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Selbstgemachte Camera Obscura

Zum Teil verdanken wir es dieser Erfindung, dass wir täglich Spaß an der Lomografie und Fotografie haben können!

Die Camera Obscura ist ein sehr einfaches Gerät, dass eine Linse verwendet, um ein Bild auf einen Schirm zu werfen. Der lateinische Ausdruck „Camera Obscura“ bedeutet „abgedunkelte Kammer“ und es handelt sich auch in der Tat um eine kleine dunkle Schachtel, mit einer Linse auf der einen Seite und einer durchscheinenden Fläche auf der anderen. Dies war eine der Erfindungen, die maßgeblich zur Entwicklung der Fotografie beitrug.

Als Teil eines Experiments in meinem Uni-Projekt beschloss ich, meine eigene Camera Obscura zu basteln. Als erstes musste ich eine konvexe Linse finden ‒ also die Art, die sich nach außen biegt und nicht nach innen (das wäre dann konkav). Ich hab meine aus der Werkstatt geliehen, aber alternativ geht auch ein Lupenglas.

Als nächstes musste ich die Fokussierung der Linse ausmachen. Das geht sehr leicht mit einer Lichtquelle, zum Beispiel einer Deckenlampe. Halte die Linse über eine Tischfläche und bewege sie nun auf und ab, bis der Fokus auf der Tischplatte am schärfsten ist. Die Distanz zwischen dem scharfen Fokus (auf der Tischfläche) und der Position der Linse ist dann die Fokuslänge (bei mir sind es nur 2cm); idealerweise ist die Distanz zwischen Linse und durchscheinender Fläche eine ähnliche. Um es einfacher zu machen, ist es besser zwei Schachteln für die Kamera zu verwenden, dann kann man ein Ende hin und her bewegen, um zu fokussieren.

Für die erste Schachtel der Kamera mit der Linse solltest du nur ein Loch ausschneiden, das ein wenig kleiner als die Linse ist. Wenn die Linse mir gehört hätte, hätte ich sie festgeklebt, aber ich muss sie ja wieder zurückgeben und deshalb habe ich einen einfachen Linsenhalter gebastelt, der die Linse an der Schachtel hält. Lass den anderen Teil der Schachtel offen, denn dort kommt die zweite Schachtel hin.

Der hintere Schachtel muss etwas kleiner sein, so dass sie in die andere Schachtel geschoben werden kann. Ich habe für den hinteren Teil eine lichtdurchlässige Karte benutzt, aber alles, was Licht durchlässt, funktioniert. Eine einfache Alternative ist ein Pauspapier. Lass hier auch wieder ein Ende offen. (Ignoriere das Loch, ich hatte nicht mehr genügend Karton.)

Letztendlich muss man nun alles zusammensetzen! Befestige die Linse im Halter und den hinteren Teil am vorderen.

Halte die Kamera einfach auf etwas und bewege die beiden Teile vor und zurück, um zu sehen, wie sich das Bild auf der Fläche abbildet! Das Bild wird falsch herum erscheinen, denn physikalisch ist das nun so, aber das ist eine andere Geschichte!

Aber dennoch macht es wirklich Spaß diesen „Großvater aller Kameras“ zu verwenden. Ich hab noch eine andere Version mit einem Spiegel gebastelt, so dass das Bild richtig erscheint!

Hier kannst du mehr darüber erfahren.

geschrieben von shuttersentinel17, übersetzt von wolkers

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