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Agfa Parat I: Halbformat - Doppelt Spaß!

In den 1960er Jahren - in einer Zeit, in der Filme immer besser und feinkörniger wurden - kam man auf die Idee, doppelt so viele Bilder auf einen Kleinbild-Film zu quetschen.

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In den 1960er Jahren – in einer Zeit, in der Filme immer besser und feinkörniger wurden – kam man auf die Idee, doppelt so viele Bilder auf einen Kleinbild-Film zu quetschen. Statt einem 36mm x 24mm großem Bild, kamen zwei 18mm x 24mm große Negative auf den Film. Zwischen 1963 und 1968 baute das “Agfa Camerawerk” in München die Parat-Serie, die dieses neue und erfolgreiche “Halbformat” nutzte.

Mit f/2,8 als kleinster Blende verfügt die Parat I über eine recht lichtstarke Linse. Zusammen mit den Belichtungszeiten “B”, 1/30 Sekunde und 1/125 Sekunde wird der Blendenwert in einem Fenster am Rand des Objektives angezeigt. Scharf gestellt wird anhand der altbewährten “Kopf”, “Gruppe” und “Berge” Symbole, aber auch Meter und “feet” sind angegeben.

Was die Parat so besonders macht, ist die Möglichkeit, die doppelte Anzahl Fotos aus einem normalen Film heraus zu holen. Lass den Film ganz normal entwickeln und du bekommst meist 72 Abzüge in voller Größe. Oder, und das ist meiner Meinung nach die wirkliche Faszination vom Halb-Format, scanne zwei Negative direkt nebeneinander. Manchmal gehören die beiden zusammen, als kleine Geschichte oder einer Ansicht aus mehreren Blickwinkeln, oder sie bilden einen Kontrast, sei es farblich oder thematisch.

Da du massig Foto-Munition in der Kamera hast, schieße ein paar Panoramas, scanne die Fotos und lass ein Panorama-Programm (z.B. Autostich) die Bilder dann zusammensetzen. Zum Lernen von fotografischen Grundlagen ist die Agfa Parat I auch gut geeignet, du hast ja schließlich eine ganze Menge Versuche auf einem Film.

Im Boden hat die Kamera übrigens auch noch einen Zähler, der die vollen 72 Fotos zählt. Ich vergesse den ständig zurück zu stellen. Praktisch ist er trotzdem, bei so vielen Fotos verliert man sonst die Übersicht.

Die Agfa Parat I ist klein und leicht. Man kann sie immer dabei haben. Der Verschluss arbeitet fast lautlos. Ich benutze die Kamera deswegen gerne für unbemerkte Schüsse aus der Hüfte. Es mag qualitativ hochwertigere Halbformat-Kameras geben, die Agfa Parat I ist allerdings sehr günstig und relativ einfach zu bekommen. Alles in allem eine Kamera nach lomographischem Sinn!

Geschrieben von zark

2 Kommentare

  1. patriciapetunia

    patriciapetunia

    dank deinem beitrag hab ich mir die kamera jetzt bei ebay guenstig ersteigert!
    ich verstehe jetzt doch nicht ganz, vielleicht hab ich auch ne lange leitung, wie die fotos entwickelt werden. also cih krieg ganz normale abzuege nur halt doppelt so viel??? kann man die auch so entwickeln lassen das quasi die 2 auf einem frame geschossenen fotos auch zusammen aufm papier sind? also das ist das was du mit dem selber scannen meintest.

    vor mehr als 4 Jahre · Spam melden
  2. darryl1208

    darryl1208

    @Zark Weißt Du worauf man die Kamera stellen muß, wenn man blitzen möchte ? Weil Blitzschuh hat sie ja.

    vor etwa 2 Jahre · Spam melden