Lomoinstant_en
Hast du ein Konto? Anmelden | Bist du neu bei Lomography? Registrieren | Lab | Aktuelle Seite:

Geisterhafte Bewegungen bei Nacht

Wolltest du schon mal einen Geist auf einem Foto festhalten, aber es hat noch nie geklappt? So geht das!

Foto von walasiteodito

Um ehrlich zu sein, habe ich auch noch nie ein Foto von einem echten Geist aufgenommen, tut mir Leid! Aber ich zeige euch, wie ihr geisterhafte Bewegungen in eure Fotografien zaubern könnt! Das ist sogar ganz einfach!

Was brauchst du?

  1. Kamera deiner Wahl (muss Langzeitbelichtungen machen können, ich habe meine Lubitel 166B verwendet)
  2. Stativ
  3. 100 oder 200 ISO Film (aber du kannst auch lichtempfindlichere Filme nehmen, ich habe hier Kodak Ultracolor 100 benutzt)
  4. Kabelauslöser (nicht obligatorisch, aber empfehlenswert)
  5. Mut

Wo sollst du fotografieren?

Im Grunde fotografierst du Nachtszenen mit Menschen, die sich bewegen. Finde einen Ort, der nicht gut ausgeleuchtet ist. An dem Ort müssen viele Leute sein, die sich bewegen (oder zumindest eine Person). Ein Tipp für gute Locations ist, Orte zu vermeiden, an denen Autos vorbeifahren, weil die Lichter der Autos das geisterhafte an den Fotos zunichte machen können.

Wie belichtet man die geisterhaften Bewegungen?

  1. Stelle Stativ und Kamera auf. Achte darauf, dass beinahe keine Autos durch dein Bild fahren. Mein Tipp ist, einen versteckten Ort zu wählen, weil manche Leute schnell schüchtern werden und sich von dir weg bewegen, wenn sie sehen, dass du fotografierst.
  2. Stelle die Blende auf f/8 oder f/5,6. Nicht zu groß und nicht zu klein. Bringe den Kabelauslöser an, wenn du einen benutzen möchtest. So verwackelt das Bild weniger.
  3. Warte auf den richtigen Moment, um den Verschluss zu öffnen. Der richtige Moment ist gekommen, wenn Menschen sich vor deiner Kamera bewegen. Sie werden zu den „geisterhaften“ Bewegungen in deinem Bild. Ein weiterer Tipp ist, dass hell gekleidete Menschen besser zu sehen sind, als dunkel gekleidete.
  4. Drücke den Auslöser 20-30 Sekunden, je nachdem, was dir besser gefällt. Experimentiere und finde heraus, wie lange jede Aufnahme belichtet werden muss.

Das Ergebnis:

Die Bewegungen der Menschen in deiner Aufnahme werden festgehalten, aber nur ein wenig. Dadurch erscheinen sie wie Geister in deiner Fotografie, weil ihre Bewegungen verschwimmen. Außerdem sind die einzelnen Bewegungen kürzer belichtet, als die unbewegten Objekte in deiner Aufnahme.

Foto von walasiteodito

Weitere Tipps:

Experimentiere mit der Belichtung. Verwende Filme mit höherer ISO, löse den Verschluss nicht ganz so lange aus. Verwende kleinere und größere Blenden. Wenn du ein leicht vernebeltes Bild möchtest, dann sei doch so verrückt und ziehe deinen belichteten Film in einem abgedunkeltem Raum aus dem Kanister, das wenige Licht wird für einen Nebeleffekt sorgen. Sei einfach mutig und fotografiere drauf los und du bekommst wirklich geisterhafte Bilder! Ich hoffe, ich konnte euch helfen und LOMO ON!

geschrieben von walasiteodito, übersetzt von wolkers

Es gibt noch keine Kommentare

Lies den Artikel in einer anderen Sprache.

Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English. Den Artikel gibt es auch auf: Türkçe, Português & Československy.