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Verschiedene Funktionen der La Sardina machen sie zu einer guten Wahl für Stereographien. Lies weiter und erfahre, warum ich dazu meine La Sardina gewählt habe.

Die La Sardina ist eine tolle Kamera, die ideal für die Lomographie ist. Einige der Funktionen, die für die Lomographie unerlässlich sind, machen sie zu der idealen Kamera für Stereographien. Für Stereographien braucht man zwei Bilder – eines für das linke und eines für das rechte Auge. Es gibt viele Möglichkeiten, sie anzusehen und es gibt kostenlose Programme, mit denen du aus zwei Bildern eine Stereographie machen kannst. Mein Lieblingsprogramm für Stereographien ist “Stereo Photo Maker”:http://stereo.jpn.org/eng/stphmkr/, das in den Sprachen Englisch, Französisch, Deutsch und Japanisch programmiert ist.

Es gibt verschiedene Wege, ein Bilderpaar zu fotografieren. Der simpelste wäre, eine Aufnahme zu machen, die Kamera dann das Stück zu bewegen – etwa in einem Abstand, der der Distanz zwischen den Augen entspricht – und dann ein weiteres Bild zu machen. Ein Problem bei dieser Methode ist, dass die Bilder nicht ideal übereinander passen, wenn sich irgendetwas bewegt, und das wird man dann in der Stereographie sehen. Ein weiteres Problem ist der Unterschied im Blickwinkel, so dass die Bilder nicht eindeutig übereinander passen. Eine andere Lösung wäre, eine Stereokamera zu verwenden, wie zum Beispiel die Holga 3D Stereo Pinhole Kamera. Diese Kameras sind eine tolle Lösung, aber das kann wirklich teuer werden und außerdem sind sie klobig und schwer. Manche Stereokameras machen Halbformataufnahmen, die einfach nicht die volle Auflösung und Qualität eines üblichen Bildes erbringen können. Sie produzieren zudem Bilder mit einem kleineren horizontalen Blickwinkel als eine Kleinbildkamera, was beinahe den Sinn einer Stereokamera zunichte macht. Ein andere Lösung ist, einfach eine Stereo-Anbauplatte zu kaufen oder basteln, so dass du zwei gleiche Kameras auf einem Stativ befestigen kannst. Das ist eine gute Methode, mit der du tolle 3D-Bilder bekommst. Das Problem dabei ist, dass diese Konstruktion groß und klobig ist.

Aber es gibt noch eine Möglichkeit, wie sich gute Ergebnisse erzielen lassen: Mit Hilfe zwei identischer Kameras, die von der Form her gut zueinander passen. Man kann sie einfach mit Klebeband aneinander befestigen und bei beiden gleichzeitig den Auslöser betätigen. Das habe ich mit meinen beiden La Sardinas gemacht:

Ich habe die Eigenschaften der La Sardina, die sie zu einer tollen Kamera für Stereographien machen, schon zuvor erwähnt. Eine weitere ist ihre Form. Sie hat flache Seiten, die genau aufeinander passen. Es ist üblicherweise schwer, Kameras mit runden Seiten zusammenzukleben. Und die meisten Kameras haben ja abgerundete Seiten. Vor allem kannst du noch bei beiden Kameras den Blitz anbringen, wenn du sie so zusammenklebst:

Dadurch musst man nicht zwei Verschlüsse mit einem Blitz synchronisieren. Blitze, die so angebracht sind, können den 3D-Effekt verstärken, wenn die Bilder kombiniert werden. Ich habe außerdem damit experimentiert, die La Sardinas so zusammen zu kleben:

Mit dieser Methode kannst du immer noch beide Blitze anbringen, aber diese Version ist kompakter. Es war zwar leichter, diese Konstruktion zu halten, aber es war schwerer, beide Auslöser gleichzeitig zu drücken und die Bilder hatten ein kleineres horizontales Blickfeld, deshalb blieb ich beim ersten Aufbau.

Ein weiterer Vorteil der La Sardina für Stereographien sind die verschiedenen Farben. Ich fotografiere immer mit der Cubic rechts und der Domino links, so dass ich nicht durcheinander komme. Bevor ich mit den Stereographien beginne, mache ich eine Aufnahme von den Foto-Accordions, die mit den Kameras geliefert werden, so dass ich weiß, welcher Film in welcher Kamera war:

Ich habe auf den Kameras eine Wasserwaage angebracht, weil die Kameras für die Stereographien waagrecht ausgerichtet sein sollten, aber in den meisten Bildern habe ich dann die Wasserwaage nicht verwendet.

Auch das Weitwinkelobjektiv und die große Tiefenschärfe der La Sardina machen sie so überzeugend für die Stereographien, weil somit alles richtig fokussiert ist. Das ist wichtig, damit die gewünschte Tiefe in deiner Stereographie entsteht, wenn du Dinge nah und fern festhalten willst.

Das sind meine Ergebnisse, nachdem ich meine Kameras zusammengeklebt hatte, die Filme entwickeln ließ und mit dem Stereo Photo Maker digitalisierte:

Die folgenden Aufnahmen sind Rot/Cyan Anaglyphen. Du brauchst eine 3D-Brille, um die Bilder richtig zu sehen:

Ich denke, ich habe ziemlich tolle Ergebnisse mit wenig Aufwand bekommen. Sogar die Stereographien im Hochformat sind okay geworden, weil die Weitwinkellinse einen ausreichenden horizontalen Winkel abdeckt, selbst wenn man die Kamera zur Seite dreht. Mit einem Stativ, Fernauslöser und einer Wasserwaage hätte ich noch bessere, schärfere Aufnahmen bekommen und die Bilder hätten besser aufeinander gepasst, aber dann wäre der Sinn einer leichten, kompakten, simplen Stereo-Kamera nicht gegeben gewesen.

Insgesamt bin ich mit den Ergebnissen sehr glücklich. Was denkst du? Wenn du zufällig zwei Sardinas besitzt, solltest du das testen.

geschrieben von gvelasco, übersetzt von wolkers

2 Kommentare

  1. fuckdaniels

    fuckdaniels

    richtig genial!

    vor mehr als 2 Jahre · Spam melden
  2. jw77

    jw77

    Zum Glück hatte ich noch eine 3D Brille zu Hause rumliegen - kann mich an den Photos kaum sattsehen...
    Wirklich der Wahnsinn !!

    vor etwa 2 Jahre · Spam melden

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