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30 Wege, wie dein nächster Film der pure Wahnsinn wird!

Auf eine Sache freuen wir uns immer, wenn wir auf Film fotografieren – das Ergebnis. Die Fotos zu sehen, ist immer eine große Überraschung, weil wir nie wissen, wie genau die Bilder aussehen werden. Hier sind ein paar Tipps, wie deine nächste Filmrolle einfach klasse wird!

Foto von: golfpunkgirl via Gizmodo UK

Geschrieben von: Libby Plummer

Ausrüstung

  1. Die Kosten, die die Filmfotografie mit sich zieht (Kosten für den Film und das Entwickeln) sind im Vergleich zu den Schnappschüssen auf einer SD-Speicherkarte horrend, aber die Kamera selbst kostet dich immerhin nicht die Welt. Lomography, der analoge Händler unseres Vertrauens, verfügt über eine ganze Bandbreite an preiswerten analogen Kameras, wie die Diana Mini oder die La Sardina mit Weitwinkelobjektiv. Oder du kannst dir eine Holga oder eine Blackbird besorgen, wenn dein Budgetrahmen größer ist. Die meisten Top Kameramarken sind heute rein digital – aber das bedeutet auch, dass du gebrauchte analoge Kameras wie die Canon AV-1 sehr günstig bei eBay oder einem Kamerafachhandel bekommen kannst.
  1. Wenn du auf wackelfreie Qualitätsaufnahmen aus bist, dann lohnt es sich, ein Stativ zu verwenden. Die meisten Kameras passen auf ein Standard-Stativ, das man am Gewinde auf der Unterseite der Kamera anbringt. Ein hochwertiges Stativ hat seinen Preis, aber es gibt auch günstigere Alternativen, zum Beispiel bei Joby wird eine große Bandbreite an flexiblen Gorillapods angeboten, die sich an ihr Umfeld anpassen und nicht zu teuer sind.
  1. Wenn du eine Extraportion Farbe in deinen Bildern willst, dann sind Farbfilter für deinen Blitz die Lösung. Bei manchen Blitzen sind die Farbfilter gleich im Kauf inbegriffen oder du kannst dir billige bunte Objektiv- oder Blitzfilter bei Photojojo besorgen. Die Objektivfilter werden – wie der Name ja schon verrät – vor der Linse angebracht. Alternativ kannst du natürlich auch deine eigenen Filter basteln, zum Beispiel aus Verpackungen von Süßigkeiten oder aus farbigem, transparenten Klebeband etc.
  1. Wenn du in ein paar zusätzliche Objektive investieren möchtest, ist das eine großartige Idee, auch wenn du nur eine schlichte Spielzeugkamera hast. Selbst wenn das Original-Objektiv sehr einfach ist, kannst du es vielleicht durch eine Makro-, Fisheye-, Weitwinkel- oder eine Nahaufnahmenlinse erweitern. Manchmal musst du die Linse mit Klebeband fixieren, aber die Ergebnisse werden wirklich gut (auch wenn die Konstruktion sehr abenteuerlich aussehen wird).
  1. Sofortbildkameras sind eine tolle Retro-Erweiterung deiner Kamerasammlung, ob es sich dabei um eine alte Polaroid SX-70 oder eine brandneue Fujifilm Instax 210 handelt, ist nebensächlich. Lomography verkauft außerdem Instant-Rückenaufsätze für die LC-A+ und die Diana+, die man einfach an der Kamera anbringt und schon kann man altmodische Instant-Bilder machen (die Bilder sind etwa so groß wie eine Kreditkarte). Der Vorteil ist, dass man den Film nicht zusätzlich noch entwickeln lassen muss.
  1. Ein Filmscanner wird dir auch viele Kosten ersparen, weil du nur noch den Film im Labor entwickeln lassen musst, ohne für die Abzüge zu zahlen. Es gibt einige Scanner, die in Frage kommen und das auch schon ab etwa 60€. Es gibt verschiedene Modelle, vom einfachen Negativscanner bis zum multi-funktionalen Flachbettscanner, den du auch für Dokumente und Fotos verwenden kannst.
Foto von Slimmer_Jimmer via Gizmodo UK

