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Einfach in ihrer Konstruktion, unaufdringlich im Auftreten und doch ein Beispiel für Bedienfreundlichkeit und Design. Ein lohnenswerter Blick über den LC-A-Tellerrand. Die Smena Symbol hat einiges zu bieten...

Wenn man über Russische beziehungsweise Sowjetische Kameras redet, sollte man immer im Blick behalten, dass diese unter anderen Umständen entstanden sind, als Kameras aus europäischer Fertigung. Zum einen musste nicht unbedingt ein Zusammenhang zwischen Produktionskosten und Verkaufspreis bestehen. Zum anderen waren die Produktionsbedingungen in der UDSSR und ihren Satellitenstaaten meist primitiver – und wenn nicht, dann doch immerhin anders.
Ein weiterer Punkt war die schiere Größe und Einwohnerzahl des Sowjet-Imperiums.

Die Smena Symbol, wobei Smena soviel wie “Junge Generation” bedeutet, wurde von 1973 bis 1993 als günstige Kamera für die Massen produziert. Die Besonderheit gegenüber ihrer Vorgängerin besteht in einer Belichtungshilfe, die mittels Symbolen eingestellt wird. Über einen Drehring (vorne am Objektiv) wird die Empfindlichkeit des Filmes eingestellt, dadurch wird die Blende festgelegt. Für einen ISO 200 Film f/16 und für einen ISO 25 Film f/4, mit entsprechenden Zwischenstufen.

Die Einstellung der Belichtungszeit erfolgt über Wettersymbole von Sonne (1/250 Sekunde) bis Wolke mit Regen (1/15 Sekunde) in fünf Stufen und einer “B”-Einstellung für Langzeitbelichtungen.
Das macht die Smena Symbol zu einer guten Kamera, um den Zusammenhang von Blende und Belichtungszeit zu lernen. Bei empfindlicheren Filmen oder wenn man die Blende frei bestimmen will, rechnet man einfach um: Eine Blende offener heißt eine Belichtungszeit schneller, eine Blende geschlossener eine Belichtungszeit langsamer. Allerdings sollte man hier gerade bei Negativfilmen keine Angst vor Überbelichtung haben, denn das gleicht der Film meist bis zu 3 Stufen aus.

Das Design der Smena Symbol ist schon etwas Besonderes: Schlicht, schnörkellos und leicht space-ig, ob am Puls der Zeit oder revolutionär, mag ich nicht entscheiden. Die Kamera ist einfach zu bedienen, alle Funktionen sind da angeordnet, wo man sie vermutet. Das Smena-typische T-43 40mm Triplet ist eine optisch ansprechende Linse, scharf und kontrastreich zeichnend, produziert sie trotzdem Bilder von cremig-satten Farben. Die Fokus-Einstellung mit Angaben in Metern, Fuß und den unvermeidlichen Symbolen Kopf, Gruppe und Plattenbau mit Bäumen, läuft sauber und ist dank der 40mm-Brennweite recht genügsam, sollte man mit der Entfernungsschätzung mal danebenliegen.

Alles in allem ist die Smena Symbol eine gelungene, einsteigerfreundliche Kamera für alle, die etwas mehr Kontrolle und somit eine voll manuelle Kamera wollen.

Geschrieben von zark

4 Kommentare

  1. eyecon

    eyecon

    Hammerfotos! Wirklich eine Supergalerie - nur schade das es kein Foto von der Smena selbst gibt. Oder habe ich das irgendwo übersehen.....?

    vor etwa 5 Jahre · Spam melden
  2. beatboulette

    beatboulette

    "....Zum anderen waren die Produktionsbedingungen in der UDSSR und ihren Satellitenstaaten meist primitiver..."

    Oh oh, da hat einer aber tief in die Vorurteilskiste gegriffen... Ich glaub du hast noch nichts von den Zeiss-Werken in Jena und den Kameras aus Dresden gehört, oder?
    Aber darum soll es ja nicht gehen.
    Die Bilder-Gallerie ist sehr schön, wirklich gut gelungen.

    vor fast 6 Jahre · Spam melden
  3. zark

    zark

    Vorurteil hin oder her, jedenfalls ist die Qualitätskontrolle meiner Erfahrung nach doch stellenweise arg vernachlässigt worden. Die Qualität der Industar und Jupiter Objektive sind hier ein Beispiel. Und die DDR hatte ich als Satellit gerade nicht auf dem Schirm, mein Fehler. Und apropos Vorurteile, in der Kiste sollte auch noch ne Pulle Vodka liegen ... ;-)

    vor fast 5 Jahre · Spam melden
  4. brommi

    brommi

    ....danke für die beschreibung...werde sie mir die woche günstig bei ebay bestellen :))

    vor mehr als 3 Jahre · Spam melden