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Egal ob Du ganz neu dabei bist und zum ersten Mal eine analoge Kamera in der Hand hälst, oder ob Du als „alter Hase“ schon seit Jahren mit Filmen fotografierst – in diesem Tipster erklärt und erinnert uns Artpunk daran, wie es ist, zum ersten Mal mit Film zu fotografieren.

Zum ersten Mal mit Film von artpunk

Manchmal vergesse ich, dass es in unserem digitalen Zeitalter eine Menge Leute gibt, die noch nie in ihrem Leben einen Film oder eine analoge Kamera in der Hand hatten. Aber immer mehr Leute entdecken die analoge Fotografie, zum Beispiel durch Webseiten wie die der LG.
Die Beliebtheit von Kameras wie zum Beispiel der Diana+ führt dazu, dass Leute da draußen nicht nur die ersten Schritte mit Film-Fotografie wagen (und im Falle der Diana und Holga noch dazu mit Mittelformatfilmen), sondern auch zum ersten Mal mit analogen Kameras und deren Bedienung in Berührung kommen.

Ich habe unten ein paar Punkte zusammengefasst, die denen helfen sollen, die vor ihrem Ausflug in die wunderbare Welt der Analogfotografie nur mit digitalen Kompaktkameras im „Auto“-Modus fotografiert haben. Die Beispiele beziehen sich auf die Diana F+ (eine meiner persönlichen Lieblingskameras).

Ich weiß, dass die Versuchung sehr groß ist, sobald man eine neue analoge Kamera in der Hand hat einfach den Film einzulegen und die ersten Bilder zu schießen. Aber bitte lies zuerst die Anleitung die dabei war, das kann Dir später Enttäuschungen ersparen.

Wenn man zum ersten Mal eine neue Kamera und/oder einem neuen Film benutzt, ist es eine gute Idee, sich ein paar Einstellungen und Werte zu notieren:

  1. Filmempfindlichkeit – Diese bleibt natürlich für den ganzen Film konstant. Sobald Du einen neuen Film in die Kamera eingelegt hast, gilt die Emfindlichkeit also für alle Bilder (es ist wichtig, dies im Hinterkopf zu behalten, denn auf der Filmempfindlichkeit basieren oft Entscheidungen zu Blende und Belichtungszeit, und ob es sich in manchen Situationen überhaupt lohnt, ein Bild zu machen). Generell gilt, je höher die ASA-Zahl, desto empfindlicher reagiert der Film auf Licht. Ein 100-ASA-Film wird bei dunklen Lichtverhältnissen also schlechter reagieren als ein 400-ASA-Film. Filme mit höherer Empfindlichkeit hatten früher auch oft ein gröberes Korn, aber bei modernen Filmen macht sich das nicht mehr so stark bemerkbar.
  2. Blende – Bei der Diana+ gibt’s die Auswahl zwischen sonnig (ƒ 22), leicht bewölkt (ƒ 16) und wolkig (ƒ 11) und natürlich Pinhole (ƒ 150). Je größer die Blendenöffnung (kleinere Blendenzahl!), desto mehr Licht gelangt auf den Film (wodurch eine kürzere Belichtungszeit erreicht werden kann). Je kleiner die Blendenöffnung (größere Blendenzahl!) desto weniger Licht erreicht den Film, wodurch sich die Belichtungszeit verlängert.
  3. Belichtungszeit – Die Zeitspanne, in der der Verschluss geöffnet ist und Licht auf den Film trifft. Bei so einer relativ simplen Kamera wie der Diana+ gibt es nur die Auswahl zwischen N (ca. 1/60 Sekunde) und B (so lange, wie der Auslöser gedrückt bleibt).
  4. Lichtverhältnisse – Die Art, wie das Motiv ausgeleuchtet ist, und die Intensität des Lichts helfen Dir bei der Wahl der Blende und Belichtungszeit in Abhängigkeit von der Filmempfindlichkeit. Wenn Du schon vorher weisst, bei welchen Lichtverhältnissen Du fotografieren wirst, kannst du die Empfindlichkeit des Filmes darauf abstimmen.

Wenn Du alle diese Werte während des Fotografierens im Auge behältst, weisst Du schon bald aus Erfahrung was funktioniert und was nicht.

Wenn Du neu bei der analogen Fotografie bist, oder eine Dir unbekannte Kamera benutzt, würde ich Dir raten zuerst Negativ-Filme (C-41) statt Dia-Filme (E-6) zu benutzen. Verglichen mit Negativ-Filmen sind Dia-Filme oft teurer in der Anschaffung und Entwicklung und schwerer zu bekommen, außerdem haben sie einen geringeren Belichtungsspielraum (also eine geringere Toleranz gegenüber Lichtverhältnissen außerhalb der Reichweite des Films und den Einstellmöglichkeiten der Kamera), was häufig zu über- oder unterbelichteten Bildern führt.

Negativ-Filme geben Dir die Möglichkeit, die Kamera kennenzulernen, ohne dass Fehler Deinem Portemonnaie allzu sehr wehtun. Sobald Du Deine Kamera besser kennst und dich in der analogen Welt sicherer fühlst, kannst Du mit den Experimenten anfangen, zum Beispiel Dia-Filme cross-entwickeln zu lassen.

Lass Dich nicht von „schlechten Bildern“ oder gar „schlechten Filmen“ entmutigen – mach weiter, und vergiss’ nicht, was ich Dir hier erzählt habe. Und im Nu wirst Du Deine Fotos aus dem Labor holen und Dich drüber freuen, wie cool die geworden sind. Natürlich werden immer ein paar auch misslingen, das passiert uns allen. Aber manchmal entpuppen sich die „Unfälle“ als die interessantesten Bilder!

Das wichtigste dabei: HAB SPASS! Wenn Dir das fotografieren keinen Spaß macht, werden Dir die Ergebnisse wahrscheinlich auch nicht gefallen. Und wo wäre der Sinn, etwas zu machen, an dem Du keine Freude hast?

geschrieben von scapegoat, übersetzt von scorpie

Ein Kommentar

  1. joeynyc

    hey! danke für den coolen beitrag! ich habe mir gerade erst eine diana f+ zugelegt und bin auf dem gebiet der analogen welt ein echter neuling. würdest du für die diana f+ den 35mm zusatz empfehlen. und wie hast du das letzte bild so schön verschwommen hinbekommen?
    vor etwa 4 Jahre · Spam melden

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.