Film

  1. Du kannst alle möglichen Filme für deine Kamera kaufen, obwohl manche schwerer erhältlich sind, als noch vor einiger Zeit. Aber in den meisten Kameraläden, Fachgeschäften oder Drogerien bekommt man noch eine begrenzte Auswahl an Filmen, vor allem natürlich in den Lomography Gallery Stores. Es lohnt sich auch, bei eBay nach abgelaufenen Filmen zu suchen. Sie haben vielleicht das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, aber sie funktionieren noch und du bekommst sogar ein paar abgefahrene Effekte, mit denen du nicht gerechnet hast.
  1. Wenn du deinen Film auswählst, musst du die ISO beachten, die für die Lichtempfindlichkeit steht. Je höher die Zahl, desto lichtempfindlicher der Film. Wenn du an einem bewölktem Tag fotografierst, dann brauchst du eine höhere ISO (800 und höher), aber an einem sonnigen Tag bekommst du schon mit einem weniger lichtempfindlichen Film (100 und weniger) tolle Ergebnisse. Ein Film mit ISO 400 wird für die meisten Gelegenheiten ideal sein.
  1. Wenn du coole Ergebnisse willst, solltest du über den klassischen Farbfilm hinaus denken. Schwarzweiß-Filme verschaffen dir fantastische Bilder, Diafilme dagegen glänzen mit stark gesättigten Farben, die richtig künstlerisch wirken. Außerdem lohnt es sich, Redscale-Filme zu testen, die deine Bilder golden und warm erstrahlen lassen.
  1. Infrarotfilme sind mittlerweile sehr schwer zu finden, weil Kodak vor ein paar Jahren die Produktion gestoppt hat. Hin und wieder findet man noch einen auf eBay. Ursprünglich wurden diese Filme für Aufnahmen aus der Luft konzipiert. Infrarotfilme können unglaubliche Farben hervorbringen, vor allem wenn sie mit dem richtigen Filter belichtet werden.
  1. Wenn du echt mutig bist, solltest du deinen Film zurückspulen und nochmal einlegen. Damit hast du zwei Belichtungen auf einem Film übereinander. Es ist dann reiner Zufall, ob ein Bild richtig gut aussieht oder völlig misslingt. Aber das macht einfach viel mehr Spaß! Du musst nur den Film zurückspulen, wie üblich, aber lasse die Lasche aus dem Film heraushängen, damit du den Film erneut einlegen kannst (du kannst den Film sogar in eine andere Kamera einlegen).
  1. Wenn du eine alte Polaroidkamera hast, dann findest du noch Filme auf eBay. Es gibt gute Neuigkeiten, denn kluge Leute bei ‘The Impossible Project’ (bestehend aus ehemaligen Mitgliedern der Polaroid-Film-Firma) bieten eine neue Auswahl an Polaroid-Filmen an. Man bekommt die Filme online oder im Fachhandel. Außerdem bekommt man immer noch Fujifilm Instant Film (auch als Polaroid 300 bekannt), der auch in die Instax Mini 7 passt. Der Film passt auch in die Lomography Instant Rückenaufsätze.
Foto von: Slimmer_Jimmer via Gizmodo UK

