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Selbstportraits und Alltag in LomoAmigo Anna Di Prospero's Bildern

Anna Di Prospero ist ein Mädchen, die dank ihres großen Talents die Fotografie zu ihrem Beruf machte. Reisen, Stipendien und Auszeichnungen gaben ihr zu verstehen, dass sie sich nicht zurückhalten konnte. Als Fotografin des täglichen Lebens hatte Anna viel Spaß mit ihrer neuen La Sardina DIY und passendem Dress.

Hallo Anna! Wir freuen uns dich hier begrüßen zu können! Erzähl uns etwas über dich!

Hi! Ich bin professionelle Fotografin und 26 Jahre alt. Ich lebe in Sermoneta, einem kleinen Mittelalterdorf nahe Latina, Italien. Mein Haus ist für mich wie ein Spielplatz, an dem ich viel Spaß daran habe, meine Arbeiten umzusetzen. Zusätzlich zur Fotografie reise ich sehr gerne und verbringe Zeit mit meinen Freunden. Oft muss ich für die Arbeit reisen und in meiner Freizeit spiele ich gerne Tischkicker, zeichne und studiere Philosophie.

Wann begann deine Leidenschaft für die Fotografie? Und wann wurde dir klar, dass du sie zu deinem Beruf machen willst?

Meine Leidenschaft zur Fotografie begann in der Highschool, als ich an einem Wettbewerb in meiner Stadt teilnahm. Ich gewann den Wettbewerb und fing an, mich für analoge Fotografie zu interessieren. Danach vergaß ich die Fotografie für eine Zeit im Austausch gegen die Malerei. Mit 19 machte ich meinen Schulabschluss und fotografierte von da an nahezu jeden Tag. Seitdem hörte ich damit nicht auf.

Mit 21 hatte ich meine erste eigene Ausstellung in der Gallerati Galerie in Rom und danach gewann ich ein Stipendium für den drei Jahre langen Kurs in Fotografie am European Institute of Design. Im Jahr darauf nahm ich an dem Seminar “Reflexions Masterclass” teil. Es ging dort über zeitgenössische Fotobearbeitung von Giorgia Fiorio und Gabriel Bauret. Seitdem dachte ich darüber nach, die Fotografie zu meinem Beruf zu machen.

Ich wurde gewarnt, dass dies ein langer und schwieriger Weg werden würde, doch ich wusste, dass ich es versuchen musste. Eine der schwierigsten Dinge war für mich, meinen Eltern davon zu erzählen. Sehr lange Zeit waren sie dagegen. Erst in den letzten zwei Jahren gaben sie auf, als ich den “Discovery Of The Year” Award der Lucie Awards in New York gewann.

Welche Beziehung hast du zur analogen Fotografie?

In meiner Tasche ist immer meine geliebte Minolta AF-Tele Super. Meine Großmutter gab meiner Mutter diese Kamera am Tag meiner Geburt. Ich fotografiere mit ihr meinen Alltag: Meine Freunde oder alles, was meine Aufmerksamkeit erregt und als Startpunkt für meine Arbeit dienen könnte. Oft teste ich Sachen analog aus oder mache mir so Notizen und ich benutze Sofortbildfilme wie den Fuji Fp-100.

Kannst du uns erzählen, wie du deine Selbstportraits kreierst? Wie lässt du dich inspirieren?

Mein alltägliches Leben inspiriert mich, sowie kleine Dinge die daran teilhaben. Jedes Selbstportrait ist eine Reflexion von mir, doch zusätzlich versuche ich verschiedene Themen aufzugreifen, vor allem die Dinge, die eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen.

In deiner Biografie lese ich, dass du nicht nur den “Discovery Of The Year Award” der Lucie Awards 2011 gewonnen hast, sondern auch den “People Photographer Of The Year – International Photography Award”. Das muss ein unglaubliches Gefühl gewesen sein. Kannst du uns etwas darüber erzählen?

Das war eine wahnsinnige Nacht! Nachdem ich den People Photographer of the Year gewonnen habe, war ich für den Discovery of The Year der Lucie Awards nominiert. Ich reiste mit meinen Eltern nach New York um an der Zeremonie teilzunehmen, die im Lincoln Center Theater stattfand. Ich wusste nicht die Namen der Gewinner, so war ich dann sehr nervös. Die Show war wie eine Oskar Nacht; Gäste in Abendkleidern, Projektionen der Nominierten, so viele goldene Umschläge mit den Namen der Gewinner. Als dann der Moment kam, dass der Discovery of the Year angesagt wurde, fühlte ich mich weniger angespannt und sagte mir, dass das Ergebnis unwichtig ist und ich mich nur entspannen und den Moment genießen soll. Dann betraten Theresa Raffetto und Tony Gale die Bühne, mit einem goldenen Umschlag. Das Video begann und am Ende sagte Theresa Raffetto: “Und der Gewiner ist… Anna Di Prospero”. Ich rührte mich nicht, meine Mutter, gleich neben mir, begann zu lachen und klatschen, meinem Vater, an der anderen Seite des Raumes, standen die Haare zu Berge und er begann zu jubeln. Nach einigen Sekunden stand ich auf um zur Bühne zu gehen: Ich zitterte und ging sehr langsam, da meine Schuhe mich umbrachten! Auf der Bühne gaben sie mir die Auszeichnung und sagten etwas zu mir, an dass ich mich nicht erinnere. Es war wie im Traum.

Würdest du uns etwas über deine Träume erzählen?

Ich will einfach fotografieren und mit diesem Job überleben können.

Wir gaben dir eine tolle La Sardina DIY mit Dress. Wie fühlte es sich an, sie “einzukleiden”?

Es war sehr einfach und hat Spaß gemacht. Als ich fertig war, fühlte ich mich stolz. Das Birds of Paradise ist das perfekte Dress für mich, denn ich liebe das tropische Gefühl.

Hat es dir Spaß gemacht, mit dieser Kamera zu fotografieren?

Sehr viel! Ich experimentiere viel mit Mehrfachbelichtungen und der Farbblitz gefiel mir auch besonders.

Zeig uns doch endlich etwas!

Na klar! (:

Hast du einen Ratschlag für unsere Lomographen?

Seid stark entschlossen! Entschlossen zu fotografieren und experimentieren, jeden Tag, auch wenn du vielleicht lieber etwas anderes tun würdest. Entschlossen weiterzumachen, wenn etwas falsch läuft und du am liebsten aufgeben würdest. Diese Stärke erhältst du, wenn du innerlich weißt, dass du weiter lernen und jeden Tag wachsen möchtest.

Wir danken Anna für das Interview und laden euch ein, ihr bei Facebook zu folgen und auf ihre offizielle Webseite zu schauen!

geschrieben von biondapiccola, übersetzt von vivie

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: Italiano. Den Artikel gibt es auch auf: English.