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Zurück zu den Grundlagen: Stops – rauf und runter

Wenn du mit Filmfotografie beginnst, bist du vielleicht überrascht, dauernd 'Stop' zu hören. Nein, keiner ist gemein zu dir, das ist ein fundamentaler Begriff in der Fotografie.

Foto von nat-errant

Die Bezeichnung Stop in der Fotografie bezeichnet “eine relative Änderung in der Helligkeit des Lichts”. Es ist wichtig zu verstehen, dass das sich nicht nur auf die Blende und Verschlusszeit beschränkt, sondern auch auf den Film selbst. Film kann Licht aufnehmen oder absorbieren, aber das Konzept ist das gleiche. Die drei Faktoren spielen in einer ‘Dreifaltigkeit’ zusammen.

Ob wir nun vom Film, der Blende oder Belichtungszeit sprechen, wenn du etwas um einen Stop anpasst, dann verdoppelst oder halbierst du das verfügbare Licht (und das ist wichtig, weil das, wie gesagt, relativ ist).

Das lässt sich sehr leicht mit Film beschreiben. Wenn du einen 100 ISO Film hast und du willst um einen Stop erhöhen, dann nimmst du einen Film mit 200 ISO, wenn du einen Stop runter gehen willst, nimmst du einen 50 ISO Film.

Bei der Verschlusszeit sieht das gleich anders aus und erst recht bei der Blende. Also gehen wir ein wenig zurück. Machen wir es auf die romantische Tour.

Foto von photohuggers

Zünde eine Kerze an. Das Licht ist dein erster Stop. Zünde noch eine an, du bist einen Stop höher. Um zwei Stops hochzugehen, musst du vier Kerzen anzünden, für drei Stops acht Kerzen.

Wir haben über Film gesprochen – sehen wir uns nun die Belichtungszeit an. Die Diana F+ hat eine festgestellte Verschlusszeit von etwa 1/60 Sekunde. Bei einer Diana kannst du das nicht ändern, aber sagen wir du hast eine Lubitel. Bei dieser schwarzen Schönheit kannst du die Zeit um einen Stop reduzieren (um die Hälfte der ursprünglichen Zahl), auf 1/30 Sekunde. Wenn man um einen Stop erhöht, wird es aber ein wenig seltsam. Die nächste Verschlusszeit ist 1/125. Das ist ein Stop und ein bisschen mehr, aber das ignorieren wir mal. Wenn du wieder um einen Stop erhöhst, sind wir bei 1/250, und so weiter.

Foto von maxwellmaxen

Bei der Blende wird es erst richtig seltsam. Die Blendeneinstellung wird in f-Stops gemessen, was scheinbar nichts mit dem zu tun hat, wovon ich spreche. Du musst tief einatmen und das so hinnehmen. Was du meistens sehen wirst ist f/2.8, f/4, f/5.6, f/8, f/11, f/16 und f/22. Nur um es gesagt zu haben, f/5.6 ist ein Stop weniger als f/8 und f/11 ist einer mehr.

Nun bringen wir mal alles auf einen Nenner, nehmen wir eine Blende von f/8, eine Verschlusszeit von 1/60 mit einem Film mit 100 ISO. Wenn du bei einer Spiegelreflex-Kamera die Einstellungen auf f/11 (einen Stop hoch) und 1/30 (einen Stop runter) änderst und den gleichen Film mit 100 ISO nimmst, dann ist das Bild das gleiche.

Nimmt man einen Film mit 400 ISO (zwei Stops hoch) und stellt die Blende auf f/22 (zwei Stops reduziert), ist das Ergebnis wieder das gleiche. Die Balance wird gehalten. Die Belichtung ist dieselbe.

Foto von babybath

Diese Maßeinheiten zu verstehen ist sehr wichtig für Fotografen, die vom Knipsen zum professionellerem fotografieren übergehen wollen. Das ist der Schlüssel zu so vielen Dingen. Ein gutes Beispiel ist die Sunny 16 Regel. Die ist sehr hilfreich für Lubitel-Besitzer oder für dich, falls eines Tages dein Belichtungsmesser kaputt geht. Weitere Informationen zur Sunny 16 Regel findest du in diesem Artikel, den ich letztes Jahr verfasst habe.

Foto von adam_g2000

Um abzuschließen, empfehle ich diesen Artikel zu lesen, der eine Belichtungstafel enthält, die dich mit Belichtungseinstellungen experimentieren lässt – sehr hilfreich, um dein Verständnis zu festigen. Wenn du mehr über f-Stops wissen willst, dann lies diesen Artikel auf Wikipedia, aber nur, wenn du großes Interesse an der Theorie hast.

In der nächsten Ausgabe setzten wir das in die Praxis um, weil wir uns ansehen werden, welche Auswirkungen die Blende auf die Tiefenschärfe hat.

Foto von mczoum

Zurück zu den Grundlagen ist eine Tipster-Serie von Adam Griffiths, in der er technisches Wissen zur analogen Fotografie vermittelt. Jede Ausgabe dreht sich um ein fundamentales Thema der Fotografie, das von ihm schnell und einfach erklärt wird.

geschrieben von adam_g2000, übersetzt von wolkers

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