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Portraitfotografie: Ein paar Tipps und einfache Richtlinien

Es macht einen großen Unterschied, ob man ein übliches Bild oder ein Portrait fotografiert. Ein Portrait ist viel schwieriger: du musst die wichtigsten Gesichtszüge, die Persönlichkeit und Besonderheiten deines Bildobjektes einfangen, ohne dabei die Komposition zu vergessen. Hier sind ein paar einfache Tipps und Richtlinien, damit du sicher in die Welt der Portraitfotografie eintauchen kannst!

Foto von ariannapaloma

Beginnen wir mit den Einstellungen.

Wähle immer eine möglichst offene Blende. Ich fotografiere gerne bei f/1.8 oder f/2.0, damit ich eine geringe Tiefenschärfe bekomme. Dadurch erhält man einen tollen verschwommenen Hintergrund und nur das Motiv ist fokussiert. Bezüglich der Verschlusszeit – du kannst auf die Priorität “Blende” stellen, wenn das bei deiner Kamera möglich ist oder stelle die Verschlusszeit passend zu deiner Blende ein (z.B. mit einem externen Belichtungsmesser).

Welcher Film?

Ich finde, Film mit feiner Körnung ist ideal für Portraits, deshalb benutze ich immer Filme mit geringer ISO wie 100 oder weniger. Wenn du Farbnegativfilme benutzen willst, halte ich Kodak Ektar 100 für den Film mit der feinsten Körnung, die du je finden wirst.

Wenn du Bilder mit strahlenden Farben willst, dann wähle einen Diafilm und crosse ihn. Der Film mag weniger scharf und fein gekörnt sein, aber die ganze Bildkomposition verändert sich: Ich finde X-Pro gibt den Bildern das gewisse Etwas, das mich an ein Gemälde erinnert.

Wähle Schwarzweiß-Film, wenn du die tiefen Emotionen ausdrücken willst, die du fühlst, und es laut in die Welt schreien willst! Ich liebe Schwarzweiß-Film, weil der monochrome Kontrast perfekt ist, um Gefühle zu betonen: es ist intensiv, es ist tief, es ist emotional. Also leg den Film ein, fokussiere das Bildobjekt und drücke dich aus, ohne dass Farben die Komposition stören könnten. Hier ist eine Auswahl an Portraits mit meinem liebsten Schwarzweiß-Film, Kodak T-Max.

Und jetzt ein paar Richtlinien, um eine Portrait-Komposition zu kreieren.

  1. Licht ist dein bester Freund. Mache damit eine kreative Komposition und hebe dein Bildobjekt hervor.
  1. Sei bereit, um einen kurzweiligen Moment festzuhalten. Dein Freund beim Lachen, die Katze beim Gähnen – das sind die besten Beispiele, die ich geben kann.
  1. Schleiche dich an… und stiehl einen Moment! Dein Bildobjekt ist so natürlich, wie es nur sein kann, wenn es nicht weiß, dass es beobachtet wird.
  1. Fotografiere das Bildobjekt in seiner “natürlichen Umgebung”. Ein Musiker bei einem Gig, ein Autor bei der Arbeit, ein Fotograf beim Fotografieren: so legst du den Augenmerk auf die Persönlichkeit und Interessen des Bildobjektes.
  1. Wenn du Fotos mit “Posen” willst, dann mach dir viele Gedanken über die Bildkomposition, wie bei einem Gemälde.
  1. Was ist mit Selbstportraits? Ich denke, hier gilt die gleiche Regel. Ich mache Selbstportraits, um etwas über mich zu erzählen, durch das Medium, das ich kenne, Fotografie! Gutes Licht, gute Komposition, zentrales Bildobjekt und etwas, das ich berichten möchte!

Für eine gute Auswahl an Portraits, empfehle ich diesen Artikel. Das war für mich sehr inspirierend!

geschrieben von ariannapaloma, übersetzt von wolkers

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English. Den Artikel gibt es auch auf: Spanish & Italiano.