eine halbwegs ausgeglichene Lichtsituation zu finden.

Foto von sirio174

Denke auch an die Bildgestaltung! Auch mit einer Toy-Camera sollte man immer nachdenken, bevor man abdrückt. Vergiß auch nicht den Parallaxe-Fehler (diese Kameras sind keine Spiegelreflex-Kameras!).

Foto von sirio174

Es macht Spaß, mit einer Toy-Camera zu fotografieren, aber weil die Einstellungsmöglichkeiten begrenzt sind, machen diese Kameras das Leben manchmal komplizierter statt einfacher! Denke immer an die Lichtbedingungen, die Distanz zum Motiv, die Möglichkeit von Light Leaks und auch an die begrenzte Verschlussgeschwindigkeit (bei schnell bewegten Objekten, wie bei einem Autorennen, solltest du das Mitziehen probieren).

Foto von sirio174

All diese Bilder sind mit einer Diana F+ und zwei Rollen 120er Film aufgenommen worden. Ich habe nur eins von 24 Bildern verschwendet, weil ich den Film einmal unbelichtet weitergespult habe. (Um dieses Problem, und das Risiko von Doppelbelichtungen, zu minimieren, denke immer daran, den Film nach jedem Foto weiterzuspulen.)

Foto von sirio174

Die beiden Teams sind Rugby Como und Busto, und die Bilder wurden Anfang Herbst 2012 aufgenommen.

geschrieben von sirio174, übersetzt von marcel2cv

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.