Einstellungen und Effekte

  1. Eine großartige Methode, um kreativere Bilder zu machen, ist mehr als ein Aufnahme auf dasselbe Stückchen Film zu machen. Man nennt das Mehrfachbelichtung (kurz MX) und am besten funktioniert es mit zwei Belichtungen (Doppelbelichtung). Technisch gesehen kannst du so viele Aufnahmen auf ein Einzelbild machen wie du möchtest, aber sobald es etwa drei oder noch mehr werden, wird der Film überbelichtet. Alternativ hierzu kannst du auch den Film zwischen zwei Aufnahmen nur ein wenig weiterdrehen, so dass du coole überlappende Bilder bekommst.
  1. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie du weich fokussierte Bilder bekommst. Die einfachste Methode ist, das Objektiv mit einem durchsichtigen Plastikbeutel zu bedecken. Allerdings kann man auch das Kameraobjektiv abnehmen, auf die Rückseite der Linse hauchen und es wieder aufsetzen. Von der klassischen Methode mit „Vaseline auf dem Objektiv“ würden wir abraten, außer du hättest gern verschmutzes Kamera-Equipment. Du könntest sogar klaren Nagellack auf der Linse anbringen, aber es würde sich sehr schwierig gestalten, den Lack wieder zu entfernen. Wenn du allerdings eine billiges Objektiv verwendest oder eine Einwegkamera ist dies eine Option.
  1. Wenn du nachts fotografieren willst, dann musst du dich mit der Kunst der Langzeitbelichtung vertraut machen. Dadurch wirst du lauter coole Effekte bekommen, inklusive Neonlichter und geisterhafte Aufnahmen. Der Trick daran ist, soviel Licht wie möglich auf den Film fallen zu lassen, indem man den Verschluss gedrückt hält.
  1. Benutze möglichst geringe Blendeneinstellung, um den berühmten „Bokeh“-Effekt zu bekommen. Das Wort kommt von dem japanischen Begriff „Boke“ und bedeutet „Unschärfe“. „Bokeh“ beschreibt den Bereich eines Bildes, der nicht scharf ist. Oft entsteht das Bokeh erst durch das richtige Licht. Durch den unscharfen Hintergrund sticht das eigentliche Bildmotiv hervor.
Foto von: golfpunkgirl via Gizmodo UK

Mach es selbst!

  1. In Kameraobjektive zu investieren ist kostspielig, deshalb wird selbst zu basteln dir viel Geld sparen. Einen Fisheye-Effekt kannst du zum Beispiel dadurch bekommen, dass du ein Glas über eine Linse hältst.
  1. Farbfilter haben wir ja bereits besprochen, aber du kannst noch andere einzigartige Filter mit Hilfe anderer Materialien basteln. Versuche halb-durchsichtige Materialien vor die Linse zu halten oder durch bunte oder gemusterte Gläser zu fotografieren. Wenn du besonders bastel-begabt bist, kannst du auch versuchen, aus einem Stück Tonpapier verschiedene Formen auszuschneiden.
  1. Genauso wie du Filter basteln kannst, kannst du auch Masken basteln. Alles was du machen musst, ist dein Motiv auf Folie zu drucken oder zu malen. Anschließend musst du die Folie auf die Größe des Standardformates deiner Kamera zuschneiden (also entsprechend der Größe eines üblichen Kleinbildes oder Mittelformatbildes). Fixiere dann die Maske in der Kamera (die Maske muss sich zwischen Linse und Film befinden). Achte darauf, dass du die Maske verkehrt herum anbringen musst, denn das endgültige Bild wird durch die Linse umgekehrt. Wenn deine Maske also auf eine bestimmte Weise angebracht werden soll, muss du sie verkehrt herum in der Kamera fixieren.
  1. Ob absichtlich oder versehentlich – Lightleaks können wirklich cool aussehen. Manche Kameras werden dir wegen ihres instabilen Gehäuses dauernd Lightleaks verschaffen. Vielleicht wirst du sogar die Kamera mit Klebeband zusammen kleben müssen, damit nicht alle Bilder ruiniert werden. Du kannst sogar versuchen, kleine Löcher in das Gehäuse deiner Kamera zu bohren, allerdings solltest du dabei sehr vorsichtig sein, weil du dadurch all deine Bilder oder deine Kamera ruinieren könntest.
  1. Wenn du eine Multilinsenkamera hast, die schnell mehrere Bilder hintereinander macht, dann solltest du versuchen, jede einzelne Linse mit einem anderen Filter zu versehen. Selbst gebastelte Filter (aus Zellophan oder Süßigkeitenpapier) erbringen tolle Ergebnisse. Du könntest aber auch einzelne Linsen abkleben, damit gewisse Einzelbilder leer – also schwarz – bleiben.
Foto von Gizmodo UK

