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Belair X 6-12 Globetrotter: Erste Eindrücke

Man kann es nicht leugnen: Das Ding ist schön - in der Globetrotter Variante vielleicht sogar die attraktivste Kamera von Lomography bis jetzt. Aber wie stellt sie sich an, wenn es drauf an kommt? Hier sind meine ersten Eindrücke von der Kamera.

Die Auckland Wintergärten. Schaut, wie viel man in das Bild bekommt und das bei so wenig Winkelverzerrung! Unglaublich!

Für die, die mich kennen, ist es kein Geheimnis, dass ich einen kleinen “Tick” habe wenn es um Polaroid geht. Ich bin ein bisschen zu spät draufgekommen – weil ich Instantfotografie erst entdeckt habe, als es nicht mehr zu wählen gab und Fuji der einzige Produzent von Instantfilm war (ich bin nicht böse! Ich bin sogar sehr froh, dass sie es noch tun). Die Geburt des Impossible Project hat es mir dann ermöglicht Polaroid 600 Kameras auszuprobieren und das durch das Film Photography Project habe ich die 100 Series Land Kameras kennengelernt. Ich liebe meine.

Das sieht vielleicht auf den ersten Blick so aus, als würde es nicht in diesen Artikel passen, aber es gibt doch einen Zusammenhang. Eine Polaroid 100 Land Kamera ist ein sehr einfaches und simples Gerät. Es gibt eine Linse auf einer Box mit einem Lichtmesser darin der an einen Federbalg mit einem Filmtransporter montiert ist. Dazu kommt noch der Bildsucher. Neben der Einfachheit (oder vielleicht deshalb) ist der Umgang damit eine Freude.

“Ich verstehe!”, höre ich euch rufen “Das ist genau wie bei der Belair”. Aber anders als bei der Belair, und das, finde ich, ist der größte Nachteil bei den Land Kameras, funktionieren sie nicht mit normalem Film.

Die Schöne und das Biest, meine einfache Polaroid 420 neben der schönen Lomography Belair Globetrotter.

Gut gemacht Lomography – ihr habt ein wirklich wundervolles Gerät entwickelt – ein Traum ist wahr geworden. Und eine riesige Verbesserung gegenüber des Originals.

Noch eine Aufnahme aus dem Wintergarten. Ich wollte schon lange ein Foto, das den Kontrast zwischen dem Dach und den Pflanzen zeigt, aber ohne die entsprechende Panoramafunktion war es einfach nicht möglich. Brilliant.

Also wie benutzt man sie?

Ganz einfach, du musst die Bedienungsanleitung lesen – es gibt ein paar sehr wichtige Punkte darin, aber wenn du damit fertig bist, wird dir das Anbringen der Linse und des Bildsuchers im Handumdrehen gelingen. Ich hatte das Glück, dass ich schon vorher ein paar Tipps von bloomchen bekommen habe, der seine Kamera schon vor mir erhalten hat. Du brauchst ein bisschen Kraft, wenn du die Linse aufsetzen willst, dann wird es klicken und du spürst es. Kein Klick – unsichere Linse – dreh ein bisschen mehr!

Die Komposition ist ziemlich enifach, es gibt ein Problem – aber daran werde ich mich auch noch gewöhnen.

Das einzige, was ich schwer fand, war es, den Film einzulegen. Irgendwie hätte ich eine dritte Hand gebraucht, die mir die Spulenhalterung zurückhält, denn mit den anderen beiden habe ich den Film gespannt gehalten, damit er sich ausrollt und Lichtflecken bekommt.

Danach habe ich mich entschlossen, einen Ausflug zu den Auckland Wintergärten zu machen.

Foto von adam_g2000

Ich kann sehr empfehlen ein Nackenband von einer anderen Kamera zu benützen. So wie ich LSI kenne, glaube ich, dass es nicht lange dauern wird, bis man ein passendes im Online-Store kaufen kann, also warte ich noch. Dadurch brauche ich mich nicht darum zu sorgen, ob sie in irgendeine Tasche gequetscht wird (oh und können wir auch eine Hülle dafür bekommen – eine mit Taschen für die Linsen etc?)

Bilder aufzunehmen ist kinderleicht, genau wie mit den guten alten Land Kameras, sie funktioniert sogar gut bei Licht und überraschend gut auch bei schlechtem Licht.

Der Hell/Dunkel-Kontrast wurde hier gut verarbeitet

Anders als bei anderen Kameras ist der Vorspulprozess ganz leicht und stressfrei.

Die Linsen zu tauschen ist wirklich einfach und passiert ohne großen Aufwand. Eine flache Oberfläche ist ein Vorteil, aber ich habe meine auf einer Steinmauer getauscht.

Die Kamera und ihre Accessoires sind sehr leicht. Für manche ist das vielleicht unwichtig, aber wenn man gerne reist oder einen Tag unterwegs ist, ist es sicher sehr hilfreich.

Ich weiß, dass andere mit einer Sache Probleme hatten: den fehlenden Linien im Bildsucher um die Rahmen für die kleineren Maksen. Die kleinen Einkerbungen sind nicht genug und Linien wären definitv eine Verbesserung.

Ahhh, der Ozean.

Die generelle Qualität der Fotos, die ich gemacht habe, war ziemlich gut: kein Reflexlicht (ich hatte damit gerechnet), gute Farbe (ein bisschen schwer, aber ich verdächtige eher meinen Scanner!).

Jetzt kann ich trotzdem auch sagen, wo ich mir mehr erwarte, LSI, ich hoffe ihr lest das: Ich habe die Aufnahmen ein bisschen zu weich empfunden, wenn man sie vergrößert – das ist einerseits gut, denn lomographisch betrachtet habt ihr damit etwas entworfen, dass keine Konkurrenz hat. Aber ihr könntet auch eine hochqualitative Linse entwerfen, wie zum Beispiel Lubitel, deren Linse ist sehr viel schärfer und dafür würde ich schnell noch $200 – $300 mehr bezahlen.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich mich darauf freue, auch noch die anderen Masken auszuprobieren und mit Dia- und Redscalefilm zu experimentieren. Ich werde noch eine Review schreiben, wenn ich genug Zeit hatte, mich an die Kamera zu gewöhnen. Und statt mir darüber Sorgen zu machen, dass ich nur sechs Bilder habe, werde ich nicht darüber nachdenken, sondern einfach drauflos fotografieren.

Oh, und ja: wie die alten Polaroids ist es einfach eine Freude, die Belair X 6-12 Globetrotter zu benutzen.

geschrieben von adam_g2000, übersetzt von sisu14

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.