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Eine Anleitung für Anfänger, wie man „Sternenschweife“ fotografiert

Nennen wir dies hier einen Überblick für die Grundlagen von „Sternenschweif“-Fotografie für Anfänger von den Profis. Dies ist eine kurze Zusammenfassung der Techniken, über die ich in Büchern gelesen habe oder die ich aus Tutorials gelernt habe, die ich mit euch teilen will.

Ich dachte nie, dass ich jemals einen Tipster verfassen werde, weil ich hauptsächlich ein „Don’t think. Just shoot.“-Lomograf bin – wohlgemerkt ist es keine Regel, der ich folge. Es ist mehr eine Faulheit, darüber nachzudenken. Das Ergebnis davon ist, dass ich dazu neige, nicht auf Details Acht zu geben und/oder vergesse, was ich fotografiert habe. Ihr seht, wie das zum Problem wird, wenn man einen Tipster schreiben will? Aber ich wollte es immer noch versuchen.

Vor ein paar Monaten, während der heißesten Monate in Californien, machten sich eine Freunde und ich auf in die südliche Mojave Wildnis für eine Nacht und einen Tag…

Okay, also „Wildnis“ ist nicht wirklich das passende Wort, um einen Campingplatz mit Picknicktischen, Feuerstellen und Grills zu beschreiben. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, wir hatten kein fließendes Wasser, so etwas wie Handynetz existierte nicht, die Käfer waren so rießig, dass du förmlich ihr teuflisch lächelendes Gesicht sehen konntest, wenn sie einen Fußbreit von dir weg rumkrabbelten. Und die Kojoten heulten die ganze Nacht. Für ein Mädchen, das ihr Leben in Großstädten verbracht hat, ist das so wild, wie es nur werden kann.

Warte, wo war ich?! Ach ja…

Abgesehen davon, dass wir wirklich eine Auszeit weg vom bunten Treiben LAs brauchten, wollten wir unsere „Lichtmal“-Techniken anwenden. Das leitete uns zu einem Campingplatz draußen in der Wüste. Ich persönlich freute mich darauf, mein Glück bei der „Sternenschweif“-Fotografie zu versuchen (was ich zuvor nie getan hab…nie), denn ich hatte immer viel für den Nachthimmel übrig, der mich so fasziniert. Also bevor wir die Stadt verließen, forschte ich ein wenig nach versuchten und getesteten Techniken, auf die die Fotografen-Veteranen der „Sternenschweif“-Fotografie vertrauen. Auf diese Weise könnte ich mit mindestens einem oder zwei Fotos mit Lichtspuren nach Hause kommen (und mit Licht meinte ich nicht welches von vorbeifliegenden Flugzeugen).

Ein oder zwei Monate später konnte ich schließlich meine Filmrolle vom Campen scannen und entdeckte, dass ich mehr als ein paar gute Fotos – für den ersten Versuch – gemacht hatte.

Und jetzt schreibe ich hier diesen Tipster, um euch diese Profitechniken mitzuteilen. Aber behalte im Sinn, dass sind nur grundsätzliche Tipps, um dir den Anfang zu erleichtern – keine ausgewieften Tricks, keine technische Diskussion irgendeiner Art.

Location, location, location!!! Ihr müsst dafür nicht alle nach Bear Grylls fahren oder bis in die Mitte der Sahara wandern. Ein netter, vorwiegend flacher Ort in der Nähe deiner Stadt reicht völlig, wenn es…

  • dunkel genug ist.
  • weit weg genug ist, so dass das Bild nicht von Stadtlichtern gestört wird.
  • dort ein paar nette Landschaftsmerkmale gibt (Bäume, Steinformationen, etc…), die du ablichten und als Vordergrund benutzen kannst.
  • sicher genug ist, dass du dort die ganze Nacht bleiben kannst, ohne dass du Angst haben musst, von großen Katzen, Bären, Hunden oder Psychos gejagt wirst. (Ihr versteht, was ich meine ;) )
  • eine klare, wolkenlose Nacht ist.

Daumenregel. Irgendwo habe ich gelesen, dass sich das Licht eines Sterns alle 15 Sekunden bewegt. Ich weiß nicht, was vollkommen richtig ist, aber nehmen wir das mal an. Das bedeutet, dass…

  • du in 5-10 Minuten sichtbare (aber kurze) Lichtspuren in deinen Aufnahmen bekommen wirst.
  • je länger du den Kameraverschluss auf lässt, desto länger werden die Spuren sein.

Finde den Polarstern Der Polarstern ist der einzige konstant stehende, sich nicht bewegende Stern in der nördlichen Hemisphere (für euch südlich-lebende ist es der Sigma Octantis/Südstern). Das bedeutet…

  • wenn du auf den Stern fokussierst und lange genug belichtest, wirst du kreisförmige Spuren bekommen, und
  • wenn du die Kamera woanders hinhältst, bekommst du dagegen gestreifte Muster.

Ausrüstung

  • Die meisten Profis bevorzugen ein normales Objektiv oder Weitwinkelobjektiv. Ich hab irgendwo gelesen, dass ein Weitwinkelobjektiv gut ist, wenn man östlich oder westlich fokussiert und dass ein Teleobjektiv gut ist, wenn man den Pol fokussiert.
  • Filme mit 50-100 ISO – längere Belichtungen, aber weniger Verzerrung.
  • Ein standfestes Stativ… ihr wisst, warum…
  • Eine Kamera mit Bulb-Modus (oder sollte ich sagen, Kameras. Ich habe meine Canon Xs und meine Dianas benutzt).
  • Ein Kabelauslöser mit einem Feststell-Mechanismus, denn deine Belichtungen werden Minuten bis zu Stunden dauern.
  • Decken zum Wärmen, Taschenlampen, ein gutes Buch oder einen Freund zum Reden (vorzugsweise jemand, der nicht schneller laufen kann als du, nur zur Vorsorge… ), vielleicht ein Wecker, wenn du vorhast, zwischendurch Nickerchen zu machen oder viel Kaffee, wenn du nicht schlafen willst, Essen… ihr versteht schon. Ihr solltet gut ausgerüstet sein.

Blendeneinstellung. Ich hab gelernt, dass die Profis am liebsten mit der weitesten Einstellung fotografieren, was Sinn macht, weil du mehr Licht abbekommst. Beachte, dass du mindestens 10 Meter von beleuchteten Vordergründen weg bist, dann ist die Fokuseinstellung unwichtig. Ich hab das auf dem harten Weg gelernt.

Experimentiere mit den Belichtungszeiten. Es hängt wirklich davon ab, was du mit deinem Foto erzielen willst.

Sei geduldig und hab Spaß!!

Das sind so ziemlich die Schlüsselpunkte, die ein beginnender „Sternenschweif“-Fotograf braucht – es sei denn, ich hab einige Sachen vergessen, was ich glaube, die andere großartige Leute herausheben und mit uns teilen würden. Für fortgeschrittenere Techniken ist das Internet eine komplexe Quelle der Information, die alle sofort abrufbereit sind.

Also viel Glück und fröhliches Sternschweif-Fotografieren!

geschrieben von blueskyandhardrock, übersetzt von wolkers

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