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Jetzt wird es richtig heiß: Ring of Fire

Nachdem hier schon diverse Tipster zum Thema Lightpainting und dergleichen erschienen sind, kommt jetzt mal ein richtiger Burner. Sprichwörtlich.

Foto von ck_berlin

“Liebe ist eine glühende Sache
Und es bildet einen brennenden Ring
Gefesselt von wildem Begehren
fiel ich in einen brennenden Feuerring”

Johnny Cash in seinem Song “Ring of Fire”.

Und um solch einen Ring aus Feuer bzw. Funken zu erstellen und auf Film zu bannen ist leichter als man denken mag. Folgende Sachen benötigt ihr dazu:

  • Kamera mit B-Modus (Bulb- / Langzeitbelichtung) und Drahtauslöseranschluss (z.B. Lubitel 166+)
  • Drahtauslöser
  • Stativ
  • Robuste Kleidung (möglichst aus Baumwolle)
  • Stahlwolle (Sorte 00 bzw. 000)
  • Feuerzeug (am besten ein Stabfeuerzeug)
  • Schneebesen (aus Edelstahl, mittlere bis kleine Größe)
  • Schnur, Kette o.ä.
  • einen Helfer (ist von Vorteil)
  • leistungsstarke High-End Taschenlampe (z.B. von LED LENSER)

Vorweg ein Sicherheitshinweis: Das Experimentieren mit brennender Stahlwolle kann gefährlich sein und bei unsachgemäßer Anwendung zu Verletzungen und Sachschäden führen! Solltest Du dir unsicher sein, dann lass es lieber sein. Sicherheit geht vor!

Nun aber los. Sachen besorgt, alles zusammengepackt und los zur Location. Diese sollte sich idealerweise im Freien befinden und feuerfest sein. Also aus Beton, Stein und/oder Stahl. Wenn Du vor hast das in der Natur zu machen, so sollte es nicht zu trocken sein, da sonst die umherfliegenden Funken ein Feuer auslösen können. Im Herbst oder Winter oder nach Regenschauern kann eigentlich wenig passieren. Einfach mitdenken und den gesunden Menschenverstand benutzen. Hast Du den zu fotografierenden Ort ausgesucht, baue das Stativ auf und richte die Kamera aus. Wichtig ist, dass Du auch richtig fokussiert (sofern die Kamera nicht über ein Zonensystem verfügt). Dazu stellt sich dein Helfer ins Motiv und leuchtet sich an, so dass man ihn gut durch den Sucher sehen und scharf stellen kann.

Nun zur Vorbereitung für die Stahlwolle. Bei der handelt es sich übrigens nicht um das grobe Zeug, mit das Du die Töpfe und Pfannen reinigst, sondern um wesentlich feineres Material. Die Wolle bekommt man im Baumarkt und kostet nur ein paar Euro. Dort gibt es verschiedene Sorten. Kaufe welche mit dem Feinheitsgrad 00 oder 000. Mit dem Inhalt einer Packung kannst Du mehrere Funkenringe machen. Zupfe so viel Wolle ab, wie Du in das Innere deines Schneebesens locker reingestopft bekommst. Ich lockere die Watte vorher auch noch etwas auf. Achte darauf, dass Du den Stahlstaub nicht einatmest. Es ist von Vorteil, wenn der Besen am Griff eine Aufhängeöse hat. Da kannst Du nämlich prima eine Schnur, eine Kette oder der Gleichen dran befestigen.

Jetzt zur Position gehen und mit dem Feuerzeug die Wolle anzünden. Sobald es anfängt zu glühen, fängst Du mit dem Drehen an. Zeitgleich sollte der Auslöser von der Kamera ausgelöst werden. Durch die Fliehkraft fliegen nun die Funken viele Meter weit und hoch. Je nachdem wie stark und schnell Du drehst. Das Ganze brennt einige Sekunden, je nachdem welche und wie viel Wolle verwendet wurde und wie fest das Ganze in dem Schneebesen steckt. Vorsicht mit dem Schneebesen. Der ist danach noch ziemlich heiß.

In bewegten Bildern sieht das dann so aus.

Wenn du den richtigen Dreh raushast, dann versuche andere Techniken und kombiniere das Feuerrad mit Lightpainting- und Lightwriting-Techniken.

Hier noch ein paar Inspirationen für Euch.

Geschrieben von ck_berlin

4 Kommentare

  1. brommi

    brommi

    Echt klasse Fotos! Werde es Vlt mal ausprobieren!

    vor fast 2 Jahre · Spam melden
  2. zonderbar

    zonderbar

    HEISS!!!

    vor fast 2 Jahre · Spam melden
  3. takitani

    takitani

    Krasser Tipp. Super gemacht ck. Wenn ich heute noch Schöneberg abfackel werde ich in meiner Aussage auf dich verweisen. Hehe

    vor fast 2 Jahre · Spam melden
  4. gemma81de

    gemma81de

    Sehr geil :)

    vor fast 2 Jahre · Spam melden