Entwickeln

  1. Wähle dein Fotolabor mit Bedacht. Wenn du keine eigene Dunkelkammer hast, musst du ein Labor finden, das deine Bilder zuverlässig entwickelt. Du kannst natürlich deine Filme bei Drogerien oder Kameraläden abgeben, aber selbst diese sind meistens nur daran gewöhnt, das Standardformat von 35mm-Filmen zu entwickeln. Frage lieber nach, ob sie auch ungewöhnliche Formate oder besondere Filme entwickeln können. Außerdem solltest du darum bitten, dass man deine Fotos nicht einer Farbkorrektur unterzieht. Wenn du deine Negative selbst scannen willst, dann bitte das Fotolabor deine Negative nicht zu zerschneiden. Wenn du Glück hast, kannst du deinen Film in einem Lomography Labor entwickeln lassen oder sieh dir diese Liste mit lomo-freundlichen Fotoläden an.
  1. Wähle das Entwicklungsverfahren aus. Üblicher Negativfilm wird in C-41 entwickelt. Diafilm hingegen in E-6. Wenn man die Filme in den jeweils ‘falschen’ Chemikalien entwickelt, ist das als Cross-Processing (oder X-Pro) bekannt. Das kann dir lauter abgefahrene Effekte verschaffen, die du mit dem üblichen Entwicklungsverfahren niemals bekommen hättest. Die meisten Fotolabor bieten das nicht an, da wirst du wohl ein Speziallabor aufsuchen müssen.
  1. Wenn du an die Grenzen gehen willst, versuche doch mal deinen Film zu waschen. Wenn du deinen Film in die Waschmaschine oder Spülmaschine steckst, bevor du ihn entwickeln lässt, kann das sehr coole (und unvorhersehbare) Effekte erzeugen. Seife ist hier nicht das einzige, damit fängt es nur an. Du kannst deinen Film in Getränke mit Kohlensäure stecken, in Essig oder Kaffee. Du weißt nie, was dabei rauskommt. Aber denke daran – trockne deinen Film, bevor du ihn ins Labor schickst. Sonst werden die Leute im Fotolabor enorme Schwierigkeiten haben, den Film zu entwickeln.
  1. Bevor du den Film entwickelst, kannst du noch ein wenig damit experimentieren. Du kannst ihn aus dem Kanister ziehen (natürlich in einer Dunkelkammer) und ihn knicken, damit du ein paar Linien bekommst. Du könntest ihn auch zerkratzen oder ein Muster oder Design reinritzen. Wenn du fertig bist, musst du den Film zurückspulen und ins Labor bringen und gespannt auf das Ergebnis warten.
Foto von Gizmodo UK

Effekte nach dem Entwickeln

  1. Du kannst deinen Film auch noch verändern, wenn er bereits entwickelt ist. Du kannst die Negative zum Beispiel in Bleichmittel tränken und damit seltsame Muster in die Negative brennen. Du musst die Negative nur ganz kurz in verdünntes Bleichmittel halten – ihn dann abspülen, trocknen und scannen.
  1. Wir haben ja bereits vorgeschlagen, Worte oder Muster in deinen Film zu kratzen, bevor du ihn entwickeln lässt, aber das gleiche solltest du danach probieren. Male doch einfach etwas auf deine Negative, bevor du sie scannst. Du kannst Bildtitel, Rahmen, Sprechblasen oder Kritzeleien hinzufügen.
  1. Du kannst aber genauso auf deine Abzüge malen oder Muster hineinritzen. Das ist eine tolle Methode, um persönliche Grußkarten zu basteln oder den Künstler in dir herauszulassen.

Teilen

  1. Wenn du deine Ausstattung beisammen hast, mit deinem Film experimentiert hast und endlich die Bilder hast, die du wolltest, dann ist es Zeit, sie der Welt zu zeigen. Es gibt viele Seiten, um deine Bilder zu veröffentlichen – Facebook, Flickr, Lomography, Polaroid und The Impossible Project sind nur einige davon.
  1. Du bist nicht damit zufrieden, deine Bilder in einer Online-Community zu zeigen? Warum nimmst du dann nicht am ‘Disposable Memory Project’ teil oder, wenn du eine bessere Idee hast, beginne dein eigenes Projekt! Die Communities machen mindestens so viel Spaß, wie die Fotografie selbst.

Der Artikel stammt von Gizmodo UK, einem Technik-Webblog, der Informationen über verschiedene elektronische Produkte veröffentlicht. Im Dezember 2011 berichtete Gizmodo UK eine Woche lang über analoge Fotografie. Sieh dir noch mehr Artikel über Filme auf ihrer Website an.

geschrieben von jeanmendoza, übersetzt von wolkers

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