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Was man noch aus einer kaputten Polaroid 210 Automatic Land Kamera machen kann

Statt die kaputte Kamera aus meiner Kindheit wegzuwerfen, entschied ich ich dazu, sie zu einer Pinhole-Kamera umzubauen. In diesem Artikel zeige ich dir, wie das geht und wie die Aufnahmen der Kamera danach aussehen.

Eine der ersten Kameras, die ich je benutzt habe, war eine Polaroid 210 Automatic Land Kamera. Die Polaroid 210 Automatic Land Kamera ist vielleicht eine der bekanntesten Packfilm-Kameras. Polaroid hat über 1,5 Millionen davon verkauft. Es war die erste Sofortbild-Kamera, die Farben produzierte und die unter $50 kostete. Der ursprüngliche Kaufpreis lag bei $49,95. Es gibt noch viele funktionierende Kameras und du kannst sie immer noch für etwa $50 oder weniger bei eBay bekommen. Fuji verkauft noch Filme, die mit dieser Kamera kompatibel sind. Es gibt den FP-100C, ein Film mit 100 ISO, und den FP3000B, ein Schwarzweiß-Film mit 3000 ISO. Im Moment (als ich diesen Artikel schrieb) verkaufen sie auch noch den FP-100B, einen Schwarzweiß-Film mit 100 ISO. Allerdings wurde die Produktion eingestellt. Für die Polaroid 210 Automatic Land Kamera wurden Filme mit 75 ISO und 3000 ISO empfohlen, aber auch Filme mit 100 ISO können verwendet werden. Die 210 Automatic Land Kamera hatte auch eine Anpassung, um Bilder aufzuhellen oder abzudunkeln, so dass man einen zu lichtempfindlichen Film kompensieren kann.

Nachdem ich meine Kamera nach 35 Jahren ausgepackt habe, fand ich eine ebenso alte Batterie in ihr. Die 210 Land Kamera läuft mit A24PX / 532 3 V Alkaline Batterie. Die gibt es noch für etwa $10 zu kaufen oder sogar weniger. Außerdem kann man aus drei AAA-Batterien ein Paket basteln, so dass sie sich in die Kamera einlegen lassen. Diese Option wählte ich. Nach dem Einlegen der Batterien fand ich heraus, dass die Kamera kaputt war, weil der elektronische Auslöser sich nicht betätigen ließ. Zunächst war ich sehr enttäuscht, aber dann fiel mir ein, dass ich die Kamera leicht in eine Pinhole-Kamera verwandeln könnte.

Ich habe den elektronischen Verschluss ausgebaut und alles, was damit verbunden ist. Das alles befand sich vorne an der Kamera und es zu entfernen, war sehr einfach. Dann habe ich eines der Aluminium-Stücke der Kamera benutzt, um das Pinhole zu erstellen. Ich habe das Pinhole mit schwarzem Isolierband vorne an der Kamera angeklebt. Dann benutzte ich schwarzes Isolierband als Verschluss.

So sieht die Kamera ohne all die Elektronik aus und eine Nahaufnahme von dem funktionalem Ende der Kamera:

Ich habe darauf geachtet, dass die Walzen sauber sind und legte einen Fuji FP-100C in meine Kamera ein. Die Größe des Pinholes konnte ich nur schätzen, so dass ich die richtige Belichtungszeit nur mittels Testen herausfinden konnte. Das hier ist die erste Aufnahme, die ich innen bei Nacht mit dem ausgezogenen Balgengerät gemacht habe. Ich habe den Verschluss 30 Minuten offen gelassen – ja, 30 Minuten, nicht Sekunden. Das ist das Ergebnis:

Ich habe es geschafft, ein sehr kleines Pinhole zu machen. Das Foto wurde drastisch unterbelichtet. Außerdem hat das Foto nur einen kleinen Kreis in der Mitte des Bildes abgedeckt. Das heißt, das Balgengerät war zu weit zusammengefahren. Ich hoffte auf ein Ultra-Weitwinkelbild, aber es bedeckte nicht das ganze Bild, also würde ich das Balgengerät noch etwas weiter heraus ziehen müssen.

Die nächste Aufnahme habe ich bei hellem Tageslicht gemacht. Ich habe das Balgengerät ganz herausgezogen und das Bild etwa 10 Sekunden belichtet. So sieht das Ergebnis aus:

Viel besser. Mir gefällt die starke Vignettierung sehr gut und das Bild ist ziemlich scharf für Pinhole.

Als nächstes wollte ich wissen, was passiert, wenn ich das Balgengerät in seiner Position verändere und wieder etwas weiter einfahre. Dadurch hat die Kamera eine kürzere Brennweite und sollte ein Bild mit weiterem Winkel produzieren. Ich habe die gleiche Aufnahme aus der gleichen Position gemacht, aber ich habe etwa 15 Sekunden belichtet, statt 10. Das habe ich dabei bekommen:

Hm. Definitv ein weiterer Winkel und die Belichtung ist ebenfalls besser. Ich verwende einen 100 ISO Film, aber das war eine 15-sekündige Belichtung in hellem Licht. Das ist wirklich ein sehr kleines Pinhole, das ich da gemacht habe. Das ist gut, weil ich sehr lange Belichtungen mag. Ich habe mit diesem Verfahren auch ein Selbstportrait gemacht. Das habe ich dabei bekommen:

Hier sind weitere Aufnahmen mit verschiedenen Distanzen:

Alle Aufnahmen hier haben einen starken Blaustich, den man noch deutlicher auf den unbearbeiteten Scans mit weißem Rand sieht. Das mag am Alter des Films liegen, den ich verwendet habe, oder weil sich dieser Film bei sehr langen Belichtungen ganz anders verhält. Nichts desto trotz bin ich mit den Ergebnissen zufrieden und ich freue mich auf weitere Instant-Pinhole-Aufnahmen.

geschrieben von gvelasco, übersetzt von wolkers

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.